#2254 muss bleiben: Deutschlandradio will demokratischste Radiosendung Deutschlands einstellen

2254 wird eingestellt. Deutschlands demokratischste Radiosendung willDeutschlandradio Kultur am Samstag (21. Juni) zum letzten Mal ausstrahlen. Offenbar sind den Verantwortlichen des Senders die Hörer zu unbequem.
Seit 22 Jahren dürfen die Hörer dort zwischen 1 und 2 Uhr zum Nachttalk anrufen. Die Redaktion gibt ein Thema vor, zu dem die Anrufenden sich dann äußern können. Wer die Rufnummer 0800-22542254 wählt, kommt erst einmal in die Warteschleife und später oft auch life ins Radio.
In manchen Nächten herrscht regelrechter Stau vor den acht Leitungen. Dann ist die Nummer minutenlang nicht erreichbar.
In anderen Nächten müssen die Moderatoren zwischendurch auch schon einmal einen Musiktitel einspielen. Dann dürfen die Anrufer auch schon mal etwas länger reden.
Die Redaktion wählt sehr vielfältige Themen aus. Das reicht von „Lektüre für die schönsten Wochen – welche Bücher lesen Sie im Urlaub“ über “ Mit Down-Syndrom aufs Gymnasium – Wie weit soll Inklusion gehen?“ oder „Bedrohen Google, Facebook und Co Freiheitsrechte? bis hin zu „Dann eben nicht – soll die EU auf Großbritannien verzichten?“ und „70 Jahre D-Day – welches historische Ereignis hat Sie am meisten beeindruckt?“.
Je nach dem Hörerinteresse und der Aktualität des Themas ist der Ansturm unterschiedlich. Ebenso unterschiedlich sind auch die Standpunkte, die da zu Wort kommen. Sehr unterschiedlich ist auch das Niveau der Beiträge.
Die Moderatoren sorgen jedoch mit großem Einfühlungsvermögen souverän dafür, dass die Diskussion nicht entgleist. Beschimpfungen anderer Hörer werden freundlich gerügt oder Anspielungen auf angebliche „jüdische Verschwörungen“ in US-Großbanken als völlig unannehmbar zurückgewiesen.
Derlei Entgleisungen sind allerdings die absolute Ausnahme. In weit mehr als 99 Prozent der Anrufe geht es ausgesprochen gesittet und oft sehr kenntnisreich zu.
Die meisten Moderatoren lenken die Debatte nur sehr wenig. Feinfühlig haken sie nach oder bremsen den allzu sprudelnden Redefluss aus.
Mit den Jahren hat sich eine Gemeinde vor den Rundfunkempfängern zusammengefunden, die dem Nachttalk regelmäßig oder gar täglich zuhört. Einige Stammanrufer sind diesem Stammpublikum inzwischen auch schon so vertraut wie die Moderatoren.
Da war Hermann Schmidt aus Bochum, der aus seinem sozialen Herzen keine Mördergrube macht. Der Sozialdemokrat Manfred Kirsch aus Neuwied hält die Tradition der Arbeiterpartei hoch. Uwe Gutzeit aus Leipzig ereifert sich über soziales Unrecht oder Kriegspolitik.
Josef Matthes aus Meckenheim bedenkt bei seinen Äußerungen getreu der Ausbildung bei den Jesuiten das Für und Wider. Hannelore Harnack aus Berlin argumentiert ruhig und klar. Peter Knebel aus Hamburg beeindruckt mit viel Wissen.
Martin Macker aus Hamburg hingegen ist meistens unverständlich. Peter Metzger aus Geislingen sagt fast jede Nacht so gut wie nichts Eindeutiges.
Die Anrufer sind genauso unterschiedlich wie im „normalen Leben“. Irgendwie sind sie dem Stammhörer inzwischen aber vertraut; und man möchte auch die eher nervigen „Nachtgeister“ nicht mehr missen.
Der Nachttalk ist in der Regel vielseitig und anregend. Unterschiedliche Meinungen reiben sich aneinander. Verschiedene Gesichtspunkte ergänzen einander.
Das Alter der Teilnehmenden variiert von knapp 20 bis über 90 Jahre. Den weitaus größten Anteil stellen aber die Rentner.
Auffällig ist auch die große Zahl von Behinderten, die sich an der nächtlichen Sendung beteiligen. Immer wieder berichten Anrufer, dass sie im Rollstuhl sitzen oder sehbehindert sind. Für manche von ihnen ist 2254 die einzige Möglichkeit, ihre Meinung öffentlich kundzutun.
Wer nachts mitgeredet hat, erhält in den darauffolgenden Tagen mitunter sogar mehrere Mails oder Anrufe von Bekannten, die die Sendung gehört haben. Selbst längst verschollene oder eher entfernte Kontakte erweckt der Nachttalk zu neuem Leben.
Wer als Verantwortlicher eine solche Sendung abschafft, hat nichts verstanden von Kommunikation. Kommunikation ist „Miteinander reden“ und nicht „jemanden berieseln“. Wer das nicht beherzigt, sägt an dem Ast, auf dem er selber sitzt.
2254 ist Hörerbindung pur. 2254 ist gewachsene Kultur im Radio. 2254 ist gelebte Demokratie.
Aber das Deutschlandradio schafft die Hörerdemokratie ab. Offenheit ist hier nicht angesagt. Die Hörerdiskussion wurde ohne Einbeziehung der Hörer aus dem Programm gestrichen.
Die Neusprech-Werbung des Senders verheißt nun ein „runderneuertes Programm“. Für die Verantwortlichen scheinen die Sendungen dann wohl Reifen zu sein, die dann vermutlich auch nur voller Luft sein dürften. Platzen ist da vorprogrammiert.
Die Hörer des täglichen Nachttalks verweisen die Programmverantwortlichen als Ersatz für 2254 auf eine Sendung am Samstagmorgen. Auch dort dürfen Anrufer mitreden. Allerdings werden sie dort nur mit kurzen Fragen in eine Expertenrunde einbezogen.
Außerdem gebe es ja auch noch die Facebook-Seite „DRadio“. Dort könnten Hörer ja auch ihre Meinung äußern, erklären die Radiomacher. Wer Facebook als demokratische Alternative empfiehlt, kann es angesichts des Umgangs dieser Firma mit dem Datenschutz aber nicht allzu ernst meinen mit der Demokratie.
Demokratie ist für die Verantwortlichen beim Deutschlandradio offenbar nur ein schönes Wort. In der Berichterstattung über Russland oder China fordert man Demokratie ein; im eigenen Sender hingegen würgt man echte Demokratie ab.
Bemerkenswert war auch, wie die Moderatoren mit der Einstellungsankündigung und den Diskussionen darüber umgegangen sind. Offenbar waren sie nicht frei, ihre eigene Meinung dazu klar zu äußern.
Nach dieser publikumsfeindlichen Entscheidung ist die Scheidung vom Deutschlandradio die naheliegende Konsequenz. Zumindest ist der Sender in seiner Berichterstattung über Demokratie künftig kaum noch glaubwürdig.
Eine letzte Chance haben die Verantwortlichen noch: Wenn sie sich dem Wunsch der Hörerschaft beugen, können sie den Nachttalk und damit auch sich retten. 2254 ist nämlich das Radioformat der Zukunft. Hörer an die Macht: Rettet die Freiheit im Radio! 2254 muss bleiben!

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343 Kommentare zu “#2254 muss bleiben: Deutschlandradio will demokratischste Radiosendung Deutschlands einstellen

  1. Danke für diesen Text, der sowohl etwas von einem Auf- als auch von einem Nachruf hat!
    Was diese Art von Verschwörungen in Großbanken angeht, kann ich nur sagen, dass ich die Sendungen nicht gehört habe, wo so etwas vorkam.
    Wie war der Titel der Sendung? Wann soll das gewesen sein? Wer war Moderator? War das ein mehr oder weniger bekannter Anrufer oder nur ein einmaliger Anruf?

    • Dieser Anruf kam von jemandem, der gelegentlich anruft. Er lebt in Süddeutschland, ist aber nicht deutscher Herkunft. Die Moderatorin Birgit Kolkmann hat ihn klar und freundlich zurechtgewiesen. Ich kam direkt danach und habe mich bei ihr dafür bedankt. Der Anrufer wirkt meist etwas „wurschtig“. Ganz gewiss ist er weder ein Nazi noch ein Antisemit. Ihm mangelt es nur an klarem Denken über die Wirkung dessen, was er zum Schlechten gibt.

      [end]

      • Danke für Ihre Antwort, Herr Hanke!

        Ach so! Dann handelt es sich wohl um RD.

        Es gab ja ein paar Anrufer, die die überwiegende politische Richtung der Teilnehmer bei 2254 kritisiert haben. Ich selbst würde so manche Äußerungen nicht machen, wie man sie in der Sendung zu hören gekriegt hat; aber man sollte sich an den Kommentar des Historikers Wolfgang Benz zur Wahl von Gauck als Bundespräsidenten erinnern. Da gab Benz zu verstehen, dass Gaucks bisherige Interventionen zwar auf ein ziemlich konservatives Gesellschafts- und Geschichtsbild hinweisen, ein großer Teil der Bevölkerung aber ganz genau so denke. Solche Äußerungen sollten seiner Meinung nach in einer pluralistischen Gesellschaft erlaubt sein. Nun ist Benz vor nicht allzu langer Zeit selbst für „falsche“ Interpretationen in anderem Zusammenhang angegriffen worden, und Gauck hat sich dafür entschieden, das Bundespräsidentenamt in einer Weise zu führen, die er für staatstragend hält und sich offenbar nicht ganz mit seinen früheren, von Benz als konservativ bezeichneten Ansichten vertragen will. Benz‘ Diagnose über die Verbreitung solcherlei politischer und historischer Vorstellungen in der Bundesrepublik scheint mir trotzdem nicht so falsch gewesen zu sein.

        Sollten die beklagten politischen Einstellungen der 2254-Anrufer zumindest eine Rolle bei der Absetzung gespielt haben, müsste man sich eigentlich fragen, was mit ihrer Verdrängung aus der etablierten medialen Öffentlichkeit gewonnen ist. Sie bestehen weiterhin, werden wahrscheinlich durch diesen Schritt noch verstärkt und in irgendeiner Form andere Kanäle finden. Man muss einerseits von der Gefährlichkeit dieser Einstellungen für das politische System der Bundesrepublik überzeugt sein und andererseits von einer überragenden Wirkung der etablierten Medien auf die politische Meinungsbildung ausgehen, um den von einigen vermuteten politischen Hintergrund der Absetzung von 2254 in den Köpfen der Entscheider nachvollziehen zu können. Sollte es diesen Hintergrund tatsächlich geben, müsste man feststellen, dass ein Teil der Strategie in Reaktion auf die Entwicklungen, die die kürzliche Europawahl charakterisiert haben, noch immer im „Totschweigen“ besteht. In dieser Vorstellung wäre es nicht entscheidend, was einige Menschen im Staat denken; entscheidend und gefährlich ist nur, ob die unerwünschten politischen Einstellungen massenmedial verbreitet werden können. Dass eine Sendung zur Nacht vermutlich kaum eine große Masse erreicht, fällt in den Köpfen der hypothetischen Entscheider scheinbar nicht weiter ins Gewicht; man tut, was man kann und ist bemüht, gründlich das politisch Richtige zu tun.

        Aber ist es wahrscheinlich, dass die Politik tatsächlich eine Rolle bei der Absetzung von 2254 gespielt hat? Ein Moderator hat in einer der letzten Sendungen beteuert, dass es keine politische Einflussname und sonstigen „Machinationen“ gegeben hat, und sprach diplomatisch von einem „Konsens“, den man erreicht und der schließlich das Aus der Sendung bedeutet hat. Dem Beobachter von außen stellt sich die Frage, wie der Entschluss zur Absetzung senderintern zustande kam. Von wem ging die Initiative dazu aus? Kam sie von unten, aus der Mitte oder doch von oben? Denn das ist die eigentliche Frage. Dass es keine direkte politische Einflussnahme gegeben hat, kann aus meiner Sicht als sicher gelten. Hier kann es nur auf die Nachwirkungen der politischen Machtgesichtspunkte, d.h. der Maßgabe der Aushandlungsprozesse zwischen den wichtigen Parteien, ankommen, die die Auswahl der Direktoren und Intendanten der öffentlich-rechtlichen Sender entscheiden. Jemand, der einer bestimmen politischen Konstellation seine Führungsposition verdankt, wird aller Wahrscheinlichkeit in seiner Amtsführung – ob bewusst oder unbewusst – hier und da durch sie beeinflusst. Oftmals haben diese Menschen eine parteinahe Sozialisation hinter sich, die zu den Auswahlkriterien gehört und sie im Sinne der Parteiführungen und in den Grenzen der unvermeidlichen, prinzipiellen Offenheit der Zukunft berechenbar macht. Selbstevident erscheint mir mithin, dass die Direktoren und Intendanten immer eine besondere Nähe und Kenntnis des „Politikbetriebs“ aufweisen und dass die eigene politische Sozialisation und die Auswahlprozesse auf eine – mangels Insiderkenntnissen – schwer zu beschreibende Art und Weise immer wieder die Personal- und Programmgestaltung beeinflussen.

        Ob all dies nun wirklich eine Rolle für die Zukunft einer Sendung gespielt hat, die man im größeren Ganzen des Verhältnisses zwischen Politikbetrieb und etablierten Medien als absolute Marginalie bezeichnen muss, erscheint trotz allem grotesk. Bisher muss vieles im Unklaren bleiben. Man kann nicht wissen, wie, wer und warum die Entscheidung zur Absetzung getroffen hat. Hat man als Hörer ein Recht darauf, aussagekräftige Antworten auf diese Fragen zu erhalten? Werden die Einschaltquoten für 2254 gemessen, und sind sie eine Grundlage für die Entscheidung gewesen? Fielen sie gegenüber den vorigen und nachfolgenden Sendungen auf dem Sender oder im Vergleich zu Sendungen anderer Sender zur gleichen Sendezeit negativ aus? Gab es einen negativen Trend bei den Einschaltquoten? Waren die Kosten für 2254 höher als möglich, und man sah hier Einsparpotenzial? Kurz: Gab es ökomonische, rational nachvollziehbare Gründe für die Absetzung? All dies sind berechtigte Fragen, die noch ihrer Beantwortung harren.

