Was mich ärgert: Zynismus diskreditiert die Mutigen

Was mich manchmal ärger, ist der Zynismus mancher Zeitgenossen. Besonders Leute mittleren Alters treten mitunter auf, als hätte das Leben sie gründlich gestählt und klug gemacht.

Mich ärgert es, wenn Menschen das Engagement Anderer als „Gutmenschentum“ abtun, das sich eh nicht lohnt. Oft sind Zyniker so defätistisch, dass sie die Hoffnungen der Anderen nicht ernst nehmen und für Dummheit halten.

Kämpfen ist die wichtigste Aufgabe im Leben. Wer das Kämpfen aufgibt, gibt damit die Hoffnung auf das künftige Leben auf.

Zyniker sind wie Scheintote, die den Mitmenschen ihre lebendigen Aktivitäten nicht gönnen. Ätzende Säure träufeln sie in den süßen Wein ihrer Mitmenschen, um ihnen den Geschmack am Leben zu verderben.

Mich betrübt manchmal die Hoffnungslosigkeit der Zyniker. Mich ärgert ihre Arroganz, mit der sie Optimismus als Dummheit und Aktivität als Verschwendung kritisieren. Mich stört die Respektlosigkeit, mit der sie andere ihres Elans berauben.

Mich betrübt die ignorante Geschichtslosigkeit, mit der Zyniker die Augen vor der Tatsache verschließen, dass aller Fortschritt der Welt erkämpft worden ist. Mich belustigt ihre Unverfrorenheit, mit der sie die Früchte der Vorfahren genießen, ohne die alten Bäume zu gießen.

Manchmal betrübt es mich, dass die Welt so unglaublich viel Schlimmes bereithält, dass selbst ich beinahe zum Zyniker werden könnte. Vielleicht sollte ich doch etwas mehr Nachsicht üben mit dem Zynismus derjenigen, die zu lange im Schatten gesessen haben statt in der Sonne.

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