Kritik an den Kritikern: Kein Lob für Lobo

Eigentlich müsste er „Schimpf“ heißen. Doch bekannt ist er als Sascha LobO.
Täte ich, was er auf der RE:Publica getan hat, hieße ich nicht Franz-Josef Hanke, sondern Peter Handke. Seine „Publikumsbeschimpfung“ war zwar treffend, traf aber die Falschen.
Nicht die sogenannte „Netzgemeinde“ hat in der NSA-Affäre versagt, sondern die vielzitierte „Schweigende Mehrheit“. Schließlich sitzen auf der „RE:Publica“ in Berlin ja nicht diejenigen, die „nichts zu verbergen“ haben.
Lob an diejenigen, die sich engagieren, bewirkt vermutlich mehr als eine vernichtende Kritik a la Lobo. Das gilt selbst dann, wenn diese Kritik die drohende Vernichtung der Demokratie durch eine allumfassende Überwachung anprangert.
Schon Thomas Mann hat vor 70 Jahren in seinen Reden für die BBC seine Zuhörer beschimpft, obwohl es sich dabei doch größtenteils um mutige Menschen handeln musste, die für das Hören eines „Feindsenders“ sogar die Todesstrafe riskiert haben. Vielleicht sollten die erregten Kritiker einmal darüber nachdenken, wen sie mit ihrer berechtigten Philippica ansprechen!

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Ein Kommentar zu “Kritik an den Kritikern: Kein Lob für Lobo

  1. Gib hier Deinen Kommentar ein …Ich habe einen Großteil der Rede gehört. Ich verstehe deine Kritik, aber ich denke, dass Lobo recht hat. Die Netzgemeinde muss für ihre eigenen Interessen einstehen. Mäckern über die Regierung allein hilft nicht. Man muss die Verantwortung mit für das übernehmen, was man will, und zwar nicht nur, indem man einmal klickt. Aber das wird immer mehr zu unserer Kultur, ich nehme mich da nicht aus.

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