        Eines ist für mich jedenfalls schon jetzt klar: Ich werde, wenn „2254 2254- Nachtgespräche“ bald aus dem Programm verschwunden sein wird, nachts nicht mehr Deutschlandradio Kultur einschalten. Die Sendung war für mich eine direkte Motivation, den Sender anzuwählen. Musik- oder Wortsendungen ohne Zuhörerbeteiligung sind für mich um diese Zeit nicht interessant. Ich brauche Deutschlandradio nicht, um mich politisch wie kulturell zu informieren – dazu sind die Alternativen im Internet, Social Media und TV zu gut und zu zahlreich. Mit dieser Sendung mit Hörerbeteiligung im Zentrum zu einem breit gefächerten Themenfeld und einem klar erkennbaren Schwerpunkt auf (tages-)politisch und (zivil-)gesellschaftlich relevanten Themen besaß Deutschlandradio Kultur in der Tat ein Alleinstellungsmerkmal. Dass der Sender damit in diesem Punkt wieder in die amorphe, einseitig-passive und anonyme Dauerberieselung der Massenmedien zurücksinkt, ist vielleicht auch einfach nur einer hinter Geschäftigkeit und Wichtigtuerei sich verbergenden Ignoranz, Unachtsamkeit und gar schieren Inkompetenz der verantwortlichen Köpfe geschuldet.

      • Das Wort „Konsens“ haben gleich zwei Moderatoren benutzt. Offenbar ist das die verordnete Sprachregelung beim Deutschlandradio, dennn wäre es tatsächlich ein Konsens, müssten ihn ja auch die Moderatoren mitgetragen haben. Alle Moderatoren, die seit Bekanntwerden der Entscheidung auf dem Sender waren, haben jedoch das Gegenteil erkennnen lassen. Joachim Frank hat heute nacht zu Recht die „Werbesprech“-Rechtfertigung der Einstelllung kritisiert. Sie ist dermaßen nichtssagend, dass ich sie als Beleidigung der Hörerschaft empfinde. Finanzielle Gründe waren für die Einstellung nicht ausschlaggebend. Moderatoren muss der Sender für die nächtliche Musikdudelei auch bezahlen. Im Gegensatz zu den GEMA-Gebühren für die Musik verursachen die Anrufer keine zusätzlichen Ausgaben. Die zwei Leute in der Regie sind sicherlich auch nicht so teuer wie die GEMA. Deshalb vermute ich die praktizierte Meinungsfreiheit als den wahren Grund für die Ei´nstellung. Die Einstellungen der Anrufenden sind oft sehr kritisch. Das hat wohl nicht jedem gepasst. Im Übrigen sehe ich Meinungsfreiheit genau wie sie als den Respekt auch vor anderen Meinungen als den eigenen. Da halte ich es mit Voltaire, der versprach, für die Redefreiheit seines politischen Widersachers zu streiten, auch wenn er dessen Einstellung nicht teile. Gerade die Unterschiedlichkeit der Persönlichkeiten und Haltungen ist für mich das Interessante an 2254. Diese Sendung war neben der „Fazit“-Abendsendung und dem Nachrichtenüberblick um 22.30 Uhr der Grund, vom Hessischen Rundfunk morgens und abends zum Deutschlandradio zu wechseln. Wenn 2254 weg ist, werde ich wohl wieder zurückwechseln. Schließlich möchte ich noch betonen, dass auch die „abwegigen“ oder „unklaren“ oder gar „schrillen“ Leute, die bei 2254 inzwischen sehr selten zu Wort kommen, dazugehören. 2254 ist eben das pralle Menschenleben. Das soll auch so bleiben: Rettet 2254! fjh

    • Entschuldigung, ich habe diese Seite entdeckt und möchte eine eben an den Radiosender geschickte mail als Kommentar einsetzen.
      Hoffentlich ist es ok, ich hatte das Bedürfnis:

      Sehr geehrte Damen und Herren,
      als eher unregelmäßiger aber treuer Hörer habe ich heute mit großem Erstaunen
      mitbekommen, dass die Sendung eingestellt werden soll.
      Ich habe noch nie dort angerufen, ich erfreue mich einfach der Kompetenz der
      vielen anderen Anrufer.
      Es machte mich sprachlos, wie der verantwortliche Programmverantwortliche
      die Streichung der Sendung begründete und bin sehr stolz auf die
      so kultivierten Anrufer, die sich zum Thema meldeten.
      Übrigens wollte ich mich in irgendeinem Forum dazu äußern, bin auf der
      Facebook-Seite gelandet und wollte mich nicht dort anmelden.
      Das erscheint mir alles etwas absurd, dass ich mich dort fast anmelde,
      um die Sendung zu retten, die mich so gut aufgeklärt hat, dass ich mich nicht
      bei Facebook anmelden sollte.
      Es wird ein Riesen-Bürger-Begehren geben! Es tun mir wirklich die Leute
      leid, für die es eine der wenigen sozialen Kontakte im Leben gab, auch
      wenn sie (nur) passiv daran teilnahmen.
      Ich selbst bin 40 Jahre alt und habe meine guten sozialen Kontakte im Leben.
      Aber wie viele ältere Menschen konnten sich nur daran nähren, hoffentlich
      verzweifeln diese nicht….
      Warum immer verändert werden muss??
      Damit man merkt, dass es neue Entscheidungsträger gibt??
      Pardon,
      Rando

    • Einem Görlitzer, der am 16.6.14 bei „…2254“ zu Eingaben an den BUNDESPRÄSIDENTEN und die B-KANZREERIN aufrief, hat Fr. Lemke die Sinnlosigkeit verdeutlicht: Der Deutschlandfunk ist k e i n Staatssender!
      Frage: Wer kann konkret die Verantwortlichen stoppen (Name, Funktion, E-Mai-Adresse, …)?
      Jürgen Frank

  2. Ja die Sendung muss bleiben. Was bilden die sich denn ein? Leben von unseren Gebuehren u. wollen bestimmen was wir zu hoeren haben? Frechheit!

    • Soeben hat Birgit Kolkmann die Katze aus dem Sack gelassen. Statt Hörermeinungen soll es künftig Gedudel geben. Die nächtlichen Musiksendungen sind, außer wenn Jürgen Liebing Chansons zu einem Thema vorstellt, meist Werbung für die Musikindustrie. Dort werden die neuesten CDs des jeweiligen Musik-Genres vorgestellt. Also plant das Deutschlandradio Werbung anstelle von Meinung. Kritik und Demokratie sind offenbar unerwünscht. Dagegen sollten die vom Maulkorb bedrohten Hörer protestieren. Ob das nutzt, mag fraglich sein; es nicht zu probieren, wäre töricht. Zu der Frage bezüglich der jangeblichen üdischen WEltverschwörung: Dieser Anruf kam von jemandem, der gelegentlich anruft. Er lebt in Süddeutschland, ist aber nicht deutscher Herkunft. Die Moderatorin Birgit Kolkmann hat ihn klar und freundlich zurechtgewiesen. Ich kam direkt danach und habe mich bei ihr dafür bedankt. Der Anrufer nimmt gelegentlich an den nächtlichen Diskussionen teil. Meist wirkt er etwas „wurschtig“. Ganz gewiss ist er weder ein Nazi noch ein Antisemit. Ihm mangelt es nur an klarem Denken über die Wirkung dessen, was er zum Schlechten gibt. Vielleicht sind ihm Sprache und Kultur auch nicht vertraut genug. Jedenfalls war das ein absoluter Ausnahmefall. Die vielen klugen Beiträge allein sind Grund genug für mich, die Sendung zu hören, wenn immer ich nachts wach bin. #Rettet2254 heißt der Hashtag zum Protest auf Twitter. Bei Facebook bin ich nicht und gehe aus Prinzip auch nicht auf diese Site. Wer sich dort tummelt, der möge diesen Beitrag vielleicht dort verlinken. Der Kurzlink lautet: http://fjhmr.de/2254

    • Weiter unten hat Fr. Seidel auf die Selbstverpflichtungserklärung hingewiesen. Dort ist zu lesen:

      2. Der Hörer als Adressat und zentraler Bezugspunkt der Programmgestaltung
      Der Nationale Hörfunk versteht sich als Dialogmedium. Deutschlandradio bemüht sich in seinen Sendungen und bei Außenveranstaltungen um den direkten Dialog mit den Hörern. Es nutzt alle technischen Möglichkeiten des interaktiven Radios, um die Interessen seiner Hörerschaft zu erkunden und in seiner Programmarbeit zu berücksichtigen. Es wird die Sachkunde der Hörer für Expertendiskussionen genutzt. Intendant und Programmdirektor stehen den Hörern in eigenen Sendungen Rede und Antwort. Deutschlandradio dankt seinen Hörern in speziellen Kurzbeiträgen für ihre Gebühr, durch die die Produktion des Nationalen Hörfunks ermöglicht wird.

  3. Dank an Franz-Josef Hanke für seinen Einsatz zur Rettung der Sendung „2254 Nachtgespräche am Telefon “ des Deutschlandradio Kultur!!! Ich bin entsetzt, dass diese erfolgreiche, beliebte Sendung eingestellt werden soll. An den verantwortlichen Programmdirektor des Deutschlandradio, Andreas-Peter Weber, habe ich einen Protestbrief geschrieben. Wer dies noch tun will, hier die Adresse:
    Andreas Peter Weber, Programmdirektor Deutschlandradio,
    Deutschlandradio
    Raderberggürtel 40
    50968 Köln

    • Genau so ist es: Man muss sich direkt an den Programmdirektor wenden und ihm die Hölle heiß machen! Protestiert gegen die Arroganz von Radiomachern, die sich aus den Hörern nichts machen! Wenn ich manche Anruferin höre, die von ihrer Behinderung spricht und hörbar aufblüht, während sie zu dem Thema“Inklusion“ Stellung nimmt, dann möchte ich den Verantwortlichen für die Einstellungsentscheidung am liebsten verordnen, diese Frau einen Monat lang zu pflegen. Mit 2254 könnten sie diese Hörerin effektiver und humaner unterstützen.

      fjh

      • Da Sie DRadio anlässlich der Absetzung die „Berichterstattung über Demokratie“ absprechen, muss ich annehmen, dass Sie bislang der Illusion erlegen waren, Progammgestaltung sei eine demokratische Angelegenheit.

        Darf ich fragen, wie es zu diesem Missverständnis gekommen ist?

        Und wie stellen Sie sich eine demokratische Entscheidung vor? Einschaltquoten? Ich fürchte, dann würde es die Sendung schon lange nicht mehr geben. Auch die Tatsache, dass dort ständig die gleichen Leute anrufen und durchkommen, spricht nicht unbedingt dafür, dass die Sendung besonders viele Hörer hat.

      • „Programmgestaltung sei eine demokratische Angelegenheit“, habe ich niemals geschrieben. Auch in den anderen Kommentaren dieses Blogs habe ich dergleichen nicht gelesen. Es geht um etwas Anderes: Wenn Sender über Länder wie China oder Russland, Weißrussland oder Nordkorea berichten, dann prangern die Journalisten dort häufig undemokratische Verhältnisse an. Die „Übberlegenheit“ der Position, aus der sie das mit Recht tun könnten, ergäbe sich aber unter Anderem auch daraus, dass sie in ihrem eigenen Umfeld in demokratischen Verhältnissen leben und arbeiten. Ob das im Öffentlich-Rechtlichen Radio der Fall ist, bedarf durchaus weiterer Diskussion. Offenkundig undemokratisches Verhalten wie im DLR schwächt aber sowohl die Position des Senders als auch die seiner Berichterstatter im Umgang mit demokratischen Verhältnissen nach dem Motto: „Wer im Funkhaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!“ Im Übrigen möchte ich auf die Rundfunk-Urteile des Bundesverfassungsgerichts hinweisen, die dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk Staatsferne abverlangen. In seinem jüngsten diesbezüglichen Urteil zum ZDF als Reaktion auf die Koch-Brender-Affäre weist das BVerfG ausdrücklich hin, dass die Rundfunkräte auch mit solchen Gruppen zu besetzen sind, die keiner der im Parlament ve3rtretenen Parteien zuzurechnen sind. Die Gremien der Öffentlich-Rechtlichen sind Sachwalter der Interessen ihrer Zuschauer und Hörer. Deshalb erwarte ich von diesen Gremien, sich für den Fortbestand des Nachttalks 2254 im Deutschlandradio einzusezten. #Rettet2254 Ich bin gespannt, wie die Diskussion mit Dr. Heinendahl gleich aussehen wird. #Rettet2254 Gruß an alle „Nachteulen“, „Nachtgeister“ und „in die Runde“! fjh

  4. Ich bin da auch seit Anfang an Stammhörer, aber man muß es auch mal von der sachlichen Seite betrachten: Es sind dort die besten Radio-Moderatoren überhaupt aktiv, und die kosten eine Menge Geld. Wer nicht nur Stammhörer dieser Sendung, sondern dieses Programms ist, merkt ja schon seit geraumer Zeit, daß an allen Ecken und Enden Geld gespart wird. Es gibt inzwischen absurde Wiederholungs-Phänomene, und das Musikprogramm verflacht exponential. Außerdem liegt die Sendung eine Stunde zu spät. Wer kann schon bis 2 Uhr aufbleiben! Ältere Menschen können das leichter wegstecken, weil sie weniger Schlaf als Jüngere brauchen. Dadurch kriegt die ganze Sendung tendenziell auch ein „demografisches“ Problem. Aber die 0-Uhr-Achse kann man natürlich auch nicht einfach rauskegeln. Also leider viele Gründe, die gegen die Sendung sprechen.

    • Die besten Moderatoren bekommen leider auch nicht wesentlich mehr Geld als andere. Die späte Stunde ist auch für mich oft ein Hinderungsgrund, der Sendung zu folgen. Aber Musikgedudel wäre meines Erachtens nicht billiger. Ein Sender, der WErt auf Hörerbindung legt, würde eine Sendung wie 2254 niemals einstellen. fjh

    • An Bernd Adam,
      wir wollen hier sicher nicht darüber streiten, wo die öffentlich, rechtlichen Rundfunkanstalten Geld an falscher Stelle ausgeben. Bei der Sendung „2254-Nachtgespräche am Telefon“ wird ein Markenzeichen des Senders ohne Not aus dem Programm geworfen.
      Laut neuem Programmschema für Deutschlandradio ab 21.Juni soll „Gutes noch besser werden…“ Wenn die Programm-Macher eine erfolgreiche Sendung sreichen, wird Gutes schlechter. Dies kann nicht im Interesse der Deutschlandradio-Hörer liegen, die zu der einschneidenden Programmänderung sicher nicht befragt wurden.

