Erneuter Angriff auf die Menschlichkeit: Nazis attackieren Flüchtlingscamp in Dresden

Neonazis haben gestern abend in Dresden ein Flüchtlingscamp angegriffen. Mit Flaschen und Steinen haben sie Gegendemonstranten beworfen und drei von ihnen verletzt. Zuvor hatten sie auch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bedrängt, als sie die Zelte aufbauten.
500 Flüchtlinge aus Syrien sollen in dem Notlager provisorisch unterkommen. Dass ihnen solcher Hass und derartige Gewalt entgegenschlägt, hat mich zutiefst schockiert. Was ist das für ein Land, in dem der faschistische Terror wieder Angst und Schrecken verbreiten kann?
In Marburg sind die Zustände glücklicherweise ganz anders. Hier haben bei einer Veranstaltung am Mittwoch (22. Juli) im Bürgerhaus Cappel 400 Menschen den Flüchtlingen im provisorischen Zeltlager ihre ehrenamtliche Hilfe angeboten. Diese große Hilfsbereitschaft erfüllt mich mit Freude.
Mitleid hingegen empfinde mich mit den Bürgern von Dresden. Sie müssen offenbar in enger Nachbarschaft leben mit hirnlosem Hass und menschenverachtender Gewalt.
Ganz besonders aber gilt mein Mitgefühl den Menschen, die ihre Heimat wegen Krieg oder Hunger, Gewalt oder Armut verlassen mussten. Ihre Aufnahme in Deutschland sollte eigentlich ein Ausdruck selbstverständlicher Solidarität und Mitmenschlichkeit sein.
Anhand der Texte von drei Liedern beschreibt ein DAAD-Stipendiat aus Syrien unter dem Titel Hunger nach Frieden sehr eindrucksvoll seine Gefühle. Diesen berührenden Text sollten alle lesen, die auf Flüchtlinge schimpfen und behaupten, es gebe zu viele von ihnen. Auch mehrere weitere Texte im Blog der Teilnehmern eines Deutschkurses in Marburg bezeugen, dass wohl kaum jemand ohne Not seine Heimat auf Dauer verlässt.
Meine Familie kennt diese Situation aus eigener Erfahrung. Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden mein Großvater und seine Familie aus Danzig vertrieben. Obwohl die Menschen in Westdeutschland selber hungern mussten, haben sie damals Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten aufgenommen.
Jahrzehntelang hat mein Vater um den Verlustseiner Heimat getrauert. Als er sie jedoch wieder problemlos besuchen konnte, hat er Danzig jedes Jahr besucht und dabei gute Kontakte mit vielen Menschen in Polen aufgebaut. Seine Heimat indes war – nicht zuletzt auch wegen der ehe mit einer Rheinländerin – längst Bonn geworden.
Vertreibung war seinerzeit nur ein Grund für die Umsiedlung Hunderttausender in den Westen. Gründe für die Flucht waren auch der Verlust von angestammtem Familienbesitz oder Furcht vor den anrückenden russischen Truppen.
Angesichts dessen mag ich die Herabwürdigung sogenannter „Wirtschaftsflüchtlinge“ und die Ausweisung angeblich „sicherer Herkunftsstaaten“ nicht akzeptieren. Vor allem den Umgang mit Roma und Sinti empfinde ich als schändliche Fortführung jahrhundertealten Unrechts in schlechter deutscher Tradition.
Hunderttausende von „Zigeunern“ haben brutale Nazis in ihren Konzentrationslagern ermordet. Ihre Nachkommen hätten eigentlich ein Recht auf Entschuldigung und – sofern das überhaupt möglich wäre –
Wiedergutmachung. Stattdessen erleiden sie jedoch weiterhin die gleiche Verfolgung wie ihre Vorfahren.
Manchmal schäme ich mich, Deutscher zu sein. Zwar bin ich nicht verantwortlich für die schändliche Politik, die diese Zustände herbeigeführt hat. Auch bin ich nicht verantwortlich für Neonazis, die vermutlich aus engstirniger Angst heraus ihren armseligen Wohlstand verteidigen wollen.
Aber ich frage mich, was ich unternehme für eine menschliche Gesellschaft und eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen. Was unternehme ich gegen Waffenhandel und Klimawandel? Was unternehme ich gegen die mörderische Austeritätspolitik und den Hunger?
Warum gelingt es trotz einmütiger Beteuerungen aller Regierungen immer noch nicht, Krieg zu ächten und von der Welt zu verbannen? Warum gelingt es gierigen Geschäftemachern, heimlich über sogenannte „Freihandelsabkommen“ die Demokratie in den betroffenen Ländern faktisch auszuhebeln? Warum gelingt es sogenannten „Sicherheitspolitikern“, ein weltweites Netz der Totalüberwachung durchzusetzen und so die Meinungsfreiheit einzuschränken?
Wahrscheinlich werde ich mehr tun müssen als bisher. Wahrscheinlich werde ich mehr Menschen ansprechen müssen als bisher. Vor allem aber werde ich wohl selbst in meinem persönlichen Umfeld mehr Menschlichkeit leben müssen.

