Philosophie und Ethik im Überfluss: Wer weiß, dass er nur wenig weiß?

„Philosophie“ und „Ethik“ sind heutzutage allgegenwärtig. Jede Firma, die etwas auf sich hält, preist vollmundig ihre eigene „Firmenphilosophie“ an. Für Geldanlagen wird mitunter geworben mit der Behauptung, sie seien „ethisch“.
Angst und bange werden könnte einem vor lauter „Ethik“ und „Philosophie“ an allen Ecken und Enden des Alltags. Doch lange suchen muss man, möchte man wirklich ethisch hochstehendes Verhalten oder philosophische Aussagen finden.
Zwar schimpft sich jeder dahergeladene Talkshow-Schwätzer „Philosoph“, doch halten viele Äußerungen dieser eitlen Selbstdarsteller einer kritischen Auseinandersetzung nicht stand. Statt inhaltlicher Tiefe bieten sie nur wohlformulierte Phrasen.
„Philosophie“ ist die Liebe zur Weisheit. Dabei geht es nicht um die Frage, „wer bin ich, und – wenn ja – wie viele?“, sondern um „zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält“.
Frage und Gegenfrage waren das philosophische Grundmuster des Altmeisters Sokrates. Nicht als überlegen Wissender kam der wirkliche Philosoph daher, sondern als derjenige, der „weiß, dass ich nichts weiß“.
Echte Philosophen sind Suchende. Die meisten Wissenden hingegen sind eher Angeber.
Vielleicht sollten Journalistinnen und Journalisten die professionellen Besserwisser künftig nicht auch noch adeln, indem sie sie als „Philosophen“ bezeichnen. Wer einen Zwangsdienst für Senioren oder die Abschaffung der Steuern fordert, der kann nicht wirklich weit gedacht haben. Derartige Aussagen sind eines Philosophen unwürdig.
Lassen wir also die Philosophie im Ungefähren und das Wissen unvollständig! Überlassen wir die Talkshows den Schwätzern und Selbstdarstellern oder denen, die etwas zu einem bestimmten Thema zu sagen haben!

Advertisements

Ein Kommentar zu “Philosophie und Ethik im Überfluss: Wer weiß, dass er nur wenig weiß?

  1. -„Wert legt der AKBI auf die Feststellung, dass Inklusion kein großzügiger Gnadenerweis gegenüber bedauernswürdigen Behinderten ist; vielmehr ist Inklusion ein Recht der gesamten Gesellschaft auf gleiche Zugangsbedingungen zu den Teilhabemöglichkeiten an Bildung, Kultur, Politik und am Alltagsleben. Inklusion nutzt der gesamten gesellschaft, weil sie ihrem Reichtum in seiner ganzen Vielfalt zu einer ungehinderten Entwicklung verhilft.“
    Ja, Herr Hanke, besser noch: Ist es nicht ein Gnadenerweis unsererseits, sich die sinnentleerten „Kriminellen“ Mord- und TotschlagProgramme in Radio und Fernsehen überhaupt noch anzutun? Und mit den Zwangsgebühren dafür wird die Macht der Medien noch einmal mehr sehr deutlich demonstriert. Und das ausgerechnet auch noch bei einem KULTURsender. Aber über die DDR zerfetzte man sich mit Hetze. Das Fernsehprogramm ist eine einzige Anleitung zur Gewalt und das Radio Musik, Wetter, Werbung und Verkehr statt Hörspielen, Buchvorlesungen und mal positiven Berichten.
    Und was für Ethik? Ethik mit Inzest? Damit das Geld in der Familie bleibt? Mein Gott, es geht wirklich zurück, Genossen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s