    • Herr Adam, welche Begründung sollte ein „‚demografisches‘ Problem“ hier haben? Die DR-Gruppe finanziert sich, soviel ich weiß, nicht aus Werbeeinnahmen, sondern komplett aus Gebühren, die Jung und Alt gleichermaßen entrichten. Aus ökonomischen Gründen muss demnach nicht die branchenübliche, werberelevante Zielgruppe prioritär anvisiert werden. Ungleich mehr als diese Sendung steht, wie jeder weiß, die bundesdeutsche Gesellschaft vor einer demografischen Herausforderung. Wenn die Sendung älteren und behinderten Menschen ein Forum bietet, sich an öffentlichen Diskursen zu beteiligen, ist dies im Sinne einer inhaltlich fundierten, freiheitlich-demokratisch verfassten Gesellschaftsordnung. Dieser muss an der Inklusion und Partizipation von schwer erreichbaren Gruppen gelegen sein – und zwar über die Stimmenabgabe alle vier Jahre hinaus.

      DRK ließ wissen: „Mit dem Ende von 2254 tragen wir auch den veränderten Kommunikationsformen Rechnung. Dank der sozialen Medien wie Facebook oder Twitter findet der Austausch mit Hörerinnen und Hörern intensiver, unmittelbarer und vor allem permanent statt – und nicht nur einmal täglich und dann auch noch mitten in der Nacht, sondern in Echtzeit im Netz. Mehr Hörerbeteiligung und Kommentierung war nie!“
      [ Siehe die Facebook-Gruppe zum Thema: https://www.facebook.com/groups/254738348064277/ ]

      Tendenziell werden damit ältere und vielleicht auch blinde Menschen, die recht häufig in der Sendung anriefen, ausgeschlossen. Abgesehen von diesem gewichtigen Einwand, trägt das Argument dieser Stellungnahme nicht, weil die schriftliche Kommunikation via Social Media sehr deutlich dazu tendiert, oberflächlicher als die audiovisuelle zu sein. Eine wachsende Zahl von wissenschaftlichen Studien aus verschiedenen Disziplinen ist dabei dies nach und nach zu bestätigen. Social Media als Ergänzung, nicht als Ersatz!

      Was die Qualität der Moderatoren angeht: Nicht immer konnten die Moderatoren auf problematische Inhalte aus dem Stehgreif reagieren und ließen „diese so stehen“. Das ist auch keine leichte Aufgabe, denn manchmal wäre dafür vllt so etwas wie themenspezifisches Expertenwissen nötig gewesen. Ich bin aber der Auffassung, dass die Markierung des Gegenstandpunktes an mancher Stelle unverzichtbar gewesen ist, noch etwas häufiger als bisher geschehen. Zugleich bleibt das ein Drahtseilakt, da es nicht um die „Meinung“ der Moderatoren gehen soll. Die Meinung der Anrufer sollte, wenn möglich, einer gewissen Objektivität und Faktizität gegenübergestellt werden. Wiederkehrende Aspekte in den Anrufen der Hörer, die politisch fragwürdig sind, könnten bei sorgfältiger Vorbereitung selbst zum Thema gemacht werden.

      Und Herr Adam, Sie schreiben viele Gründe sprächen gegen die Sendung. In Ihrem Posting sehe ich im Wesentlichen nur zwei: die Sendung sei zu teuer und die Hörerschaft zu alt. Bedenken Sie, dass es keinen adäquaten Ersatz für die Sendung zu einer früheren Sendezeit geben wird. Meine Argumentation zeigt, dass die Gründe „Geld“ und „Alter“ kaum tragfähig und in Bezug auf den Abwägungsprozess arg verkürzt sind. „Gute Gründe“ sind das ohnehin nicht. Aus gesamtgesellschaftlicher Sicht gibt es im Gegenteil gute Gründe für die Sendung. Aus dieser Sicht ist die Absetzung suboptimal. Wenn hier indes doch politische Erwägungen im engeren Sinn zum Tragen gekommen sein sollten, kommt man selbstverständlich zu einem anderen Ergebnis. Womit ich auf mein zweites Posting auf dieser Seite verweise.

      • Sammelantwort: Das Musikgedudel ist ganz gewiß billiger, denn hier steckt ja kein journalistischer Gehalt drin. Auch sind die Musikredakteure der „Tonart“ weit von der Ausstrahlung der 2254-Moderatoren entfernt (mit einer oder allenfalls zwei Ausnahmen). Für die Annahme spricht auch, daß die Freitagmitternacht-Sendung ja zu einer Musiksendung geworden ist. Und auch hier haben wir aus den letzten Jahrzehnten etliche Meilensteine der Rundfunkgeschichte in Erinnerung.

        Gutes wird schlechter: Die Einschätzung ist richtig. Trotzdem scheint das nicht „ohne Not“ zu passieren. In der vergangenen Nacht (heute morgen) hat ja die Moderatorin vorsichtig angedeutet, daß es offenbar ein Reichweitenproblem gibt.

        Demografisches Problem: Das Problem ist nicht die Frage der Einbeziehung einer sozialen Gruppe, sondern daß quasi zwei Drittel der Hörerschaft (wahrscheinlich mehr) von der Sendung ausgeschlossen werden. Daß man für diese Gruppe den Mitschnitt online stellt, ist ein untauglicher Schritt, sie einzubeziehen. Weil aber eben die älteren Hörer zugleich von den „modernen“ Kommunikationsmitteln ausgeschlossen sind, schmort die Sendung im eigenen Saft. Das ganze ist ein Teufelskreis.

        Wir sind uns einig, daß hier ein bedeutendes Kunstwerk beerdigt wird. Aber dafür haben wir aus der Mediengeschichte genügend ähnliche Beispiele. Der Journalismus ist nun mal im Augenblick in einer schwierigen Lage. Was wird eigentlich aus der Wurfsendung?

  5. Was das von der Moderatorin angeblich angedeutete „Reichweitenproblem“ anlangt (Sie meinen vermutlich den wiederum angeblich „schlechten Ruf der Sendung“ – sonst kann ich mich an keine solche Andeutung erinnern), soll das wohl Erfolglosigkeit in Gestalt von geringen Einschaltquoten meinen. Wenn die Einschaltquoten nicht ausreichend waren, hätte der Sender in seiner Stellungnahme zur Absetzung diesen Grund vorbringen können. Ist aber nicht der Fall. Selbst wenn die Quoten schlecht waren, sollte man bedenken, dass die Sendung auch gestreamt wird, und da gibt es keine Quoten zu.

    Was den angeblichen Ausschluss von 2/3 der Hörerschaft betrifft, ist das nur sekundär ein „demografisches Problem“. Primär ist eine etwaige Aufspaltung der Hörerschaft in Ein- und Ausgeschlossene in Bezug auf die Sendezeit durch die Trennlinie zwischen einem Teil mit Normalarbeitsverhältnis und einem anderen mit Rente, Schichtarbeit oder Arbeitslosigkeit charakterisiert. Regelmäßig rufen z.B. Schichtarbeiter an. Macht man die Altersstruktur als solche zum Thema, ist anzumerken, dass etwa ein Drittel der Anrufer unter 50 ist. Es kann sein, dass der Anteil dieser Menschen unter den Hörern noch etwas höher ist.

    Ist die Steigerung der Einschaltquoten das Ziel, gibt man den Hörern eine Sendung zu einem früheren Sendetermin. Damit würde man alle besser stellen. Die Hörer, die den späten Sendetermin nicht wahrnehmen können, haben nichts davon, dass die Sendung abgesetzt wird. Die Hörer von 2254, deren Zahl nicht bekannt ist, gehören aber zu den Verlierern der Programmreform. Da kein Ersatz geschaffen wird, gibt es unter den Hörern durch die Reform anscheinend keine Gewinner und mehr Verlierer. Maßgabe ist `ne tägliche, stündliche Sendung mit Hörerbeteiligung im Zentrum.

    Für mich ist 2254 kein „bedeutendes Kunstwerk“, und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass in dieser Formulierung ein Anflug von Sarkasmus auszumachen ist. Dass die Sendung das nicht ist, ist aber kein Grund, sie einzustellen. Am Beispiel der Atomtechnologie – um nur eines zu nennen – sollte eigentlich schon jeder gelernt haben, dass die Zeit des blinden Fortschrittsoptimismus vorbei ist.

    • Im Sinne der Kunstauffassung von Deutschlandradio Kultur ist es schon ein Kunstwerk. Auf jeden Fall viel mehr als eine „Radiosendung“. Dumm, daß sie sich dann hier von ihren eigenen Wertmaßstäben verabschieden. Das haben sie allerdings schon getan, als die 00800-Kennmelodie gestrichen wurde.

      Verlierer der Programmreform sind alle Hörer, nicht nur die von 2254. Sie hat ja wahrscheinlich die Absicht, in der Hoffnung auf neue Hörer einen Teil der alten aufzugeben.

  6. Sehr gut geschrieben, vielen Dank dafür! Das so genannte „demografische Problem“ kann ich insofern widerlegen als daß ich selbst u35 bin und zahlreiche gleich alte Freunde und Bekannte habe, die diese Sendung gerne hören oder hörten. Angerufen habe ich nie, besonders bei politischen Themen höre ich lieber zu und freue mich an den oft fundierten Äußerungen. Herr Gutzeit aus Leipzig gehört zu meinen liebsten Anrufern, ich mag es sehr gern, wie er sich engagiert. Außerdem ist Herr Belachico (stimmt der Name so?) ein für mich äußerst interessanter Anrufer, auch wenn er manches Mal ausgebremst wurde. Mir fallen noch viele Stammanrufer ein, deren Wortmeldungen ich sehr schätze. Eine Stunde länger Tonart ist auch keine besonders kreative Lösung. Ob man die einzelnen Tonart Sendungen nun thematisch mag oder nicht, spielt dabei für mich keine Rolle. Ich sitze oft um diese Uhrzeit noch am Schreibtisch und höre live zu, oder höre später in der Mediathek nach. Die Sendung am Samstag ist kein Ersatz für 2254. Mit besten Grüßen! Claudia

    • Das Argument „demografisches Problem“ empfinde ich als diskriminierend für ältere Mitmenschen. Als mehrfach Behindertr konnte ich bei 2254 anrufen und von Fall zu Fall entscheiden, ob ich eine meiner Behinderungen preisgebe oder nicht. Da mich keiner sieht, bin ich dort allen anderen absolut gleichgestellt. Im Alltag ist das leider oft anders. Die Quotenfrage halte ich ebenso für Unsinn wie die Geldfrage. Nachts hören eben besondere Leute – beispielsweise Schicharbeiter und Menschen mit Schlafstörungen – zu. Gerade diese Hörerschaft hat auch ein Recht auf ein adäquates Programm. Von „Kunstt“ hat meiner Erinnerung nach in den Sendungen, die ich gehört habe, niemand gesprochen. Josef Matthes sprach von „Kultur“. Und dieser Begriff passt absolut. Leider geht aber in Deutschland die demokratische Kultur im Sinne von Toleranz, Interesse an den Meinungen Andersdenkender und Solidarität mit denen, die ihrer bedürfen, ebenso den Bach runter wie guter Journalismus. 2254 war ein positives Beispiel. Daran haben die Hörer und die Moderatoren ihren Anteil. Die Gesprächskultur war im Großen und Ganzen vorbildlich, weil sich zumindest die meisten sehr um Fairness bemüht haben. Facebook ist ebensowenig eine Alternative wie die Samstagssendung. Dreimal habe ich bei der Samstagssendung mehr als eineinhalb Stunden in der Leitung gesteckt, ohne auf den Sender zu kommen. Die Zeit habe ich samstagsvormittags nicht. Abends eine knappe Stunde zu warten, kann ich mir hingegen schon leisten. Allerdings waren alle Drähte belegt, seit das Ende von 2254 bekanntgeworden ist. Fuckbook ist eine Datenkrake übelster Sorte. Wer Leute auf Facebook lockt, leistet damit Beihilfe zur Entblößung von Privatheit. Wer sich da tummeln will, mag das tun; aber Deutschlandradio sollte sich schämen, dergleichen als Alternative anzupreisen. Ihr lieben Nachtgespenster oder besser -geister: Ich bin begeistert von Eurer Bereitschaft, für Eure Sendung zu kämpfen. Wer so eine beliebte Sendung mit einer so hohen Identifikation schließt, der kann eigentlich nicht bei Trost sein. Aber vielleicht kommt der Pfingstgeist ja noch über die Verantwortlichen hernieder …. #Rettet2254 auf Twitter, im Äther und meinetwegen auch auf Facebook! fjh

  7. ich, Jahrgang 47, schreibe tägl. eine protestmail mit div. Begründungen, die mir
    wichtig sind. meine „hörerfamilie“ wird zestört. zu den namentlich genannten will ich
    noch frau hinrichs, Kempten/Allgäu, und Herrn radsangerkorn(?) erwähnen. letzterer
    kommt noch selten zu wort, allerdings , sprach er immer sehr viel, sehr fundiert,
    sehr schnell, so daß ich leider manchmal nicht mehr ganz folgen konnte. die Sache
    mit Facebook und ältere hörer ist auch ein Problem: ich beschäftige seit knapp 10
    Monaten mit Computer/Internet und kenne mich noch immer nicht so aus, wie meine
    tochter, die damit großgeworden ist. es wird nicht wenigen so gehen wie mir, die
    ohne Laptop ein stück Lebensqualität vermissen würde.
    herzliche grüße else (in den Protesten bezeichne ich mich als nachteule)

    • Es ließen sich noch Hörer ohne Ende nennen, z. B. die gedichtelesende Lehrerin aus Thüringen. Oder den Münchener Musikinstrumentenbauer. Man sollte mal die Anzahl unterschiedlicher Anrufer aus 2254 gegen die Anzahl zitierter Personen in der Sendung Ortszeit aufwiegen, sagen wir, im Laufe eines Jahres. Wahrscheinlich würden die Hörer hier das Rennen machen – obwohl der Sendung vorgeworfen wird, daß immer die gleichen Leute anrufen.

