Man hat´s nicht leicht: BILD-Bericht zum 1. April war eingebildet

In den April geschickt wurden die Marburgerinnen und Marburger am Dienstag (1. April) gleich mit mehreren unwahren Behauptungen. Das reichte von einer neuen Vermarktungsstrategie der BILD-Zeitung bis hin zu einer neuen Aufgabe für den zurückgetretenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz van Elst.

Frei erfunden war die Ankündigung, dass die BILD-Zeitung ab Montag (5. Mai) in Leichter Sprache erscheinen werde. Am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen würde diese Maßnahme sicherlich massive Proteste hervorrufen. Die Nutzer von Leichter Sprache sähen es gewiss als Beleidigung an, wenn BILD die Leichte Sprache als Boden für bodenlose Volksverdummung missbrauchen würde.

BILD ist nicht besonders bemüht um Vermittlung von Wissen in allgemein verständlicher Sprache, sondern eher um Vernebelung und Vertuschung. Dabei wäre die Aktion durchaus konsequent, die dem Springer Verlagsleiter Matthias Döpfner am 1. April fälschlicherweise in den Mund gelegt wurde.

Ebenso passend wäre wohl auch der Einsatz des früheren Limburger Bischofs Tebartz-van Elst beim Insttitut für Kirchenbau und Kirchliche Kunst der Philipps-Universität. Die beim Aprilscherz von marburgnews gerühmten Qualitäten des Bischofs entsprechen zwar weitgehend den Tatsachen, seine Berufung nach Marburg würde in der mittelhessischen Universitätsstadt aber vermutlich erhebliche Widerstände auslösen.

Mit Humor hingegen reagierte die Pressestelle der Uni Marburg beim Kurznachrichtendienst Twitter auf den Spaß. Sie äußerte die Vermutung, Tebartz-van Elst werde dann wohl die Philipps-Arena errichten helfen. Dieses Bauwerk hatte die Oberhessische Presse (OP) widerum in ihrem Aprilscherz an den Platz gesetzt, wo heute die Türme der Philosophischen Fakultät (Phil. Fak.) zwischen Autobahn und Eisenbahn in den Himmel ragen.

Himmelschreiend waren also die Bären, die am 1. April manchen Lesenden aufgebunden wurden. Das reuige Bekenntnis der Lüge folgt am Mittwoch (2. April) aber auf dem Fuß. Damit zeigen die Urheber der Aprilscherze immerhin schneller Reue als der prunksüchtige „Protz-Bischof“ aus Limburg.

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