Geburtstagsgrüße in eine andere Welt: Meine glückliche Zeit mit Erdmuthe Sturz

Wäre sie noch am Leben, würde ich heute mit ihr feiern. So aber ist der einstige Freudentag eher ein trauriger Tag.
Erdmuthe Sturz wurde am 19. Februar 1950 geboren. Nach langer schwerer Krankheit ist sie am 28. September 2010 von uns gegangen.
Meine Trauer über ihren allzu frühen Tod micht sich mit Gefühlen großer Dankbarkeit. 18 Jahre haben wir gemeinsam gestritten, gelitten und gelebt, uns gemeinsam gefreut und sind gemeinsam gereist.
Ihre Krankheit hat uns stark zusammengeschweißt. Das Wissen um die Nähe des Todes hat die gemeinsame Zeit zu einem kostbaren Gut gemacht.
Die aus der Bedrohung der gemeinsamen Zukunft erwachsene Harmonie hat uns beide gestärkt. Die Liebe zueinander hat das Leben zu einer Freude gemacht über jeden neuen Tag und jede erfreuliche Erfahrung.
Mit einem strahlenden Lächeln hat Erdmuthe ihre Umgebung vergessen lassen, dass sie todkrank war. Viele haben es nicht gewusst und auch nicht bemerkt.
Dieses Lächeln zeigt unser Hochzeitsfoto. Dieses Lächeln haben viele von Erdmuthe in Erinnerung behalten.
Erdmuthes Lächeln erstrahlt auch auf der Gedenkseite für sie im Internet. Auf www.erdmuthe-sturz.narburginfos.de kann man dieses bezaubernde Lächeln bewundern.
Mir fehlt ihre Zuneigung und Wärme. Mir fehlt ihre Nähe und das gemeinsame Reisen mit ihr für ein Wochenende irgendwohin, wo sie Museen besuchte, während ich Termine wahrnahm. Mir fehlen die zusammenfassenden Berichte von ihren Museumsbesuchen und ihre Freude über die schönen Dinge, die sie dort mitunter entdeckt hat.
Vieles fehlt mir heute. Trauer ist letztlich der Schmerz übr einen Verlust. Die Zeit vorher war geprägt durch einen Gewinn an Glück und Leben.
Leider merken viele diesen Verlust erst viel zu spät. Ich bin dankbar dafür, dass Erdmuthes Krankheit mich frühzeitig aufmerksam gemacht hat darauf, was ihre Liebe für mich bedeutet.
Unser größtes Glück war, dass wir die letzten Jahre in Harmonie miteinander verbracht haben. Das letzte Jahr schien uns so, als hätten wir gemeinsam den Krebs besiegt.
Am Ende war der Tod stärker. Aber Erdmuthe lebt weiter – nicht nur in meinem Herzen!

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