      • Liebe Nacht(talk)Schwärmer! Den Vorwurf, es meldeten sich häufig dieselben, kann man durchaus äußern; doch vielfach hat die Regie das – auch einmal in meinem Fall – verhindert mit dem Verweis, dass ich bereits einmal in der betreffenden Woche durchgekommen war. Außerdem finde ich:Statt der in den Nachrichten überall üblichen Mächtigen lieber im Nachttalk die üblichen Verdächtigen! Zudem sollte sich die Programmdirektion einmal ihre soziale Verpflichtung klar machen: Wo sonst als bei 2254 haben Schicht- und Nachtarbeiter eine so herausragende Möglichkeit zu´Meinungs- und Gedankenaustausch über aktuelle Themen aus Politik, Kultur und Alltag? Viele Behinderte und ältere Menschen habe ich im Nachttalk während der knapp zehn Jahre gehört, seit ich die Sendung kennengelent habe. Besonders für sie stellt Facebook keine ernsthafte Alternative dar. Ich verweigere mich Facebook wegen seiner Missachtung der Mindestanforderungen an Persönlichkeits- und Datenschutz. Trotzdem finde ich es sehr gut, dass es dort eine Gruppe zum Erhalt von 2254 gibt. Jürgen F. Edelmann hat recht, wenn er den Nachttalk als ein in dieser Form in der deutschen Rundfunklandschaft einmaliges Format bezeichnet. Auch stimme ich mit ihm in der Einschäftzung überein, dass der Protest gegen die Einstellung der Sendung sehr beachtlich ist. Die Entscheider haben mit ihrer Ignoranz gegenüber den Hörern ein Pfund weggeworfen, it dem das Deutschlandradio bislang wuchern konnte: Korrespondenten mahnten Demokratie in vielen Ländern nicht nur an; der Sender praktizierte sie im eigenen Programm! Jedes Medium macht seine Arbeit für die Hörer. Eine Sendung von Hörern ist die demokratischste Form von Radioprogramm. Nun stellt sich die Programmdirektion gegen ihre Hörer. Damit macht sie das gesamte restliche Programm in seinem demokratischen Anspruch fragwürdig. Also: #Rettet2254 auf Twitter, per Mail, Brief und auf Facebook! fjh

  8. Auf der der 2254-Facebook-Seite (2254 darf nicht sterben) gibt es eine Unter-Seite in Form einer „Veranstaltung“, nämlich zur bevorstehenden Sendung mit Abteilungsleiter (oder Programmdirektor) Heimendahl: https://www.facebook.com/events/318021135029668/

    Dort habe ich einige Aspekte angesprochen, die in die weitere Diskussion eingehen könnten.

    • Lieber Bernd Adam, da ich mich Facebook grundsätzlich verweigere, wäre es schön, die Informationen auch anderswo lesen zu können. Aber das ist wahrscheinlich zuviel verlangt. Facebook verträgst sich weder mit meinem Verständnis von Persönlichkeits- und Datenschutz noch mit den notwendigen Sicherheitseinstellungen meiner assistiven Technologie. Dennoch finde ich es gut, dass es diese FB-Gruppe gibt. In der Sendung vorhin hat Birgit Kolkmann das Gespräch mit dem Abteilungsleiter Heinendahl für die kommende Nacht (Dienstag auf Mittwoch) angekündigt. Sie hofft dabei auf eine Verlängerung bis 3 Uhr. Ich hoffe auf eine Verlängerung der Sendung um mindestens weitere 22 Jahre. Meines Erachtens kommt 2254 dem Radio-Format der Zukunft sehr nahe. Wie viele andere bin auch ich es leid, überall immer dieselben Politiker und „Experten“ hören zu müssen, die dann meist irgend ein Nebelsprech absondern. Klare Worte sind mir da lieber, selbst wenn sie manchmal nicht meiner Meinung entsprechen oder nicht druckreif ausformuliert sind. Ich hatte das Glück, von Mitte der 80er bis Ende der 90er Jahre regelmäßig für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk arbeiten zu dürfen. Damals hatten wir hervorragende Kollegen beim Hessischen Rundfunk und beim Deutschlandsender Kultur, von denen ich viel gelernt habe. Den Qualitätsverlust von einem informativen Programm hin zum Dudelfunk habe ich hautnah miterleben müssen. Das Argument war immer, der Öffentlich-Rechtliche müsse sich für die Konkurrenz der privaten Radiosender wappnen. Ergebnis war, dass beide immer weniger unterscheidbar wurden. Aus diesem Grund habe ich vor vielleicht acht Jahren Deutschlandradio Kultur als Alternative zum HR festen Bestandteil meiner Hörgewohnheiten gemacht. Nun aber scheint mir, dass gegen den Qualitätsverlust im Radio kein Kraut gewachsen ist. Ich prognostiziere aber, dass Sendungen wie 2254 auch tagsüber in Mode kommen werden, weil immer mehr Leute selbst mitreden und das Radio demokratisieren wollen und weil sie das Geblubber der Politiker leid sind. Das Wesentliche an Politik ist doch ihre Wirkung auf die Menschen und deren Alltag und nicht, ob Angela Merkel in Schweden mauschelt oder Jean-Claude Juncker nun allen vorherigen Versprechen zum Trotz doch nicht Kommissionspräsident werden soll. 2254 ist das Gegengift gegen Volksverhöhnung. Die Politiker sollten mal den Bürgern zuhören und nicht – wie sonst im Radio üblich – umgekehrt. #Rettet2254! fjh

  9. die „wahre wahrheit“ über die einstellung der sendung werden wir wohl nie erfahren.
    für mich ist es eine ganz klar politische.
    wird es in deutschland ( ddr 2.0 ! ) für die “ ansager “ in der politik gefährlich, wird drauf gehauen.
    ich korrigiere, wird in diesem fall die freie und ehrliche meinung des hörervolks einfach abgeschaltet.
    und jetzt etwas ganz wichtiges. ohne den 3.10.1990 und seinen daraus neu entstandenen alltagsleben in diesesm deutschen gemeinwesen gäbe es heute diese aktion des senders mit „sicherheit“ nicht.
    es ist seit dem 3.10.1990 viel zu viel merkwürdiges gedankengut, welches durch menschen mit jahrzehntelanger ddr-sozialisierng in die deutsche demokratie eingedrungen. diese menschen sind in fast alle positionen des öffentlichen lebens bis in höchste staatsämter präsent. dies kann nicht gut sein und ist das resultat der heutigen zeit.
    ich kann nur hoffen, dass diese meine meinung ohne negative folgen für mich bleibt, denn ich habe schon einmal sehr unter staalichen (ost)sicherheitsorganen gelitten.

    • Herr Ehrlich, Sie sprechen einen wichtigen Punkt an, der mich auch nachdenken läßt, Das ist der Zeitpunkt der
      Einführung der Sendung 2254 bei Deutschlandradiokultur, Die Sendung war die Plattform, um unterschiedliche Auffassungen der Bürger in West und Ost zu Wort kommen zu lassen. Das war einmalig.
      Menschen, die in einer Diktatur oder in einer Demokratie aufgewachsen sind, hörten in 2254 einander zu. Deutschlandradiokultur sieht die Notwendigkeit dieser Plattform heute nicht mehr.
      Wenn dem so ist, vergessen die Programmacher, dass es aktuell notwendig ist, ein Sendeformat zu erhalten, in dem Bürger sich unzensiert äußern können. Die zunehmende schlechte Wahlbeteiligung bei allen Wahlen liegt auch daran, dass die Bürger sich von den Politikern nicht mehr an der Nase herumführen lassen wollen. Mehr denn je hat eine Sendung wie 2254 die Funktion das Vertrauen in die
      die Demokratie zu stärken. Hier können Hörer sagen, was ihnen nicht gefällt in diesem Staat. Deswegen muss das Format dieser Sendung erhalten bleiben.

      • Das Gespräch mit Heimdendahl heute Nacht war viel zu kurz. Wie erwartet, bin ich wieder nicht durchgekommen. Diejenigen, die gerade auf Sendung waren, waren allesamt großartig. Eine Vielzahl von Argumenten wurde vorgetragen. Vor allem die „menschliche Wärme“ beim Gespräch im Radio, bei dem die Stimme sehr viel mehr verrät als ein kurzes Postin im Internet, ist ein sehr wichtiges Argument für den Nachttalk. Facebook oder Formulare und Kommentarfunktionen können keine ernsthafte Alternative zum Nachttalk darstellen, sondern höchstens eine Ergänzung. Auch dieses Blog kann bei Weitem nicht an die Atmosphäre herankommen, die die Sendung auf Deutschlandradio bietet. Das haben die Hörer vorhin klar gemacht. Die von den Verantwortlichen geplante schärfere Konturierung von Deutschlandfunk (DLF) einerseits und Deutschlandradio (DLR) andererseits halte ich tendenziell für sinnvoll. Beide müssen aber Vollprogramme bleiben, die ohne Nutzung eines anderen Mediums für sich allein ausreichend informieren. Die Verlängerung der nächtlichen Sendung „Tonart“ konnte weder Thomas Rudeck und andere überzeugen, noch mich. Häufig betreibt diese Sendung im Übrigen „Schleichwerbung“ für neue Tonträger bestimmter Künstler. Gelegentlich ist sie allerdings wirklich von hohem Niveau. Musik aber als eine Art „Kern“ des DLR-Programms hinzustellen, scheint mir billig. Das wäre dann der Jazz-und-Klassik-Dudelfunk anstelle eines zuvor kulturhaltigen Wort- und Musikprogramms. Heimdendahls Aussage, wer allein den Nachttalk höre, sei „Zaungast“ und damit für ihn anscheinend uninteressant, finde ich überaus merkwürdig. Der Sender sollte sich über jeden Hörer zu jeder Tages- und insbesondere Nachtzeit freuen. Ich selbst bin aus Kritik am Hörfunkprogramm HR1 auf Deutschlandradio gestoßen. Meine Stammsendungen sind die morgendliche und abendliche „Ortszeit“, „Fazit am Abend“ und eben „2254“. Solange Hans Rosenthal mit „Allein gegen Alle“ noch „Aus den Archiven“ geholt wurde, war ich auch dort immer dabei. Seit diese Konserven „durch“ sind, höre ich sonntagsmorgens nur vereinzelt zu. Wenn der Nachttalk eingestellt wird, dann werde ich vermutlich das DLR-Programm wieder verlassen und mich HR-Info zuwenden. Ohnehin finde ich es schon schade, dass die Musik in der Ortszeit immer mehr der von HR2 gleicht und keine Klassik mehr dort vorkommt, wenngleich das auch immer nur kurze Fragmente waren. Interessant fand ich Heimendahls Aussage, es gebe keine harten Zahlen zur Zahl der Zuhörenden in der Nacht. Vielleicht lässt sich da ja mit Briefen und Mails ein wenig nachhelfen. Die Hörerforschung für teures Geld sehe ich im Übrigen kritisch. Da halte ich es mit der altbeannten Aussage von Winston Churchill: „Trau keiner Umfrage, die Du nicht selber gefälscht hast!2 Heimendahl äußerte zum Schluss, er sei „nachdenklich“. Allerdings sei er ja nicht alleine verantwortlich für das Programm. Möge er nachdenken und zu dem Schluss kommen, dass der Nachttalk bleibt. Dafür trete ich auch weiterhin ein. #Rettet2254 fjh

  10. Dass nun auch Deutschlandradio Kultur dem schleichenden Trend folgt, Volkes Stimme Einhalt zu gebieten, ist mehr als beunruhigend.

    Jedes Mal, wenn es in der Samstagssendung „Radiofeuilleton – Im Gespräch“ um Hörermeinungen zum Programm ging, baten die Anrufer darum, die Nachtgespräche zeitlich doch etwas nach vorne zu verlegen, aber dieser Wunsch stieß regelmäßig auf taube Ohren. Und jetzt kann man ahnen, warum das so war. Mich würde doch mal brennend interessieren, wie groß der prozentuale Anteil der Hörer ist, die sich nachts lieber eine „Geräuschesendung“ antun.

    Interessant finde ich, dass von den Stammhörern hier besonders die genannt werden, die ihre Statements etwas emotionaler vortragen, wie z.B. Hr. Gutzeit aus Leipzig. Ich möchte da auch noch Fr. Bischof aus München erwähnen, die ich immer sehr gerne gehört habe. Ich schätze die Zahl der „stillen Zuhörer“ sehr hoch, ich selbst habe mich auch noch nie aktiv an der Sendung beteiligt.
    Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen mit Protestbriefen überschüttet werden.

  11. Finde es so unglaublich überheblich,was diese Verantwortlichen bei DKultur fuer Vermutungen anstellen bezüglich ihrer Hoererschaft. Fuer wen oder vielleicht auch was wollen die eigentlich senden? Klar, im Radio kann man eben keine Klicks zählen.

    • Warum Vermutungen?
      Seit man sich seit einigen Jahren endlich durchgerungen hatte, die Sendung auch als Podcast anzubieten, könnte man doch (wenn man nur wollte) z.B die täglichen Zugriffe veröffentlichen. Ich höre die Sendung z.B. sehr oft über Podcast!

      • Diese Sendung mit dem Kulturchef kam sicherlich zu spät ! Die Entscheidung wird gefallen sein.
        Sie sollte lediglich Druck aus dem Kessel nehmen. Der wöchentlich geplante Nachtfalter in der Samstagnacht wurde auch bereits gecancelt. In der online Programm Struktur als PDF ist er noch drin, aber nicht mehr im Wochenüberblick.
        Dies wäre ja sicherlich eine Alternative gewesen, wenigstens 1x wöchentlich den Talk zu senden.

  12. Ich bin eine der „stillen“ Hörerinnen und entsetzt darüber, dass die Sendung abgesetzt werden soll. Auch wenn ich wirklich müde war, habe ich noch mit Interesse fast jede Sendung gehört, denn andere Meinungen sind mir wichtig und manchmal bringen sie mich zum Umdenken. Angerufen habe ich selbst nur selten, denn zu so später Stunde fällt mir das konzentrierte Reden schwerer.
    Ich hoffe, dass es doch irgendwie weitergehen kann und vielleicht auch zu einem früheren Zeitpunkt.
    Durch die jetzt laufende Sendung bin ich auf Ihren Blog gelangt und mit Interesse Ihren guten Artikel und viele Kommentare, die mir aus der Seele sprechen, gelesen.

