Übergabe morgen um 10 Uhr in Berlin: Von 2254 ab 1.05 Uhr bis zu 3.389 Unterschriften für #rettet2254

Morgen um 10 Uhr ist es so weit: Gemeinsam mit Conny Voester und Holger Rudolph sowie Werner Koep-Kerstin von der Humanistischen Union (HU) werde ich dem Intendanten des Deutschlandradios die Petition „2254 –
Nachtgespräche auf Deutschlandradio Kultur retten“ überreichen. Drei Monate voller interessanter Erfahrungen streben damit einem neuen Höhepunkt zu.
Die Geschichte begann Anfang Juni. Ein Bekannter rief mich an und teilte mir erbost mit, das Deutschlandradio wolle die Sendung „2254 – Nachtgespräche am Telefon“ absetzen. Nur auf Nachfrage eines Hörers habe der Sender diesen Plan überhaupt bekanntgegeben.
Zum Beleg spielte er mir am Telefon Mitschnitte der zwei letzten Sendungen vor. So wurde ich im Nachhinein Zeuge des Anrufs von Andreas Sallam aus Hamburg und seiner Frage, warum „2254“ denn nicht im neuen Programmheft des Deutschlandradios auftauche.
Wir berieten gemeinsam, was zu tun sei. Ich schlug eine Petition vor. Mein Bekannter, den ich auch zwei oder drei Mal in der Sendung als Anrufer gehört hatte, versprach, sich darum zu kümmern.
Derweil fasste ich meine Gedanken in einem Blogbeitrag zusammen. „2254 muss bleiben“ lautete sein Titel. „Deutschlandradio will demokratischste Radiosendung Deutschlands einstellen“ war der Untertitel meines Texts vom 7. Juni 2014.
Mit meinem Kurzlinkgenerator verkürzte ich die lange URL https://fjhmr.wordpress.com/2014/06/07/2254-muss-bleiben-deutschlandradio-will-demokratischste-radiosendung-deutschlands-einstellen/ auf fjhmr.de/2254. Glücklicherweise gelang es mir, diese einprägsame URL in der nächsten Nachtsendung durchzugeben.
Innerhalb weniger Tage häuften sich die Kommentare. Inzwischen verzeichnet der Blogbeitrag 307 Kommentierungen.
Die Titulierung von „2254 als „demokratischste Radiosendung Deutschlands“ hat das Medienportal „Meedia“ in einem Bericht über die „Programmreform“ beim Deutschlandradio vom 12. Juni 2014 sogar aufgegriffen. Fremde Menschen riefen bei mir an wegen „2254“. Manche Stimme war mir allerdings aus der Sendung vertraut.
Nur ein paar Tage vor der
letzten Sendung meldeten sich Conny Voester und Holger Rudolph bei mir. Sie hatten die Petition vorbereitet, über die ich mit meinem Bekannten zehn Tage zuvor auch schon gesprochen hatte. Im Petitionstext fanden sich auch Passagen aus meinem Blogbeitrag.
So wurde ich Mitinitiator der Petition „2254 – Nachtgespräche auf Deutschlandradio Kultur retten“. Auch für diese URL https://www.openpetition.de/petition/online/2254-nachtgespraeche-auf-deutschlandradio-kultur-retten erstellte ich wieder einen Kurzlink unter fjhmr.de/r2254.
Außerdem hatte ich eine Mailingliste aufgesetzt. Der Kurzlink dafür lautet fjhmr.de/m2254.
Beim Verbandstag der Humanistischen Union (HU) in Rastatt hatte ich einen Antrag auf Unterstützung der Petition für „2254“ eingebracht. Aufgrund dieses Beschlusses vom 21. Juni 2014 hat der HU-Bundesvorsitzende Werner Koep-Kerstin am 3. Juli 2014 ein Schreiben im Namen der Bürgerrechtsorganisation an den Intendanten geschickt.
Um die Debatte über „2254“ weiter voranzutreiben und stärker in die Öffentlichkeit zu bringen, bereiteten Christian Dejaco und ich eine Veranstaltung der HU in Marburg vor. Nach der Absage des Programmdirektors Andreas-Peter Weber fand sich Axel Schmidt vom Hörfunkrat des Deutschlandradios als Mitdiskutant.
Das Gespräch am 5. August 2014 haben wir sowohl auf Audio als auch auf Video aufgezeichnet. Zu hören ist ein akustischer Zusammenschnitt unter humr.de/mr2254. Zu sehen und hören ist Axel Schmidt unter dem Kurzlink humr.de/v10, während mein Statement unter humr.de/v9 zu sehen ist.
50 Beiträge habe ich zudem im eigens eingerichteten Blog rettet2254.wordpress.com veröffentlicht. Seine Kurz-URL lautet 2254.fjhmr.de.
Hinzu kommen 380 Tweets auf @rettet2254. Diesen Twitter-Account betreibe ich gemeinsam mit anderen Unterstützern von „2254“.
Außerdem gibt es noch eine Facebook-Gruppe rettet2254. Da ich Facebook jedoch kategorisch ablehne, verfolge ich die Aktivitäten dort nicht.
Ohnehin sind viele Stammhörer von „2254“ aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder Krankheit sowie aus grundsätzlicher Ablehnung der Datentechnologie sogenannte „Offliner“. Über die Neuen Medien und das Internet sind sie schwer zu erreichen. Gerade für sie gibt es kaum Alternativen für eine demokratische Meinungsbildung außerhalb des Mainstreams.
Dem Arbeitskreis Barrierefreies Internet (AKBI) hatte ich vorgeschlagen, sich kritisch zum Vorschlag des Deutschlandradios zu äußern, die Hörer sollten Diskussionen künftig doch statt bei „2254“ zeitgemäß auf Facebook führen. Dazu hat der AKBI am 4. August 2014 seine Pressemitteilung 33 „Teleffonieren statt Facebook“ herausgegeben.
Mein Engagement gipfelt nun nach Abschluss der Petition am 7. September 2014 in der Übergabe der 3.389 Unterschriften. Intendant Willi Steul und Hörfunkrats-Vorsitzender Frank Schildt werden sie am 11. September 2014 um 10 Uhr im Funkhaus am Hans-Rosenthal-Platz in Berlin entgegennehmen.
Bemerkenswert ist, dass die 3.389 Unterschriften ohne eine größere Organisation im Rücken von Hörerinnen und Hörern gesammelt wurden. Zwar haben einige Organisationen wie die HU, der AKBI oder die Ständige Publikumskonferenz in Leipzig die Petition unterstützt, doch haben Privatpersonen die Organisation der Petition weitgehend alleine getragen. Allen, die dabei mitgeholfen haben, gilt mein persönlicher Dank.

