Advent, Advent: Leuchtende Kinderaugen oder desillusionierende Erleuchtung

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.“ Die Lichter strahlen wieder und die Vorfreude auf Weihnachten beginnt.

Der Kaufrausch bahnt sich seinen hektischen Weg durch Fußgängerzonen und Warenhäuser. Gleichzeitig ergreift viele doch die selige Erinnerung an die eigene Kindheit mit Weihnachtsgedichten unter Tannenbäumen.

Die Vorweihnachtszeit ist häufig eng verknüpft mit einer gedanklichen Zeitreise in selige Kindertage, als der Weihnachtsmann noch nicht als der eigene Vater identifiziert und das Christkind noch ein heiliger Glücksbringer war. Staunen und Raunen gehörte zu diesem Fest ebenso wie Süßigkeiten und Geschenke. Spielzeug gab es unter dem Weihnachtsbaum und Strümpfe, Hemden oder Hosen.

„Stille Nacht“ und „Oh Du fröhliche“ waren die unverzichtbaren Lieder unter dem geschmückten Tannenbaum im wohlig warmen Wohnzimmer. Später war es dann das Konzert des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach, das das Gemüt be- und anrührte. Zu Weihnachten lagen und liegen die Gefühle offen auf einem Silbertablett seliger Erinnerungen.

Längst sind die Eltern tot; und der Weihnachtsmann ist als skrupelloser Agent der Krämer und Kaufleute enttarnt. Doch Weihnachten bleibt fest verankert im kindlichen Gemüt. Wenigstens einmal im Jahr muss die Kindheit wieder aufsteigen bis hinauf ins desillusionierte Hirn.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s