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14 Kommentare zu “Erneuter Angriff auf die Menschlichkeit: Nazis attackieren Flüchtlingscamp in Dresden

  1. Lieber Franz Josef, nun, da wirfst Du viele Fragen auf einmal auf. Ich persönlich glaube, dass man eh nur im persönlichen Umfeld Menschlichkeit leben kann. Warum es immer noch Kriege gibt? Das soll doch so sein, die Waffenindustrie ist mächtig und Deutschland ganz vorne mit dabei! Wenn Sinti und Roma immer noch verfolgt werden, dann würde ich als EU mal im Mitgliedsland Ungarn oder in Rumänien anklopfen! Das interessiert aber auch niemanden. Im übrigen finde ich Deine Überschirift dieses Artikels sehr gut gewählt! Ich finde aber auch, dass unser Staat einen Angriff auf die Menschlichkeit seiner eigenen Bürger forciert oder willentlich hinnimmt. Er macht sich es immer einfach und spricht von Nazis und schürt so gewollt eine Neiddebatte. Es gibt genug Vergessene Bürger die Opfer der Einigung oder der Treuhand geworden sind und nun die Sanktionen der Arbeitsagentur zu spüren bekommen. Da sollte man differenzieren und nicht gleich die Nazikeule rausholen. Ja, es gibt Nazis, nur denke ich niemand wird als Nazi geboren. Oftmals fehlen einfach die Optionen auf ein ordentliches und normales Leben. Keine Bildung, kein Job, kein intaktes Eltenrhaus. Das wäre auch eine Aufgabe der Politik, auch hier versagt sie. Da finden sich dann schnell kleine „FÜHRER“ die diesen Jungen Menschen ohne Zukunft und Perspektive und eine „Heimat“ geben. Hier fühlen sich die Menschen dann nicht ausgegrenzt. Würde man hier mal ordentlich und nachhaltig wirken , gäbe es bald keine Nazis mehr …..

  2. Steine hab ich nicht fliegen sehen, dafür Böller und eine Warnbake. Macht im Detail vermutlich keinen Unterschied. Ansonsten kann ich nur zustimmen. Seit diese Pediga hier montags ihre „Schweigemärsche“ veranstalten, ist das gesellschaftliche Klima in der Stadt von Konfrontation und Angst erfüllt.