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Ein Kommentar zu “Übergabe morgen um 10 Uhr in Berlin: Von 2254 ab 1.05 Uhr bis zu 3.389 Unterschriften für #rettet2254

  1. Wollen wir mal hoffen, dass Du wieder heil zuhause ankommst – zitat aus Killerbee’s neuestem 9/11-Artikel, nur damit es nicht heisst, man haette nichts gesagt:

    […]
    PS
    Bei sehr vielen “false flags” ist charakteristisch, daß aus “Spaß” Ernst wird; daß also genau zum Zeitpunkt des Anschlags eine Übung mit exakt demselben Inhalt durchgeführt wird.
    Während 9/11 fand ein Manöver mit gleichem Inhalt statt.
    Während der London Bombings fand ein Manöver mit dem gleichen Inhalt statt.
    Während des Boston Bombings fand ein Manöver mit gleichem Inhalt statt.
    Von daher finde ich interessant, was ich vor kurzem in der Zeitung [Link und Auszug siehe unten] gelesen habe:
    .
    Eine praktische Vorführung gibt es ebenfalls am Donnerstag [11. September 2014], dann kommt es im Benjamin-Franklin Krankenhaus der Berliner Charité zu einem Dekontaminationstraining. Auch ein Erdgasbrand wird bekämpft. […]
    .
    Also ich würde mich an eurer Stelle nur sehr ungern am 11. September in Berlin aufhalten.
    Die Kanzlerin ist übrigens am 11. September bei einer Wahlkampfveranstaltung in Thüringen, im Kaff Schleusingen (5349 Einwohner).
    Ob sie mit Grundschulkindern Leseübungen machen wird wie der Dabbelju-Schorsch, während die Ziele gesprengt werden, ist mir nicht bekannt.
    Werden wir sehen…

    Bloedsinn? Na hoffentlich.
    Der von KB verlinkte Zeitungsartikel ist dieser, Auszug folgt:
    http://www.retter.tv/de/weitere-organisationen.html?ereig=-Berliner-Katastrophenschutz-Woche-startet-am-Montag-&ereignis=26775

    Von 08. bis 14. September findet in Berlin die Katastrophenschutz-Woche statt. Mit dieser Aktionswoche wollen die betroffenen Behörden auf das Thema Katastrophenschutz aufmerksam machen und sensibilisieren.
    […]
    Eine praktische Vorführung gibt es ebenfalls am Donnerstag, dann kommt es im Benjamin-Franklin Krankenhaus der Berliner Charité zu einem Dekontaminationstraining. Auch ein Erdgasbrand wird bekämpft. Zusätzlich sollen während dieser Woche neue Sanitäts-Gerätewagen an die Berliner Feuerwehr vergeben werden.
    Quelle: Berlin, Senatsverwaltung für Inneres und Sport

    Wenn nix passiert, sei froh.

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