  13. Ich bin hoch erfreut, sehr geehrter Herr Hanke, heute Nacht auf Ihre Seite im Internet hingewiesen worden zu sein.
    Wie die meisten stillen oder auch weniger stillen Hörer der Sendung „2254“ bin auch ich der Meinung, dass diese Sendung nicht abgesetzt werden darf.
    Im Gegenteil, ist sie doch eine der wenigen Sendugen in der deutschen Radiolandschaft, bei der der Hörer mit ins Programm eingebunden wird und in der er seine Meinung äußern kann, zu welchem Thema auch immer.
    Nachdem ich gestern vergeblich versucht habe zur Sendung durch zu kommen, möchte ich die Gelegenheit nutzen hier bei Ihnen meinem Missfallen zu der Entscheidung der Intendanz des DEUTSCHLANDRADIOSKULTUR Ausdruck zu geben.
    Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie diesen Blog eingerichtet haben und man auf diese Art und Weise seine Meinung äußern kann.
    Darüber hinaus habe ich aber auch an Herrn Heimendahl eine E-Mail geschrieben, in der ich versucht habe ihm meine Gedanken und Meinung zu diesem Entschluß
    zu formulieren.
    Ich hoffe alle Hörer(innen) tun ein Gleiches, um zum Erfolg zu kommen.
    Mit Zuversicht
    Ulrich Model

    CC
    E-Mail Heimendahl

    Sehr geehrter Herr Heimendahl,

    spät, aber wie ich hoffe nicht zu spät, möchte ich mich zur Aktion ihre Hörer-Sendung
    „2254“ ersatzlos aus dem Programm zu nehmen.
    Es gibt, wie Sie gestern Nacht selber eingeräumt haben, keinen plausiblen Grund, die Sendung einzustellen.
    Denn ihre Hypothese, die Sendung habe zu wenig Hörer und es seien auch immer wieder
    die gleichen, die in der Nacht vor dem Lautsprecher säßen, um dann zum Telefonhörer zu greifen.
    Sie selber haben gestern eingeräumt, dass es über Hörerzahlen dieser Sendung keine verlässlichen
    und belegbaren Zahlen gäbe, denn Marktforschung für dieses Segment sei zu teuer und wenig oder gar nicht
    aussagefähig.
    Wie ich Ihrer Vita entnehme, haben Sie bisher bei einem Sender gearbeitet, der in seiner Gesamtheit
    ein Nieschendasein fristet. Das Nordwestradio wäre schon längst „tot“, wenn es nicht einen starken Partner
    im Hintergrund hätte.
    Denn von der Mediaanalyse ( 1 Prozent) hätte der NDR dieses Programm, dessen Programmverantwortlicher Sie gewesen sind, schon längst abschalten müssen. Selbst NDR Kultur, wie Sie sicher zugeben werden kein Massenprogramm, erreichte die doppelte Anzahl von Höreren.
    Hat der NDR das NORDWESTRADIO einfach abgeschaltet? Nein.
    Nun aber wollen Sie das tun, was Ihnen in Bremen Gott Lob erspart geblieben ist.
    Gegen den Widerstand der Hörer und ihrer eigen Mitarbeiter im Hause, wie sie gestern Abend durchaus gespürt
    haben müssten.
    Es gibt Sünden und Todsünden im Medienbereich. Eine Todsünde im Rundfunk ist es, sehr geehrter Herr Heimendahl, wenn man Programm gegen die Hörer macht. Und Sie sind gerade dabei eine solche Todsünde zu begehen.
    Brecht hat seinerzeit schon erkannt, dass der Rundfunk ein Kommunikationsapparat ist. In einem Aufsatz heißt es bei ihm unter anderem:“…dass das Publikum nicht nur belehrt (wird), sondern auch belehren muss…. Aus einem Distributionsapparat sollte in einen Kommunikationsapparat verwandelt werden…. Er (der Rundfunk) würde, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen. Ihn nicht nur isolieren, sondern ihn in eine Beziehung zu sich zu setzen.
    Das ist es, was „2254“ und andere Sendungen in anderen Sendern zögerlich versuchen und was dem Internet offensichtlich in kurzer Zeit gelungen ist.
    Und es ist, meines Erachtens auch mit der Grund, weshalb den Rundfunkanstalten die Hörer weglaufen. Sie werden zu wenig in das Rundfunkprogramm mit eingebunden.
    Tom Buhrow, der neue Intendant der WDR, hat bei einer Hörerdiskussion kürzlich erkannt und zum Abschluss gesagt:“Der WDR gehört nicht uns, den Machern, sondern seinen Hörern“.
    Ich denke sie sollten ihre Entscheidung „2254“ einzustellen noch einmal gründlich überdenken und alle Wort/Schriftmeldungen ihrer Hörer ernst nehmen.
    Ich denke, wir wollen alle, dass DeutschlanradioKultur ein guter Sender ist, den man gerne einschaltet.
    „2254“ hat dazu beigetragen. Tragen sie die Sendung nicht ohne Not zu Grabe. Viele, viele Hörer, auch die die sich nicht trauen sich zu Wort zu melden, werden es Ihnen danken.

    Mit freundlichem Gruß

    • In der heutigen Sendung hat Herr Kerschke angeboten, man könne sich bei ihm telefonisch oder per Mail melden, wenn man weiterhin mit anderen 2254-Hörern in Kontakt bleiben wolle. Ich habe ihm daraufhin eine Mail geschrieben und angeboten, eine Mailingliste 2254@fjhmr.de einzurichten. Dass der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk den Höern gehört, hat – ein wenig differenzierter – auch das Bundesverfssungsgericht in seinem Urteil zum Fall Brender festgestellt.. Darin hat es erklärt, auch randständige gesellschaftliche Gruppen müssten in den Gremien der Anstalten vertreten sein. Die Gremien dürften nicht nach Parteienproporz besetzt werden. Die vielen klugen, ermutigenden und kämpferischen Beiträge aus der Hörerschaft werden nicht sang- und klanglos an den Verantwortlichen vorübergehen. Ich glaube, schon jetzt ist ihnen klar, dass sie mit dem Beschluss zur Einstellung des Nachttalks einen Kardinalfehler begangen haben. #Rettet2254 auf Twitter, Facebook, im Internet und vor allem auf Deutschlandradio Kultur! fjh

      • Danke, lieber Franz-Josef Hanke, für dieses Blog-Angebot und für den Hinweis auf meinen Aufruf gestern im Programm, diese für die DR-Kultur Verwaltung nicht existente, weil „nicht messbare“, 2254-Gemeinde mit wenig technischem Aufwand zu verknüpfen. Ihre Anregung, eine gerade entstehende Liste von Stützern dieser Nachtgespräche in diesem Blog mit aufzunehmen, werde ich gerne dem Kreis zur Kenntnis bringen und Ihnen je nachdem entsprechende Daten übermitteln.

        Beste Grüße auch an die Mitdiskutanten auf diesen guten Seiten
        aus Köln Ihr
        Erich-Günter Kerschke

      • Die Mailingliste 2254 @ fjhmr.de wird noch eingerichtet. Im Übrigen müssen sich Interessierte dann dort anmelden. Angaben folgen. Göttinnen und dergleichen mögen außerdem bleiben, wo sie wollen; mir geht´s hier um ganz konkrete weltliche Dinge wie den Erhalt von Demokratie im Radio. Wer meint, die Anliegen der Kritiker durch den Kakao ziehen zu müssen, sollte sich bewusst machen, dass er damit seinem Sponsor schadet. fjh

  14. bin auch unendlich entsetzt von meinem Stammsender solch widersinniges Ansinnen zu erleben.
    Ich habe zwar nie angerufen-aber so oft ich konnte die Sendung gehört.
    Die Beiträge, die dort liefen hätten jeder Demokratie zur Ehre gereicht.Soviel Sachverstand der Hörer und der Moderatoren würde ich den politsch verantwortlichen jemals wünschen.
    Ich wünsche mir als Hörer, das wir uns wehren.Ich hätte das Format eher ausgebaut-als abgebaut.Aber vielleicht zeigt die Sendung auch zu sehr das Mißverhältnis von Politik und Bevölkerung und muß deshalb weg.??? Die Frage liegt doch auf der Hand. Wem nmützt es?
    Ich finde Frau Merkel hätte diese Sendung täglich hören müssen (Pflichthören-statt Bild lesen), um zu erahnen welche Ergebnisse ihre „Politik“ erzielt.
    Ich wünsch dem Sender den Weitblick oder seid ihr auch käuflich und gebt die Wahrheit aus der Hand.???

  15. Willi Vollmer

    Radio ist Kommunikation mit der Stimme.

    Radiokommunikation ist wenn zwei Menschen Reden.

    Wer glaubt das Schriftliche Netzwerkmitteilungen etwas mit Radio zu tun hat
    ist als Verantwortlicher beim Rundfunk wohl die größte Fehlbesetzung.

    stiller Hörer.

    • Lieber stiller Hörer!
      Es geht so klar und so einfach. Communication at it’s best!
      Danke für Ihren Beitrag.
      Freundlich grüßt
      EG Kerschke

      • Liebe Hörer,
        habe an die Veratwortlichen von DRK 2254 am 8.06 eine e-mail geschrieben und mich über den wegfall der beliebten Sendung beschwert. Auf Antwort warte ich bis heute.
        Sollte die Sendung wirklich abgesetzt werden so werdde ich die ganzen Anrufer mit ihren tollen Komentaren vermissen, auch sie Herr Kerschke.

        Mit freundlichen Grüßen
        G.Czerny

  16. Tja, die EU-Staat Macher moechten eben den Sack zumachen und da ist zuviel Wahrheit eher hinderlich. 😉 So hats schonmal angefangen und das verstehe ich
    jetzt vollkommen.
    ps:wo ist eigentlich der Blog des letzten Anrufers ?

  17. guten tag!

    habe die nachtgespräche vor ca. 2 jahren kennen und schätzen gelernt.
    mich würde es auch wie einige hörer interessieren welcher entscheider mit
    welchen begründungen, zu dem entschluss kam, diese sendung einzustellen.

    hat man(n)/frau angst vor wahrheiten?

    noch einen schönen tag und der bitte diese entscheidung noch einmal zu überdenken – DANKE!

    • Die Entscheidung ist wohl unwiderruflich !
      Eine Anfrage einer Nachrichtenagentur an die Geschäftsleitung brachte die nochmalige Bestätigung des Aus !

  18. Hallo

    Ich bin auch ein langjähriger stiller Zuhörer von 2254, leider muss ich nebenbei arbeiten so das es mir nicht möglich ist anzurufen. Die meisten Themen finde ich sehr interessant, und bin immer wieder begeistert von den unterschiedlichen Meinungen der Leute. Ich bin erst 35 Jahre und bin immer wieder fasziniert von der Lebenserfahrung der Menschen die anrufen und mich sehr oft zum nachdenken bringen. Leider kann ich in meinem bekannten und Freundeskreis so gut wie gar nicht über solche Themen reden wie sie in dieser Sendung vorkommen. Ich finde diese eine Stunde jede Nacht sehr bereichernd für mein Leben, und finde es sehr schade das es nun vorbei seien soll.

  19. bitte sagt mal ,ist das alles an widerstand ?-ich mag keine Button drücken -gefällt mit-dieser schwachsinnige amerikanische Mist-warum sucht ihr nichts effektiveres-ich mag nich auf FrauHarnack, Herrn Kirsch und Herrn Gutzeit verzichten !!!! ja ich fange an den sender zu hassen-aber nicht die wunderbaren Moderatoren.Ich bin wütig auf die Verantwortlichen-den Herrn Heimendal.
    Bitte,bitte- lasst uns mehr tun

    • Herrn Heimendal führt doch nur einen Befehl aus; die Macht-ver-„teilung“ ist doch nicht nur im bewusstseins-industriellen Complex der blanker Hohn capitaler und mafiöser Primatenmännchen … – Frieden den Verlorenen –
      Der Ewige Bund grenzenloser Gemeinschaft in bedingungsloser Liebe den die Göttin jedem Menschen ohne jede Voraussetzung schenkt ist der Einzige und Ewige Bund Gottes mit den Menschen

      • Intelligente Fragen – doch vermögen H.s.s.-Primaten überhaupt zu denken – oder irren sie, wenn sie vermeinen zu denken?
        – Frieden den Verlorenen –
        Der ewige Bund grenzenloser Gemeinschaft in bedingungsloser Liebe, den die Göttin jedem Menschen ohne jede Voraussetzung schenkt, ist der einzige, ewige Bund Gottes mit den Menschen!

