Eine mörderische Rede vor einer Mördderbande: Gaucks Kriegserklärung an den Pazifismus

Mit seiner Rede auf der sogenannten „Sicherheitskonferenz“ in München hat Joachim Gauck sich am Freitag (31. Januar) als Bundespräsident aller Deutschen ins politische Abseits verabschiedet. Nicht nur hat er Waffenschieber, Kriegstreiber und Mörder einer Eröffnungsrede für würdig befunden; zugleich meinte er auch, pazifistischen Überzeugungen den Krieg erklären zu müssen.

Deutschland dürfe sich nicht länger „hinter seiner Geschichte verstecken“, erklärte Gauck. Deswegen müsse die Bundesregierung künftig auch eine Kriegsbeteiligung – wenngleich auch nur als letzte Option – in Erwägung ziehen, forderte der Bundespräsident.

In die gleiche Kerbe schlug nach ihm auch die neue Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sah das etwas zurückhaltender, aber ohne wirklichen Dissenz zu beiden.

„Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“ Mit diesem Schwur bekundeten die Mütter und Väter des Grundgesetzes und die demokratischen Bürger, dass sie unverbrüchliche Lehren aus dem Faschismus gezogen hatten.

Welcher Teufel reitet ausgerechnet den ehemaligen Pastor Gauck eigentlich, das ausdrückliche Friedensgebot des Grundgesetzes in Frage zu stellen? Fühlt sich der evangelische Theologe etwa den Waffenlobbyisten mehr verpflichtet als der unantastbaren Menschenwürde?

Deutschland kann und muss froh sein, dass die schreckliche Geschichte zweier Weltkriege und des millionenfachen Massenmords bei der Bevölkerung deutliche Spuren hinterlassen hat. Deutschland verfügt über einen überaus wertvollen Schatz an menschlicher Klugheit, wenn bis zu 89 Prozent der befragten Bürger in Umfragen Militäreinsätze ablehnen. Die Grundhaltung gegen Krieg und für Frieden lag in allen Befragungen nicht nur des vergangenen Jahrzehnts immer bei deutlich mehr als zwei Dritteln.

Die einzige Möglichkeit, Konflikte zu regeln, ist die Diplomatie. Allein sie kann das Morden verhindern, sofern das überhaupt möglich ist. Kriegseinsätze hingegen treffen fast immmer zuerst diejenigen, die sich nicht in Bunkern verschanzen und nicht mit eigenen Waffen wehren können.

Krieg ist kalkulierter Massenmord. Wer Krieg als – vielleicht auch nur letztes – Mittel der Politik anpreist wie Gauck, der erklärt damit Mord zu einem probaten Mittel der Politik.

Mit seiner Rede reiht sich Gauck auf perfide Weise ein in die Front der gottlosen Pfaffen, die mit Psalmen auf den Lippen Kanonen gesegnet und den „Heldentod“ gepriesen haben. Gauck reiht sich ein in die Logik derjenigen, die Kriegseinsätze als angeblich unvermeidliche Folge fremder Aggression rechtfertigen wollten. Die Geschichte kennt die Lügen, die dazu immer wieder ersonnen und verbreitet wurden.

Bisher hatte Gauck sich als Bürgerrechtler und Theologe inszeniert. Offenbar gefällt er sich aber auch in der Rolle des vermeintlichen Querdenkers. Seine Rede in München ist vermutlich auch seiner enormen Eitelkeit geschuldet.

Diese mörderische Eitelkeit indes braucht Deutschland nicht. Ein Kriegshetzer ist als Bundespräsident untragbar. Mit seinen Äußerungen zugunsten von Kriegseinsätzen der Bundeswehr hat Gauck sich gegen die Mehrheit der Bevölkerung gestellt.

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Ein Kommentar zu “Eine mörderische Rede vor einer Mördderbande: Gaucks Kriegserklärung an den Pazifismus

  1. Guten Tag,

    hier einfach nur ein kurzes Lob für den Artikel und den gesamten Blog!

    Liebe Grüße

    Christiane (Texthase Online)

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