Verschwörung gegen den Präsidenten: Keine Klarheit selbst 50 Jahre nach dem Attentat auf John F. Kennedy

Für mich war es damals so erschütternd wie später nur noch der 11. September 2001. Mit ihm starb ein Hoffnungsträger, der die Sympathien der meisten Menschen auf sich vereinigte. Am 22. November 1963 wurde der US-präsident John F. Kennedy in Dallas ermordet.

Engagiert hatte er sich für die Aufhebung der Rassendiskriminierung eingesetzt. In Berlin erwarb er sich die Zuneigung einer ganzen Stadt mit dem Satz „Ich bin ein Berliner vor dem Schöneberger Rathaus.“

Über Stunden hinweg verfolgten wir die Berichterstattung im Fernsehen. Glauben wollten wir es nicht.

Auch die Trauerfeier vereinte wieder die ganze Nation vor den Bildschirmen. Nicht nur die Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) nahmen Anteil daran, sondern wahrscheinlich fast die ganze Welt.

Erschüttert waren wir, wie so etwas hatte passieren können. Erst später begannen wir, darüber intensiver nachzudenken. Heute bin ich mir sicher, dass die Verschwörung gegen Kennedy keinesfalls ohne Zutun von Geheimdiensten möglich war.

Ebenso wie die Ermordung von Kennedys Bruder Robert und der Tod von Marylin Monroe war wohl auch der Mord an John F. Kennedy ein abgekartetes Spiel. Wer dafür verantwortlich ist, wer es eingefädelt, unterstützt odeer vertuscht hat, wird wahrscheinlich nie herauskommen.

Unbequem dürfte Präsident Kennedy einigen geworden sein. Seine Unterstützung für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung brachte ihm in konservativen Kreisen heftige Kritik ein. Seine Ansätze zu einer diplomatischen Lösung im Kalten Krieg dürfte die Waffenlobby hüben wie drüben nicht gerade begeistert haben.

Trotz seines frühen Tods hat Kennedy dennoch Weichen gestellt. Ohne ihn wäre die Ostpolitik von Willy Brandt wohl ebensowenig möglich geworden wie die Abrüstungsverhandlungen mit den verschiedenen START-Abkommen zwischen Russland und den USA.

Als Barack Obama sein Amt antrat, hoffte ich auf ihn als einen würdigen Nachfolger Kennedys. Diese Erwartung hat er bitter enttäuscht. Vielleicht hätte auch Kennedy manche Enttäuschung ausgelöst, wäre er länger im Amt geblieben.

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