Freundschaft ist Reichtum: Danke für Anregungen, Wissen und Warmherzigkeit!

Manche Menschen sind ein wahrer Schatz an Klugheit und Wissen. Ich habe das große Glück, einige solche Menschen zu kennen.
Ein wandelndes Lexikon war Philipp Andrew Hill. Leider ist dieser warmherzige, großzügige und mit vielen Kenntnissen reich gesegnete Mensch am 22. Dezember 2014 von uns gegangen. Mit ihm ist sein phänomenal großes Wissen nicht mehr abrufbar.
Aber nicht nur wegen seiner Kenntnisse zu Geschichte, Politik und Kultur sowie seiner Sprachkenntnisse in mindestens acht Sprachen wird Phil mir fehlen. Vermissen werde ich auch das Chaos, das er verbreitete, die Hilfsbereitschaft, die er immer zeigte, und seinen ganz spezifischen Humor.
Glücklicherweise kenne ich noch mehr Menschen, die mein Leben durch anregende Ideen und herausragende Kenntnisse bereichern. Aber keiner von ihnen wird den mit erstaunlich großem enzyklopädischem Wissen begabten Phil Hill je ersetzen können.
Regelmäßig treffe ich mich mit Dr. Eckart Fuchs und Jens Bertrams zum Brunchen. Die Gespräche, die wir dabei führen, sind meist überaus anregend. Besonders dann, wenn wir uns kein spezifisches Thema vorgenommen haben, wird es oft sehr spannend.
Beim Treffen des AKBI-Vorstands am Dienstag (3. Februar) kam unser Vorstandskollege Bernd Kerseboom zu den beiden anderen noch hinzu. Nachdem wir einige Projekte und Formalia des Arbeitskreises Barrierefreies Internet (AKBI) geklärt hatten, kam das Thema „Zukunft des Internet ud der Umgang damit“ auf.
Rasch waren wir bei einer Debatte, die teilweise philosophischen Charakter annahm. Einige Kerngedanken daraus habe ich in einem eigenen Blogbeitrag unter dem Titel „Digitale Revolution 3.0: Die überraschende Zukunft wird eine ganz besondere Überraschung werden“ zusammengefasst. Aber dieser Text ist nur ein müder Abklatsch unseres vielschichtigen und anregenden Gesprächs.
Soll man die Zukunft fürchten oder muss man sich auf sie vorbereiten? Ist eine Vorbereitung auf eine Zukunft überhaupt möglich, die wir gar nicht kennen und deren Qualität wir nicht ermessen können?
Wie können Eltern ihre Kinder auf die technische Entwicklung vorbereiten? Werden Kinder in 20 oder 30 Jahren überhaupt noch in der Lage sein, ohne technische Geräte zu leben und allein mit den Eingebungen ihrer eigenen Phantasie zu spielen?
Solche Fragen zu entwickeln und Antworten darauf zu suchen, finde ich überaus spannend. Mit Eckart, Bernd und Jens haben wir diese Gedanken von verschiedenen Seiten ausgeleuchtet und uns der entscheidenden Fragestellung angenähert: Werden wir und werden künftige Generationen in der Lage sein, mit überraschenden Entwicklungen umzugehen und sich einer technischen Entwicklung totalitären Ausmaßes nicht wehrlos ausliefern?
„Diese Debatte muss geführt werden“, meinte Jens. „Das ist wesentlich wichtiger als fertige Antworten darauf.“
Bertrams hat Recht. Die Antworten entstehen nämlich erst, wenn man die richtigen Fragen stellt. Diese Fragen zu finden, ist mir wichtig.
Dafür bin ich meinen Freunden dankbar. Dankbar bin ich vor allem aber dem Schicksal, das mir so viele gute Menschen an die Seite gestellt hat, die mein Leben mit Klugheit, Kenntnissen und Warmherzigkeit bereichern.

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7 Kommentare zu “Freundschaft ist Reichtum: Danke für Anregungen, Wissen und Warmherzigkeit!

  1. Bei der Diskussion wäre ich gerne dabei gewesen. Aber Sie hätten in dieser klugen Runde bestimmt keinen Pessimisten gebraucht. Die Computer-Revolution hat das Leben der Menschen sehr verändert und tut es immer noch. Unaufhaltsam. Längst haben wir uns an Kinder und Jugendliche gewöhnt, die ständig mit Handy oder Kleinstcomputern spielen, telefonieren oder sonst noch irgendwas tun. Wird es bei einer Familienfeier langweilig – dann Ohrstöpsel raus und im Net gesurft. Mit den „alten“ Familienmitgliedern gibt es kaum noch eine Unterhaltung. Das ist die Gegenwart. Wie wird dann die Zukunft erst aussehen ? Kein Generationsaustausch, keine Familiengeschichten, keine freundlichen Worte mehr, jeder ist mit seinem Computerding und sich selbst beschäftigt. Meinungen werden durch Google & Co vorgegeben und Facebook suggeriert jede Menge Freunde (die hoffentlich niemals vor der Haustür stehen). Der Staat hat keine Überwachungsprobleme mehr und die Lenkung zu Interessen und Kaufverhalten ist total easy Aber mal ehrlich , eigentlich haben wir das doch schon.

    • Oh, ich bin sicher, Sie hätten zu unserer Runde gepasst. Wir waren auch nicht immer optimistisch. Was uns, glaube ich, einte, ist die Ansicht, dass wir, wie immer es kommt, darum kämpfen müssen, das Beste daraus zu machen und nicht aufzugeben. Über die Lage in der Gegenwart machen wir uns keine Illusionen. Als Freunde bestärken wir uns darin, nicht zu resignieren, und das ist sehr hilfreich.

      • Ja. Genau das ist es. Das schöne an einer Runde ist doch, dass man zusammen eine Stärke spürt und sich gegenseitig ermutigt. Behalten Sie das bei, so was ist ein Geschenk ! Ihren Blog lese ich übrigens auch sehr gerne.
        Also irgendwie habe ich schon einen kleinen Vorteil von Ihrer Freundschaft, denn ohne Herrn Hanke hätte ich ja den Blog nicht gefunden.
        Viele Grüße aus Sachsen.

  2. Pingback: Die Mittwochsrunde oder: Wo wir uns die Welt erklären | Kleinigkeiten

    • Lieber Jens, vielen herzlichen Dank für Deinen schönen Text über unsere Mittwochsrunde! Ich freue mich auf unser nächstes Treffen am Mittwoch. Bis dahin wird es wohl wieder viel zu erklären geben. Die Welt ist mitunter sehr merkwürdig. fjh

  3. Pingback: Zum Geburtstag von Erdmuthe Sturz: Dank für Freundschaft, Liebe und Reichtum | Franz-Josef Hanke

  4. Pingback: Lagebesprech: Wie Jens Bertrams, Eckart Fuchs und ich unseren Reichtum teilen | Franz-Josef Hanke

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