marburgnews beim Webmontag: Über die nüchternen Fakten hinaus

Für den Webmontag Marburg habe ich noch einmal tief in meinen Erinnerungen gekramt. Thema sollen „Onlinezeitungen am Beispiel von marburgnews“ sein. Den Vortrag habe ich bereits vorbereitet, um ihn am Dienstag (11. Juni) frühmorgens schon online zu stellen.

Was bei meinem Vortrag am Montag (10. Juni) in den Räumen der Firma Tripuls an der Neuen Kasseler Straße kein Thema sein wird, ist die persönliche Verbundenheit mit meinem Projekt. marburgnews ist mein Kind, das ich seit mittlerweile gut 13 Jahren großziehe. Erfreulicherweise wächst und gedeiht es prächtig.

Viele Menschen habe ich in den 13 Jahren als Redaktionsleiter der ersten Onlinezeitung von Marburg kennengelernt. Zahlreiche junge Leute haben mit einem Praktikum bei marburgnews ihre ersten journalistischen Erfahrungen gesammelt. Einige von ihnen arbeiten heute in Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen, beim Hörfunk oder Fernsehen sowie in Werbe- und PR-Agenturen.

Manche melden sich mitunter bei mir. Auch nach Jahren noch pflegen einige den Kontakt oder bitten mich telefonisch um Rat in Fragen zum Journalismus. Das freut mich sehr.

Journalismus ist ein interessanter Beruf. Das Spannendste daran ist der Umgang mit vielen unterschiedlichen Menschen. Wenn man häufig mit jungen Leuten zu tun hat, dann hält das einen selber auch jung.

Beweglich bleiben muss ein Journalist zumindest im Kopf. Auch wenn das Redigieren der eingehenden Pressemitteilungen mitunter zur lästigen Routine wird, ist doch kaum ein Tag genauso wie der andere. Nachrichten bieten schließlich immer wieder etwas Neues.

Als Journalist bin ich am Puls der Zeit. Auch wenn mein Berichtsgebiet nur die popelige Universitätsstadt Marburg ist, kommen doch immer wieder neue Informationen auf meinen Tisch.

„Journalisten sind professionelle Klatschbasen“, habe ich einmal in einem Interview gesagt. Die Neugier treibt sie um, sich um viele unterschiedliche Themen zu kümmern.

Hinzu kommt Freude an der Sprache und am Formulieren. So verdichten sich Informationen zu Meldungen oder , zu Reportagen oder zu Kommentaren und Glossen. Besuche im Konzert oder Theater münden in Rezensionem ein, die das redliche Bemühen der jeweiligen Akteure dann kritisch bewerten.

Diese Arbeit ist anregend und abwechslungsreich. Meine Liebe zum Beruf des Journalisten werde ich beim Webmontag aber nicht in den Mittelpunkt stellen. Dort zählen Zahlen und Daten, Technik und Trends.

Einen Blick werfen werde ich auch auf die künftige Entwicklung des Journalismus. Meine Hoffnung ist, dass seine Qualität nicht weiter sinken, sondern sich wieder bessern wird. Daran arbeite ich seit inzwischen gut 13 Jahren mit Herzblut.

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