„Was“ voran: Aller Anfang ist mehr

Schon das erste Wort muss stimmen. Dann entfalten selbst Meldungen einen Sog auf die Lesenden.

Die Meldung ist die kürzeste journalistische Textsorte. In der Regel beschränkt sie sich auf die sechs „W“ oder sogar nur vier bis fünf von ihnen. Dennoch kann man auch eine Kurzmeldung durchaus spannend aufbauen.

Oft beginnen Meldungen mit dem „Wann“. Nur in den seltensten Fällen ist das jedoch wirklich wichtig für den Inhalt.

Auch das „Wo ist häufig nicht so wichtig wie andere Angaben zur betreffenden Nachricht. Gleiches gilt auch für das „Wer“.

Was geschehen ist, sollte eigentlich ganz vorne stehen. Damit lockt der Schreiber den Leser am ehesten zum Weiterlesen.

„Am Montag hat der Marburger Journalist Franz-Josef Hanke einen Text über den Aufbau von journalistischen Meldungen in seinem Blog online gestellt“, ist die behäbige Vorgehensweise vieler Nachrichtenagenturen. Wirkungsvoller wäre wohl diese Version: „Einen Text über den Aufbau journalistischer Meldungen hat der Marburger Journalist Franz-Josef Hanke am Montag in seinem Blog online gestellt.“

Ohne Einbuße an Inhalt und Seriosität kann Journalismus also genau das Gleiche entweder interessant darbieten oder langweilig. Kurz und knapp bedeutet dabei nicht zugleich zwangsläufig auch dröge und öde. Man muss eben nur mit dem Wichtigsten anfangen!

+++ Journalismustipps des fjh-Journalistenbüros in Marburg +++

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