49% CSU: In Bayern bleibt die FDP draußen

Bayern hat gewählt. Mit rund 49 Prozent hat die CSU die Absolute Mehrheit erreicht und kann Bayern wieder allein regieren.

Mit rund 21 Prozent konnte die SPD zulegen. Trotz dieses Achtungserfolgs ihres populähren Spitzenkandidaten Christian Uhde reicht es aber nicht für einen Machtwechsel.

Grüne und Freie Wähler haben mit jeweils rund 8,5 Prozent ihr Klassenziel verfehlt. Beide hatten 10 Prozent als Marge vorgegeben.

Absoluter Verlierer der Landtagswahl in Bayern ist jedoch die FDP. Mit nur etwa 3 Prozent fliegt sie aus dem Münchener Parlament hochkantig hinaus.

Nich einziehen konnten dort Piraten und Linke. Beide liegen bei ungefähr 2 Prozent.

Alle diese Zahlen sind nur erste Hochrechnungen. Das endgültige Wahlergebnis kann davon noch um bis zu 2 Prozentpunkten abweichen.

Dennoch ist der Trend eindeutig. Dem Münchener Ministerpräsidenten Horst Seehofer ist es gelungen, an die alte Tradition einer CSU-Alleinherrschaft über Bayern anzuknüpfen.

Seehofer ist ein polternder Populist. Gerade das aber scheinen die Bayern zu mögen. „Er is a Hund“, sagen sie eher anerkennend als despektierlich.

In Berlin lässt Seehofer immer wieder die Muskeln spielen. Das imponiert den Bayern, weil er ihr Land damit ins Zentrum der politischen Aufmerksamkeit rückt.

Lokalpatrismus ist seit Jahrzehnten das Erfolgsrezept der CSU. Mit seinem Vorschlag einer PKW-Maut nur für Ausländer kocht Seehofer sein machtgieriges Süppchen auf fremdenfeindlichen Ressentiments und neidischem Geiz bayerischer Wähler.

Einen Wahlsieg mit Hilfe fremdenfeindlicher Parolen kennen die Hessen nur allzu genau. Mit einer Kampagne gegen die Doppelte Staatsbürgerschaft gelang Roland Koch 1999 erstmals der Einzug in die Hessische Staatskanzlei. Um der Macht willen sind CDU und CSU offenbar zu gefährlicher Propaganda gegen Fremde bereit.

Spannend wird nun, wie die Landtagswahl in Hessen und die Bundestaswahl am Sonntag (22. Septembber) ausgehen. Zu beiden Wahlen haben Naomi Fenner und ich Direktkandidaten aus Marburg-Biedenkopf befragt. Portraits der Kandidierenden sowie kurze Video-Interviews finden Interessierte unter www.wahlen.marburgviews.de.

Außerdem gibt es bei www.wahl.marburgviews.de noch ein Portrait und ein Video-Interview von der SPD-Politikerin Kirsten Fründt. Im zweiten Wahlgang der Landratswahl für den Landkreis Marburg-Biedenkopf tritt sie am 22. September gegen den CDU-Kandidaten Marian Zachow an. Leider hat er unserer Einladung nicht Folge geleistet. Nicht nur deshalb hat er geringere Chancen, die Stichwahl zu gewinnen.

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