Aussage in Indirekter Rede: Der Journalist betonte, er wolle seine Leserschaft über das Gesagte gut informieren

Man sagt, ihn müsse man nicht kennen. Es heißt, er sei vollkommen überholt. Viele meinen, den Konjunktiv I benötige man heutzutage nicht mehr.

Für Journalisten indes ist er das tägliche Brot der Informationsvermittlung. Die Indirekte Rede wird schließlich im Konjunktiv I gebildet.

Viele entgegnen, man könne Zitate doch auch in Direkter Rede veröffentlichen. Die Praxis indes zeigt, dass lange und umständliche Aussagen immer wieder einer bearbeiteten Widergabe in Indirekter Rede bedürfen.

Leider beherrschen viele Zeitgenossen den Konjunktiv I nicht. Betrüblicherweise gilt das auch für einige Journalisten.

Manche verwenden statt seiner den Konjunktiv II oder einfach den Indikativ. Merkwürdige Satzkonstruktionen mit dem Hilfsverb „würde“ sollen mitunter darstellen, dort werde eine Indirekte Rede widergegeben. Ein echter Sprachliebhaber würde sich selbst im Grab noch umdrehen, wenn er dergleichen läse.

Manche mögen behaupten, diese Ausführungen seien ignorant oder anachronistisch. Sei´s drum: Der professionelle Journalist besteht darauf, er wolle gutes Deutsch deutlich ausformulieren statt zu radebrechen, bis niemand mehr seine Texte versteht, auf dass es der deutschen Sprache wohl ergehe und seine Publikation ob ihrer Qualität lange lebe auf Erden oder im Internet.

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