  20. Verleihung der braunen Stachelbeere an den Gesetzlichen Vertreter des Deutschlandradio: Intendant Dr. Willi Steul*
    Begründung: Mit der Abschaltung der Sendung 2254 hat sich der Sender einer totalitären-antidemocratischen Rundfunkauffassung entlarvt.
    Aus diesem Grunde fordern Wir:
    fristlose und abfindungsfreie Entlassung der verantwortlichen Entscheidungsträger
    in allen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten eine Bürgermitwirkung, jeweils vormittags, nachmittags, abends und des Nachts von mindestens je einer Stunde
    ein sofortiges Ende der als Informationspropaganda getarnten, geheimdienstlich organisierten, massenmedial inszenierten, individuellen Bewusstseins-Steuerung
    den Rücktritt der verantwortlichen Intendanten
    die rückhaltlose Benennung der Auftraggeber durch die verantwortlichen Entscheidungsträger
    *aus der Verleihungsurkunde des Arbeitscreises ‚Treue und Wahrheit‘ anlässlich der Verleihung der braunen Stachelbeere an das Deutschlandradio
    (aus meinem Blog: http://immanuel-zeitdeszornes.blogspot.de/2014/06/der-wueste-32-jahr-7-monat-13-tag-im.html)

    Im übrigen sind mir derartige Abwertungen wie oben bezüglich meiner Arbeit bzw. meines Ausdrucks mehr als zuwider. Ich brauche niemanden, der mir Vorschriften macht. Wenn ihnen mein Beitrag nicht passt, gut, kann ich verstehen und werde ich selbstverständlich berücksichtigen.
    Ist also mein letzter Beitrag hier, Danke jedenfalls für ihre Mühe und weiterhin ein schönes, ewiges Leben in grenzenloser Liebe
    mit oder ohne Kakao, wie es Euch gefällt 😉 vorerst jedenfalls ohne 2254 und weitere Mit-Teil-ung-En meinerseits

    • Lieber immanuelsaissem , mit dem Faschismus sollte man keine Spääße machen. Auch sollte man in diesem Bereich keine unpassenden Vergleiche anstellen. Der Mord an Millionen Menschen ist doch noch etwas wesentlich Gravierenderes als die Einstellung einer Radiosendung. Die Freiheit der Meinungsäußerung ist eine elementare Grundbedingung eines demokratischen Gemeinwesens. Indem die Verantwortlichen beim Deutschlandradio diese wichtige Tatsache missachten, stellen sie sich selbst als angebliche Vertreter eines aufgeklärten demokratischen Journalismus ein peinliches Armutszeugnis aus. Die Manipulation der Öffentlichen Meinung gehört zum „Kerngeschäft“ von Geheimdiensten. Nach Aussagen von Edward Snowden trifft das auch für die NSA zu. Allerdings bezweifle ich, dass die Herrschaften von der Sendeleitung von dort eine Weisung bekommen haben, 2254 einzustellen. Vielmehr kommt bei mir eher der Eindruck auf, ihnen selbst könnte die Äußerung auch unbequemer Ansichten ein Dorn im Auge – oher hier wohl eher Ohr! – sein. Gerade problematische Positionen, die nur sehr selten bis auf den Sender vorgedrungen sind, haben die Moderatoren immer einfühlsam und klug beantwortet. In einem Blog ist das sehr viel schwieriger. Ich hoffe aber, dass mir das auch gelungen ist. fjh

  21. Gleich ist Herr Kassel am Mikrofon von 9-12. Wer traut sich, das Radiofeuilleton im Gespräch als 2254 Forum zu nutzen ???

    • Leider habe ich heute keine Zeit. Bei der Vormittagssendung ist es auch noch schwieriger, überhaupt auf den Sender zu kommen. Aber grundsätzlich sollten viele versuchen, dort ihren Unmut über die Absetzung von 2254 kundzutun. Das Wort „M+üll“ für die Gedanken anderer akzeptiere ich diesmal nur ausnahmsweise. fjh

  22. Herr Hanke, Sie werden es wissen.
    Wird denn senderintern überhaupt noch um eine Beibehaltung von 2254 diskutiert, in gleicher oder veränderter Form ? Warum kommt auch der geplant gewesene Nachtfalter nicht zur Sendung ?

  23. Reformen, Reformen!!!
    Dieser Begriff ist schon seit langer Zeit negativ belastet.
    Reformen bringen in der heutigen Zeit keine Verbesserungen sondern nur weitere Einschränkungen für den Bürger.

    Die Nachtgespräche 2254 werden eingestellt!
    Mir, als langjährigere Zuhörerin, wird wieder einmal mehr die Ohnmacht bewusst.-
    Wir sollen den Sender hören und ihm auch treu bleiben, unser Protest geht jedoch ins Leere!
    Die Argumentationen der zuständigen Programmdirektoren sind fadenscheinig.
    Angeblich zu wenig Hörer, immer die selben Diskussionsteilnehmer.-

    Was ist das für eine Aussage!

    Gleichzeitig wird mitgeteilt, dass man überhaupt keine Zahlen beibringen kann, wie viele Hörer diese Sendung hat. Wenn angemerkt wird, dass die Hörer vorwiegend ältere Semester sind, kann ich nur sagen: Wer, der tagsüber arbeiten muss, kann die Sendung zu dieser Zeit aktiv verfolgen?-

    Ich zum Beispiel, höre die Sendung als Podcast.
    Es ist die einzige Sendung, in der die Hörer aktiv während der gesamten Sendezeit mit den Moderatoren zu einem Thema diskutieren können. Themen sind mal mehr, mal weiniger interessant.

    Bestimmte Teilnehmer hört man gerne, andere weniger. Es ist wie fast überall, die Hörer, die sich aktiv betätigen sind bisweilen die Selben, die auch in anderen Bereichen engagiert sind z. B. in Gewerkschaften, Parteien.oder anderen Initiativen.
    Das empfinde ich als normal.

    Bei anderen Sendungen ist die Hörerbeteiligung stark eingeschränkt. Die Hörer, die dort zu Wort kommen kann man an einer Hand abzählen. Vielfach werden dort Bücher beworben.

    Es ist übrigens nicht die einzige Sendung, die verdrängt wird.
    Die Sendung „Aus den Archiven“, die immer am Sonntag um 8.05 Uhr lief, soll angeblich auf 5 Uhr morgens verlegt werden. Aber im Programm findet man diese Sendereihe nicht mehr.

    Mir geht die Faust in der Tasche auf, wenn ich höre, wie wir als Hörer verschaukelt werden.

    U. Seidel, Berlin-Tiergarten

    • sehr geehrte Frau Seidel -ich schließe mich voll an.Silly sang ein mal -Alles wird besser-aber nichts wird gut.Die Verschlimmbesserei ist grauenhaft-und noch schlimmer das sich so wenige wehren.
      angenemen Sonntag

      • Heute habe ich die Sendung mit Kirsten Lemke gehört.
        Das Entsetzen und Bedauern über die Einstellung der Sendung ist nach wie vor groß. Möge der Protest nicht verebben!
        Hoffen wir gemeinsam, dass viele Hörer per Brief, Anruf oder Mail ihren Ärger Luft machen.
        Am kommenden Samstag wird Herr Weber von 9 – 11 Uhr im Deutschlandradio-Kultur versuchen die Hörer zu beschwichtigen.
        Auf jeden Fall reinhören und beteiligen.

        Wir sind das „Hörervolk“!!!
        In diesem Sinne, weiter am Ball bzw. am Radio bleiben.
        Lassen sie uns weiterhin für diese für viele Hörer wichtige Sendung kämpfen.

        Die Sendung aus den Archiven wird übrigens nunmehr am Samstag um 5 Uhr gesendet.
        By the way: Die Sendung „Fazit“ wird um 23 Uhr auf DRK gesendet und um 24 Uhr auf Deutschlandfunk wiederholt.-
        Dieser Wiederholungstermin könnte doch auch von 2254 genutzt werden.

        Es geht alles, wenn man es nur will!!!!
        Aber wer will das schon?-

  24. Guten Tag zusammen,
    als langjährige stille Zuhörerin dieser einzigartigen Sendung bin ich ganauso fassungslos wie die meisten, die sich schon ausführlich geäußert haben.
    Ich will gar nicht die vielen Aspekte wiederholen bzw. ergänzen, sondern frage mich, wie wir die weiteren Aktionen koordinieren/ organisieren/bündeln können, damit unser Protest nicht verebbt!
    wer sammelt/hat Ideen oder Kontakte?
    – Presse: – Tagesspiegel und taz haben kommentiert (allerdings teile ich die einschätzung der taz nicht ganz)
    zur Süddeutschen habe ich Kontakt aufgenommen (allerdings nur als längjährige Leserin)
    -Fernsehen: eventuell könnte man bei der Sendung ZAPP anfragen.
    – vor Ort: bin leider weit entfernt von Berlin: könnte eine Gruppe am Samstag zum Sender gehen, evtl Transparent „Rettet 2254“, und protestieren?
    Ist es weiterhin sinnvoll, die Intendanz oder Herrn Heimendahl mit Post zu bedenken?

    Bitte lasst uns weiter kämpfen!!

    Viele Grüße
    Stephanie Roth

  25. Als stiller Zuhörer, der leider erst seit ca. 2 Jahren dabei ist, finde ich es beschämend diese Sendung aus so fadenscheinigen Gründen einzustellen.
    Was die Entscheidungsträger von DRK anbelangt, kam mir spontan der Vergleich mit den Entscheidungsträgern vieler Banken – diese werden im Volksmund „Nieten in Nadelstreifen“ genannt. Leider ist mir noch keine adäquate Bezeichnung für die Programm-Macher von DRK eingefallen. Bitte um Vorschläge.

    Mein besonderer Dank geht an die vielen Aktiven von „2254“, die für mich eine Vorbildwirkung haben.
    Ich höre eigentlich alle Sendungen dank Podcast – eine super Einrichtung.

    „2254“ darf nicht sterben !!!

    Beste Grüße
    Erhard Planck

  26. Mit der Einführung des Privatfernsehens und des -hörfunks, Mitte der 80er Jahre, erhielten deren Betreiber durch Zusatz in den Landesmediengesetzen die Auflage, einen geringen Teil der täglichen Sendezeit den Bürgern als „Offenen Kanal“ in Eigenregie und in eigener Verantwortung zur Nutzung bereit zu stellen. So konnte z.B. Alexander Kluge auf den RTL und SAT1-Flächen in dem „dctptv“-Fenster seine wunderbare Reihe anbieten. Seit 1989 muss der lokale Privatfunk in NRW 15% der täglichen Sendezeit freien Bürgerfunkgruppen auf ihren Frequenzen bereit stellen. Gespeist aus dem, was hier gerade diskutiert wird, möchte ich anregen, darüber nachzudenken, ob es nun nicht an der Zeit wäre, den ö-r Anstalten (TV/HF) genau diese Auflage gleichfalls zu erteilen. Existenzgefährdend wäre dies für die Anstalten keinesfalls. Seit zwanzig Jahren lebt auch das private „Radio Köln“ mit dieser Auflage recht gut und ist nach wie vor Quotenkönig in der Stadt.

  27. Ich habe gestern die Sendung mit Kirsten Lemke auch gehört.
    Ich habe sie so verstanden, daß die Sendung zwar erstmal eingestellt wird, durchaus aber auch nach neuen Programmanpassungen später im Jahr wieder laufen könnte !
    Der Protest darf trotzdem nicht verebben !

    Es geht mir auch um die Debatte um 15.50, die ebenso eingestellt wird.
    Auch die Sendung Fundstücke wird es nicht mehr geben !
    Aus den Archiven läuft samstags um 5.05 ! Das muß man sich mal vorstellen !

  28. Nein: 254 darf nicht sterben. Ich habe gegen die Schließung angedichtet. Wer meine Verse haben will, dann bitte melden Viele sind wir. S.Baudach

  29. Ich empfehle den Hörern die Lektüre:
    Bericht über programmliche Leistungen und Perspektiven des nationalen Hörfunks
    2010 – 2012
    Einfach nachlesen, was dort z. B. über Ansprache aller Generationen und Aufnahme von Hörerinteressen geschrieben wird.
    Viel Spaß auch beim Nachlesen der Selbstverpflichtungserklärungen!

    Papier ist noch immer geduldig!!

  30. Das alles findet man auf der Website vom Deutschlandradio in der Rubrik:
    „Wir über uns“ unter „Selbstverpflichtung“..

  31. 2254 ist LEBENSELEXIER!
    Ich gehe davon aus, daß die Sendung schon im Juli fortgeführt wird!!!

    Und zwar wird ab jetzt schon um 23h oder 24h gesendet, damit Frau Harnack, Frau Feo, Frau Nemesida, Frau Hoffmann, Frau Geistreiter, Herr Hanke, Herr Gutzeit, Herr Matthes, die vielen Herren Schmidt u. Schmitt usw., Herr Kirsch, Herr Nolte, Herr Metzger, Herr Kroll, …… ( leider weiß ich ja nicht, wie sich meine Mithörer schreiben…alle verzeihen mir bitte evtl. falsche Schreibweisen!), die ganze Familie incl. Moderatoren, früher ins Bett kommen!! Auch für Nachteulen wäre das ein Geschenk!
    Bin BR 2 – Hörerin, durch Zufall vor vielen Jahren auf 2254 gestoßen. 2254 ist die beste, informativste, demokratischste Sendung überhaupt! Und wie man hört, für alle Altersgruppen! Gestern hat ein 16- jähriger angerufen. Wo sonst bekommt man ein so breitgefächertes, profundes und individuelles Meinungsbild zu den aktuellsten Tagesthemen und Lebensfragen? Die Sendung mit diesen wunderbar(st)en Moderatoren (hoffe, Herr Dr. Kitzler kommt auch bald wieder heim!) ist wahrlich Kulturgut und Kult! Wer immer wieder zuhört, bekommt gratis soviele Lebensweisheiten geschenkt wie nirgendwo! Und wer immer wieder zuhört, dem wachsen die Stimmen dieser Familie ans Herz! – Leider kann ich wegen meinem Lampenfieber, öffentlich zu sprechen, nie anrufen – und ich denke, das geht nicht nur mir so….

    Danke, Ihr großartigen Moderatoren für alle bisherigen Themen- und Moderations-Geschenke und danke an alle Anrufer für Ihren Mut und die Ausdauer, sich immer wieder mit soviel Herzblut zu Wort zu melden und damit nicht nur mein Leben mit solch einer Fülle zu bereichern!

    Freue mich auf die vielen neuen Themen ab Juli!
    Herzlich
    Katharina Wächter- Jugel

  32. Pingback: Rettet 2254: Das Blog für die Demokratie im Radio | Rettet 2254

  33. Einen guten Abend an die Hörergemeinschaft von 2254 … 2254!

    Ich gehöre seit vielen Jahren zu den sogenannten „stillen“ Hörern dieses Radioformates und verfolge interessiert, die Diskussionen die zur Absetzung
    des Nachttalkes geführt haben sollen.

    Diesbezüglich möchte ich auf einen Artikel im heutigen Tagesspiegel hinweisen, der sich mit der Programmreform des Deutschlandradios beschäftigt und dem Hörerformat von „2254“ wenig Hoffnung gibt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Martina Haase

    http://www.tagesspiegel.de/medien/deutschlandradio-radio-flotte-auf-kurssuche/10052352.html

    Deutschlandradio Radio-Flotte auf Kurssuche
    16:39 Uhr von Kurt Sagatz

    Das Deutschlandradio treibt mit seiner Kulturwelle die Programmreform voran. Das Flottenkonzept der Sendergruppe fordert allerdings auch Opfer.

    Das Deutschlandradio mit seinen Wellen Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und dem Digitalsender DRadio Wissen setzt die vom Intendanten Willi Steul verordnete Programmreform fort. Damit sich die nationalen Hörfunkprogramme nicht gegenseitig Konkurrenz machen, hatte Steul für die Sender ein so genanntes Flottenkonzept entwickelt. Von Samstag an wird das Deutschlandradio Kultur mit einem neuem Programmschema senden.

    „Das Programm von Deutschlandradio Kultur soll im Sinne eines Diskursradios Themen und Ereignisse als kulturelle Phänomene betrachten.

    Dabei wird unser weiterhin sichtbares Kennzeichen die Kulturalisierung der Politik und die Politisierung der Kultur sein“, sagte Programmdirektor Andreas-Peter Weber am Montag bei der Vorstellung des Programms. Mit der gegenseitigen Durchdringung von Kultur und Politik wolle der Sender an das Konzept des politischen Feuilletons anknüpfen. Die letzte Programmreform hatte das Deutschlandradio Kultur vor neun Jahren vorgenommen.

    Kernstück der Reform ist die Sendung „Studio 9“, benannt nach dem Studio im Berliner Funkhaus am Hans-Rosenthal-Platz. „Studio 9“ wird am Morgen, am Mittag und am Abend ausgestrahlt. Das Markenzeichen der Sendung sollen diskursive Berichterstattung, Kulturkritik, Kommentare und Reportagen sein. Anders gesagt: Politik soll im kulturellen Kontext gesehen werden und umgekehrt.

    In die Änderung des Programmschemas sind die Ergebnisse einer repräsentativen Hörerbefragung eingeflossen, die der Sender vor zwei Jahren in Auftrag gegeben hatte. Zu den 4000 Befragten gehörten sowohl regelmäßige Hörer des nationalen Kulturradios als auch Kulturinteressierte, die den Sender bislang nicht eingeschaltet hatten. Um sich ein Bild vom Deutschlandradio Kultur machen zu können, hatten diese Befragten zuvor CDs mit typischen Sendungen erhalten.
    Der Reform ging eine Hörerbefragung voraus

    Wenig Hoffnung für „2254“

    Keine guten Nachrichten hatte Weber für die Freunde der nächtlichen Call-in- Sendung „2254“. Zum Flottenkonzept des Deutschlandradios gehört, dass Wortsendungen nachts dem Deutschlandfunk vorbehalten sind, Deutschlandradio Kultur wird in dieser Zeit sein Publikum mit Musik unterhalten. Für „2254“ bleibt da kein Platz. Von den Programmmachern, aber vor allem von den Stammhörern der Sendung war die geplante Einstellung des Programms, in der sich die Hörer sechs Mal die Woche über jeweils ein bestimmtes Thema austauschen, in den letzten Wochen darum massiv öffentlich kritisiert worden. Für sie ist „2254“ „die demokratischste Sendung des deutschen Radios“. Bei der Hörerbefragung gab es jedoch keine Stimmen zu dieser Sendung.

    Programmchef Weber will nun mit seinen Kollegen vom Deutschlandfunk über eine Verlegung der Sendung reden, machte aber bei der Vorstellung der Programmreform am Montag wenig Hoffnung. Eine weitere Option ist die Verlagerung ins Digitalprogramm – entweder ins Internet oder zum Dokumentar- und Debattenkanal. Bei Dokdeb handelt es sich um den nahezu unbekannten vierten Kanal des Deutschlandradios. Er wird für die unmoderierte Übertragung beispielsweise von politischen Debatten aus dem Bundestag genutzt. Derzeit wird geprüft, ob der Auftrag für den Digitalkanal ausreichen könnte, ein Debatten- und Diskussionsprogramm wie „2245“ auszustrahlen. Die On-Air-Hörerdiskussion soll stattdessen in der zweistündigen Samstagssendung „Im Gespräch“ zu finden sein.

    Zusätzliche Kosten entstehen dem Sender nach eigenen Angaben mit der Programmreform nicht. Außer für die neue samstägliche Philosophie-Sendung „Sein und Streit“, für die derzeit ein Moderator gesucht wird, werden alle Stellen mit dem vorhandenen Personal besetzt. Allerdings wurden dafür die Grenzen zwischen den Hauptabteilungen Politik und Kultur aufgeweicht, um diese Bereiche stärker miteinander zu verknüpfen.

    • Tagesspiegel-Journalist formuliert gut, was die Programm-Macher mit dem veränderten Programmschema ab 22.Juni verbessern wollen.
      Wo bleibt seine Kritik an dem m i e s e n S t i l , wie die Hörer von „2254“ in die Befragung einbezogen wurden? Nämlich gar nicht. Sie erfuhren dies erst aus dem gedruckten Juni-Programm. Außerdem werden Einschaltquoten von Mitternacht bis sechs Uhr morgens n i c h t gemessen. Eine Sendung wie „2254“ ist zur Institution und zu einem Markenzeichen des Senders geworden.
      Ein Intendant, der so massiv Hörer-Interessen mißachtet, gehört nicht auf diesen Stuhl. Vielen Dank an alle, die auf diesen Seiten bis heute ihren Protest auf so beeindruckende Weise formuliert haben. Und jetzt ? Weiterkämpfen für die Fortsetzung der demokratischsten Radiosendung in diesem Land: „2254 – Nachtgespräche am Telefon“ !

  34. Mit dem verordneten Ende von 2254 schafft man auch den Rias ein weiteres Mal ab. Wer nicht im Empfangsbereich des Rias wohnt, wird leider nicht wissen,
    dass es d a s Markenzeichen des Rias war, als uns ebensolche Moderatoren, wie wir sie auch von 2254 kennen und schätzen, mit Kenntnis, Einfühlungsvermögen, Hörernähe und Hörerbindung über viele, viele Jahre den ganzen Tag über begleiteten. Das hier und das damals sind die echten Radioprofis, vor denen man sich scheinbar fürchtet, weil Manches und Mancher daneben sehr blass aussieht.
    Dem eigenständigen Rias (der seit den 70ern lange kein kalter-Krieg-Sender mehr war!) hat man sich vor allem aus dem Grund entledigt, um solche Konkurrenz los zu werden. Alle anderen Gründe sind vorgeschoben.
    Qualität und Einschaltquote – das ging gar nicht!
    Mit dem Deutschlandradio ab 1994 konnte die durch die Länder-Rahmenbedingungen aufoktroyierte Knebelung des Programms umgesetzt werden, was die nahezu komplette Hörervertreibung zur Folge hatte. Als Hörer hatte man das Gefühl, dass die echten Radioleute im Hause nichts mehr zu sagen haben. Dort hätte niemand, auch nicht die neu hinzugekommenen von DS-Kultur, ein Programm gemacht, das die Hörer in Scharen verjagt. Die Rias-Programmelemente, die überlebt haben, wurden vor allem in die Nacht abgeschoben. Die Nacht bei Deutschlandradio Berlin ist somit noch ein kleines Stück Juwel aus der Werkstatt des Rias, wo diese besondere Radio-Atmosphäre kreiert wurde und über die Jahre als Symbiose zwischen Radio und Hörern immer so hervorragend funktioniert hat, wie bei 2254.
    Gleich zu Beginn des Deutschlandradios hatte man die Nachrichten- und die Unterhaltungsredaktion zugemacht. Seitdem hören wir, was tagesaktuelles anbetrifft, vor allem die Inhalte aus Köln.
    Nach all diesen Erfahrungen sollten wir Hörer auf der Hut sein. Das Zerstörungswerk ist scheinbar im vollen Gange. Danach könnte die Tonart dran sein und irgendwann vielleicht das ganze Funkhaus. Es gab schon immer viele Gegner eines solchen Programms aus Berlin im Länderfilz. Ich bin sicher, auch wegen des Engagements vieler Hörer hat man sich bisher nicht weiter getraut.
    Bleiben wir wachsam! – Und:
    Dieses Radio muss wieder eigenständig werden!

    • Liebe Nachteulen, Nachtgeister und Nachtfalken! Dieses Schöne Wort müsste wohl „Selbstvernichtungserklärung“ heißen. Wir arbeiten daran, die Zerstörung der Demokratie im Radio aufzuhalten. Dazu gibt es jetzt ein neues eigenes Blog: http://2254.fjhmr.de Mehr dazu unter: http://rettet2254.wordpress.com/2014/06/16/rettet-2254-das-blog-fur-die-demokratie-im-radio/ Außerdem gibt es einen Twitter-Account @rettet2254 und eine Mailingliste als Diskussionsforum. Wir alle sollten diese Internetadressen – auch die auf Facebook – bei unseren Anrufen nachts erwähnen und damit durchgeben, dass wir nicht so bald aufgeben. Herr Kerschke will auch Telefonkonferenzen für Internet-abstinente 2254-Hörer abhalten. Allen, die hier so viele ermutigende und klare Worte gefunden haben, gilt mein Dank! Auch denen, die mich angerufen haben, danke ich. Denen, die mich persönlich besuchen kommen – nach Voranmeldung natürlich – auch. Macht weiter so! #Rettet2254 Auf Twitter, Facebook, im neuen Blog rettet2254.wordpress.com und hier sowie natürlich heute abend ab 1 Uhr auf Deutschlandradio Kultur! fjh

  35. Es ist einfach ein Skandal, dass diese wunderbare Sendung abgeschafft wird! Man hat soeben in den letzten Minuten Frau Lemke angemerkt, wie auch sie als professionelle Journalisten die Sendung vermissen wird. Ich fand es auch sehr rührend, als sie die alte schöne Musik der Sendung spielte. Mir wurde richtig „warm ums Herz“ trotz der Wut und Traurigeit!

  36. Pingback: 17. Juni: Rückruf versprochen, doch Versprechen gebrochen | Rettet 2254

  37. Gestern fand die Pressekonferenz zur Programmreform des DLF und DRK statt.
    Frau Lemke hat es in der Sendung von heute Morgen erwähnt.

    Beim Durchblättern der Presse entdeckte ich dazu einen Beitrag im
    Berliner Tagesspiegel von Kurt Sagatz
    Titel: Radioflotte auf Kurssuche

    Vielleicht mögen ihn einige Hörer nachlesen.

    Ich vermute, dass uns Hörern hier alter Wein in neuen Schläuchen verkauft wird.
    Alle Moderatoren der Sendung 2254 zeigten mehr oder minder Betroffenheit.
    Großes Engagement und Einsatzbereitsschaft diese Sendung weiter zu führen, konnte ich nicht feststellen.
    Die Moderatoren haben alle weiterhin ihren Platz im neuen Sendeschema,
    Wes´Brot ich es, des Lied ich sing!.
    Ende gut, alles gut!
    Es lebe der Opportunismus!!!

    • Ich finde schon, dass sich die meisten Moderatoren schon recht deutlich geäußert haben. Am mutigsten war Birgit Kolkmann. Die persönliche und berufliche Existenz der Moderatoren – und gegebenenfalls ihrer Familien – hängst schließlich von der Beschäftigung beim Radio ab. Dagegen ist unsere Betroffenheit doch etwas Anderes, wenngleich ich auf dem neuen Blog dieser Tage eine außergewöhnliche Geschichte schildern darf, wie wichtig 2254 fr manche Menschen schon war. #Rettet2254 fjh

  38. gut beoabachtet und dies ist auch meine meinung.
    wer weiss,denn, was da hinter den kulissen galaufen ist.
    2254 wird sterben, leider – aber die kritischen meinungen der hörer ( anrufer ) werden weiterleben !

  39. Herr Weber steht den Hören nun am Samstag von 9-11 leider nicht zur Verfügung.
    Herr Scholl erwähnte soeben im Radiofeuilleton, daß es um Fahrrad fahren gehen wird !!
    Man hat wohl kalte Füße bekommen ! Man kann auch sagen, feige S………..

    • Das ist echt der Gipfel der Unverschämtheit. Beim Deutschlandradio gibt es offenbar nur Radfahrer: Oben buckeln, unten treten! Wir singen nun mit Heinrich Heine: „Der WEber“ mit dem Refrain „Deutschlandradio, wir weben Dein Leichentuch. Wir weben hinein den dreifachen Fluch.“ Diese Herrschaften richten einen dermaßen großen Schaden an, dass ihre Karrieren bald mit dem Absturz vom hohen Rad – oder Ross – enden werden. Ruft am Samstag an und beschwert Euch, dass Ihr nicht radfahren wollt, sondern eine angeliche „Runderneuerung“ der Reifen kritisch überprüfen. #Rettet2254 fjh

      • Hoffentlich fragt einer der Anrufer während der letzten 3 Tage noch, wie viele Protestbriefe, -mails etc. zur geplanten Absetzung von „2254“ denn inzwischen beim Sender eingegangen sind. Anders als die unbekannte Menge der nächtlichen Hörer ist das ja eine messbare Zahl, die man somit auch mitteilen kann. Wenn man es denn möchte.

      • Rudeck hat bei der Pressekonferenz gefragt. Die Antwort: Zwei Faxe pro – jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, ob Tag oder Woche. Als ob heutzutage die Massen noch mit Faxen protestierten! Aber andere Angaben seien nicht gemacht worden, sagte Rudeck. Alle noch laufenden Sendungen sollten mit Hinweisen auf unsere Vernetzung gespickt werden. Jeder, der durchkommt, sollte sie mit URLs und dergleichen benennen, auch wenn das andere in der Sendung schon gemacht haben! #Rettet2254 fjh

  40. so weit so gut oder besser so schlecht
    vielleicht sollte man über ein Netzwerk von alternativen Radios nachdenken
    wir leben ja schon lange nicht mehr in der zeit der piratenradios
    zkm, Theaterleute, kleine verlage, hörspielmacher, kritische Wissenschaftsjournalisten
    „krautreporter“ etc evtl auch international (arte als vorbild)
    http://www.agoradio.de/empfang.html
    http://radiohoerer.blogger.de/
    http://p-node.org/public/index.php

    es gibt bestimmt noch andre Radios (schüler,studenten,rentner…)
    vieles steckt wohl noch in denkkinderschuhen – 1000 fehler sind möglich
    http://www.suppose.de/texte/tausendfehler.html

    wir müssen nicht immer wieder bei null anfangen

    von #rettet2254 zu rettet-die-kulturradios und die kultur-TVs

    interessant wär vielleicht noch, was Wolfgang Hagen zu seinem Nachfoger zu sagen hätte… solarradio? na klar!

  41. Aufruf zur Blockade der Samstagsendung 9-11.

    Ruft nicht zum Fahrradthema an, sondern gezielt mit Fragen zum neuen Programm.
    Dann muß das eben Kassel oder Steinhauer beantworten !!
    Jetzt reicht es !!!!!!!!!!!!!!
    Weber, nimm endlich Deinen Hut !
    Steul gleich dazu !!

    • Demokratie x) 536

      Nun hat man euch den letzten Zipfel weggenommen

      schon ein Wunder das es solang lief.

      Ich dachte schon es würde früher kommen;

      die Nachtgespräche hingen schon sehr tief.

      Spät in der Nacht mußte man den Wecker stellen

      um den Zipfel schnell noch zu erhaschen;

      das Mäntelchen der freien Rede war in vielen Fällen

      zwischen Eins und Zwei mal nicht versteckt in Taschen

      Ihr konntet reden nach dem Schnabel

      das ist jetzt vorbei und wird nicht wieder kommen.

      Erinnert ihr euch an den Turmba zu Babel,

      darunter gab es sicher auch die Frommen.

      Jetzt seid ihr dran und wißt nicht weiter:

      Ach Leute, habt ihr nicht erkannt

      ihre Sause mit euch , die macht sie heiter:.

      Demokratie? Der Wald ist längst verbrannt.

      x)

      Notiz zur Einstellung der NACHTGESPRÄCHE bei
      Deutschlandradio Kultur im Juni 2014

      • sehr kreativ und was soll das gaucksche Geschwätz-bedenke den alten Satz -es gibt nichts gute ausser man tut es.Also tun und nicht schwafeln

  42. Als stiller Hörer der Nachtgespräche gehe ich seit sehr langer Zeit genau 1Uhr5 zu Bett und verfolge gespannt noch bis zwei Uhr diese Sendung. Um 2 Uhr schaltet sich das Radio dann aus. Wie wird mir diese Sendung fehlen! Ich habe immer gestaunt, wieviele kluge Gedanken um diese späte Zeit noch die Diskussion belebt haben. Danke für die vielen interessanten Themen. Danke an alle Anrufer und Moderatoren.
    Wie kann man eine solche Sendung sterben lassen…..es ist nicht zu fassen!

    • Diesen Kommentar habe ich heute in der online-Ausgabe des Berliner Tagesspiegel eingestellt:

      Feiger Anschlag auf 2254!!
      1998 erstmals gehört, habe ich mich mit den Jahren zu einem „Stammhörer“ dieses erstklassig moderierten Forums entwickelt . Gründe für die erstaunliche Bindewirkung, obwohl so tief in der Nacht gibt es mehrere: überragend die souveräne, empathische und zugleich kompetente Gesprächsführung, enorm flexibel und äußerst respektvoll auch im Dialog mit „schwierigen“ Anrufern. Dann haben mich die AnruferInnen selbst fasziniert. Wer Freude hat am Vernehmen verschiedener Mundarten und Dialekte (für mich wie Musik) aus allen Orten des deutschsprachigen Raums, wer Interesse hat, die Meinungen, Weisheiten und Gedanken gerade von älteren Menschen zu hören, die sich wesentlich reflektierter zu den Fragen von Krieg und Frieden äußern können – es gab viele Diskussionsstunden zu den Kriegen im Kosovo, in Afghanistan, im Irak wie auch allgemein um die Sicherheits-, Außen- und Wirtschaftspolitk. Natur, Mensch, Technik, Bildung, Arbeitswelt, Umgang mit Krankheit, Trauer, Verlust und Tod, Literatur, Film, Ethik in der Wissenschaft und in der Ökonomie und zu 10 Jahren Deutsche Einheit, von Gedenk- und Feiertagen unseres Kulturraums bis zur Walser-Rede in der Paulskirche. Fragen des Glaubens und der Philosophie wie auch zu den Grenzen und zu den Fehlentwicklungen des Leistungssports wurden oft leidenschaftlich, aber immer souverän, freundlich, bewundernswert einfühlsam und geduldig, aber auch stets mit der nötigen Bestimmtheit moderiert, um das Themenfeld nicht ausufern zu lassen. Rd. 2000 dieser Ausgaben habe ich persönlich gehört und viele Hunderte davon aufgezeichnet als mein persönliches „Oral History Projekt“. Mit einer Eiseskälte will man nun 10(?) Tausende von langjährig treuen HörerInnen unversorgt in die Nacht entlassen. Es ist ein Willkürakt, der nur so strotzt von Dummheit, Ignoranz, Arroganz, Boshaftigkeit und Unmenschlichkeit! Zeitungen müssen um jeden Leser kämpfen, um ihn zu binden. Die Gremien und die Verwaltung schmeisst ihre treuesten Kunden einfach raus. Zahlen müssen sie doch!

      Quelle: http://www.tagesspiegel.de/medien/deutschlandradio-radio-flotte-auf-kurssuche/10052352.html?ajaxelementid=%23commentInput&pageNumber=0#kommentare

      Erich-Günter Kerschke
      Brüder-Grimm-Straße 30
      50997 Köln (Hochkirchen)
      fon: +49(0) 2233 2 29 39

  43. ein treuer hörer die nie anrief meint:

    nach 22 jahren ist eine sendung erwachsen geworden
    in dieser zeit, was dem erwachsenensein entspricht
    entwickelte die sendung einen eigenen charakter
    sie wurde mündig und begriff die welt in seiner vielseitigkeit
    verstand wo die macht sich ballte und erkannte ihre vorgehensweise
    erkannte auch die not und nöte der, die der macht ausgliefert sind
    legte den finger in viele wunden, neigte hin und wieder zur rebellion
    ging oft mit der tagtäglichen poitik hart ins gericht
    zeiget aber auch zartfühligkeit gegenüber dem allzumenschlichen
    der hausherr ist mit dem aufsässigen mündigen nicht mehr zufrieden
    es gibt keine auseinandersetzung, keine beziehungsmeditation
    es gibt nur noch die trennung
    alle sind unglücklich, können den den rauswurf nicht so recht begreifen
    dabei haben sie in 22 jahren lernen können und müssen
    wie die macht in solchen fällen reagiert
    qualifizierte minderheiten stören den nachtfrieden
    werden aussortiert, kommen auf die radioaltlastenhalde
    es bleibt nur, um mit stephane hessel zu rufen:
    EMPÖRT EUCH und ENGAGIERT EUCH !!

    • Oliver Thoma hat im Nachttalk am Mittwoch (18. Juni) bestätigt, dass Programmdirektor Weber nun doch nicht an der Morgensendung am Samstag (21. Juni) teilnehmen wird. Wichtige Termine hinderten ihn angeblich daran. Was kann in einer Situation wie dieser wichtiger sein als das Gespräch mit aufgebrachten Hörern? Warum nimmt nicht statt des Programmdirektors der Intendant an dieser Sendung teil? Die Antwort ist naheliegend: Wenn Weber webgleibt, dann ist das Feigheit vor der Hörerschaft. #Rettet2254 und fordert am Samstag den Respekt vor der Hörerschaft ein! fjh

  44. Hallo Herr Hanke,

    vielen Dank für die schönen Worte von Ihnen heute Nacht in der 2254 Sendung.

    Beste Grüße
    OW

    • Ja, das wollte ich Ihnen auch sagen. Das war die Zusammenfassung aller unserer
      Wünsche und Meinungen. Insgesamt war die Sendung ein einziger Aufschrei. Wenn der Sender jetzt nicht reagiert (in unserem Sinne) , dann ist seine Arroganz nicht zu übertreffen. Herzliche Grüße: S.Baudach

      • Ich habe die sendung schon gehört, als sie noch von 0.00 – 1.00 Uhr gesendet wurde.
        Habe in all den jahren „nur “ 3 x angerufen, war stets aber interessierte Zuhörerin.
        Seit gut 20 Jahren ist die Sendung für mich eine sehr wichtiger Termin.
        Erinnere mich noch an Eva-Maria Minar, Irina von Bentheim.
        Die Verantwortlichen sollten doch mal an die vielen, vielen Hörer (Gebührenzahler ) denken, für die es lebenswichtig ist diese Sendung aktiv oder passiv zu erleben.
        Auch Menschen die Einschränkungen haben, nicht mehr aktiv am Alltagsleben teilnehmen können, finden hier ein Podium.
        Es ist unmenschlich diese Sendung zu verbannen.
        Wir zahlen Gebühren und nicht zu knapp und wir sollten auch gefragt werden.
        Die Sendungen gerade der letzten 14 Tage beweisen doch, wie wichtig 2254 für uns alle ist.
        Hören die Verantwortlichen nicht richtig hin ???
        Das Herr Weber wegen eines anderen Termines in der Sendung am Samstag vormittag nicht präsent sein kann ist für mich eine sehr fadenscheinige Ausrede.
        Da sieht man wie wichtig ihm die Hörer sind.
        2254 muß erhalten bleiben.

        Ich danke allen Stammanrufern für ihre Diskussionsbeiträge, werde die bekannten Stimmen vermissen,
        Dank an alle Moderatoren der letzten 20 Jahre und
        Dank an alle die neben den Moderatoren an der Technik mitgearbeitet haben.
        DANKE !!!

        Ich bin sehr, sehr traurig und hoffe bis zur letzten Sendeminute, daß es doch noch eine Weiterführung von 2254 geben wird.

        Evelyne aus Halberstadt

    • Schließe mich dem Lob an. Herr Hanke, Sie haben sachlich, fair und mit ruhiger Stimme das Anliegen von uns Hörern auf den Punkt gebracht.Danke!
      Und der Moderator Oliver Thoma hat souverän durch die Sendung geführt. Auch ihm, wie allen anderen Moderatoren mein Dank.! Ich werde alle Moderatoren vermissen. Aber Oliver Thoma besonders.

  45. Wie sagte die Bundeskanzlerin so schön auf der CDU-MediaNight 2013: „Demokratie braucht starke, selbstbewusste Medien.“ Ich zitiere sie zwar ungern, aber wo sie Recht hat, hat sie Recht. Wie viel Selbstbewusstsein braucht ein Rundfunksender, um eine Sendung wie „2254“ auszuhalten? Trotz der denkbar ungünstigen Sendezeit und der – wenn auch unterschätzten – relativ kleinen Zuhörerzahl scheint sie für einige Kreise unbequem zu sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ausschließlich politische Gründe sind, dass diese Sendung ersatzlos gestrichen wurde. Auch wenn ich es mir anders wünschen würde, die öffentliche Wahrnehmung ist für diesen unerhörten und willkürlichen, mit fadenscheinigen Begründungen hinterlegten Vorgang, nicht groß genug. So gesehen wird das Kalkül à la Merkel für die Entscheider auch hier aufgehen: Protest einfach aussitzen. Ich würde mich freuen, wenn ich falsch liegen sollte.
    Beste Grüße, W. Heers

  46. Am 04.06.2014 bei der Sendung Buchvorstellung mit Joachim Scholl meldete sich Jonathan Gray und erinnerte hier zum ersten Mal über Brechts Radiotheorie von 1930:

    Wir sind nicht nur Hörer, wir wollen auch gehört werden. Der Rundfunk sollte nicht nur Distributionsapparat (Verteilungsapparat) sein, sich aber auch in einen Kommunikationsapparat verwandeln können. Wir Hörer wollen auch gehört werden und möchten von unseren Mithören ebenso wissen, wie sie über die Dinge denken. Das ist gut so und schadet keiner Demokratie.

    Ich verweise ebenso auf Stephane Hessel „ Empört Euch“
    ein guter Hinweis von Wilfried Bartosch.

    Ich bin sehr traurig, wenn 2254 zu Ende sein soll. Der Hinweis eines Journalisten als treuer Hörer ihrer Sendung: Adresse und HP am Ende

    Prolog: für meine Kollegen und auch für Euch „2254 Menschen“
    „Widerstand findet und denkt bisweilen, dass noch mehr da ist, als man glaubt. Oft genug handeln wir unabhängig von einander und verlieren unsere Kontakte. Letztendlich führen sie doch zu einer gemeinsamen Kraft. Darum müssen wir es ständig mit unseren Texten unserer Sprache und unseren Bildern für die Ewigkeit festhalten, um den Verantwortlichen keine Hoffnung zu machen sich irgendwann aus dieser Verantwortung zu entziehen.

    Die Kollegen von D-Radio sind fast alle Fry Landser und sie sind von den Verantwortlichen abhängig. Ich weiß das auch sehr gut, dass Zurückhaltung geboten ist, um dann als Konsequenz etwas später auf subtile Art und Weise den Job zu verlieren. Aber ich bitte Euch/Sie liebe Kolleginnen und Kollegen den stillschweigenden Protest zu zeigen, wo immer sie können. Mein Drehbuch für einen Dokumentarfilm mit dem schlichten Arbeitstitel könnte heißen: 2254 Vielleicht wird es meine Empörung, denn das was hier geschieht, hat nichts mit Demokratie zu tun.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen in und ausser Diensten.
    Bitte empören sie sich ebenso gegen die Welt der Verantwortlichen und der Strippenzieher

    Ich nenne Euch alle hier mit Eurem Namen: Moderatoren D Radio 2254
    Monika van Bebber, Dieter Kassel, Birgit Kolkmann, Kirsten Lemke, Christian Rabhansl, Joachim Scholl und Oliver Thoma.
    Ehemalige Moderatoren sind u.a. Jan-Christoph Kitzler, Leonie March, Evamaria Miner, Christiane Reymann und Justin Westhoff und noch eine Dame aus den Anfangszeiten, deren Namen mir entfallen ist….sorry. Bitte helfen sie uns sich ebenso im stillen Protest zu empören, so wie es ihnen möglich ist.

    Günther Ruschel
    http://www.dewaworld.de

    Stellvertretend:
    Dank an einige Hörerinnen und Hörer, die mir im Moment gerade einfallen: Aus Zeitgründen muß ich hier beenden, befinde mich derzeit unterwegs im Iraq
    Herr Kirsch, Herr Mattes, Herr Salam, Frau Feyo, Frau Menisita
    Herr Gutzeit, Herr Kerschke u.v.v..a. …dank an Euch alle, auch die nicht von mir genannten. Ihr seid zu meiner Familie geworden 0800-2254 2254
    D A N K E
    Ohne Korrektur !
    bin unterwegs

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