  3. Ich kann mich den Ausführungen von D. Wolf nur anschließen. Zudem ich gestern einen Bericht im Radio zur Erinnerung an die „Grubenschließung nach der Wende: Aufstand im Kalibergwerk“ hörte. War das menschlich und mitfühlsam?
    Ganz trotz ohne Krieg.
    17. Mai 2010, 20:57 Uhr
    DDR: Treuhand-Anstalt Ausverkauf der Republik
    Alles muss raus: Wie die Treuhandanstalt das DDR-Volksvermögen verschleuderte. Die Abwicklung Ostdeutschlands wurde vor allem eine Abwicklung der Arbeitsplätze.
    Von Franziska Augstein
    Frust- statt Montagsdemo: Zu Beginn der 1990er Jahre waren Proteste gegen die Treuhandanstalt ein alltägliches Bild in Ostdeutschland. Hier demonstrieren die Mitarbeiter einer Saalfelder Fabrik. Von einst 1700 Beschäftigten sollten nur 140 ihren Arbeitsplatz behalten. (Foto: Foto: dpa) .“
    Und schon damals interessierten die Proteste und Demos wenig bis überhaupt nicht. Und somit nenne ich das, was Sie, lieber Herr Hanke, Hass nennen, ganz einfach Angst: Existenzangst und Enttäuschung. Denn wenn das, was mühsam nach dem Krieg und trotz Trümmern von Eltern und Großeltern bis hin zum sicheren Arbeitsplatz wieder aufgebaut wurde, durch kranke Politik einfach vernichtet wird, dann macht das ebenfalls Angst. Ist das nicht auch wie ein Krieg? Denn so etwas hatte man wahrlich auch nicht erwartet . Was wäre denn überhaupt aufgebaut worden, wenn alle samt Trümmerfrauen geflohen wären nach dem Krieg? Schürt nicht genau diese kranke Politik die Angst und sät die Zwietracht, spielt die Menschen gegeneinander aus? Dort Tod und Vertreibung, aber fette Gewinne durch die Waffengeschäfte, hier Verlust der Arbeitsplätze: Erst durch Treuhand, dann Verlager der Arbeit ins Ausland. Wieso ist die Angst vor dieser „Art der Kriegsführung“ gegen die eigene Bevölkerung nicht zu verstehen? Statt ebenfalls das Land endgültig zu verlassen, bauten Eltern und Großeltern samt Trümmerfrauen diese Betriebe, Wohnungen, ja selbst ein Sozialsystem aus diesen Trümmern wieder auf. Wer macht das in den Flüchtlingsländern? „Wiedergutmachung. Stattdessen erleiden sie jedoch weiterhin die gleiche Verfolgung wie ihre Vorfahren.“
    Hier war es 1989 keine Verfolgung, sondern einfache Vernichtung der Zukunft unserer Kinder und Enkel. Und das, wo doch „endlich“ diese Mauer weg war. Wozu denn? Wurde die Mauer eingerissen, um nun über Betriebe und Wohnungen herzufallen? Wieso sind diese RegierungsEliten nicht in der Lage oder willens, über diese Kriegsregierungen Sanktionen zu verhängen? Oder sollen diese Kriegsflüchtlinge ihre Länder für immer verlassen, denn ohne deren Trümmerfrauen, Arbeiter, ja ohne deren Fachkräfte ist ein Wiederaufbau dort ja wohl kaum möglich.
    Auch ich wurde bedarfsbedingt gekündigt, als unserem westdeutschen (51-prozentigen) Herrn Geschäftsführer des Bauhofes der Gebäudewirtschaft die zweite halbe Million Kredit von der Bayerischen Vereinsbank nicht bewilligt wurde. Was machte es, dass ich alleinerziehend war und mein Sohn im Jahr darauf eingeschult werden sollte. Hauptsache, er hatte seinen PickUp, LandRover oder wie sich seine neueste Errungenschaft – Großkotzfahrzeug – nannte.

    • Angst is kein Grund und darf kein Grund sein, Menschen anzugreifen. Was die sogenannte „Treuhand“ betrifft, diente sie eher der Bereicherung von West-Betrieben als der sinnvollen Fortführung von Betrieben im Gebiet der ehemaligen DDR. Was die Unterstützung des Aufbaus in den Herkunftsländern der Flüchtlinge betrifft, wäre da sicherlich viel zu tun. Solange jedoch in Syrien oder im Irak der sogenannte „IS“ wütet, ist niemandem zuzumuten, dort hinzugehen oder sich dort aufzuhalten. Dass diese Mörderband anfangs auch von US-Geheimdiensten zumindest geduldet wurde, ist inzwischen aktenkundig. Menschlichkeit heißt für mich, dass man seinen Blick der Zukunft zuwendet und daran arbeitet, neoliberale Strukturen der Gier und Entmenschlichung zu überwinden. Dabei helfen Analyse und eine offene Suche nach Alternativen. Der „Blick zurück im Zorn“ indes entzweit eher, als dass er weiterhilft. fjh

      • Lieber Franz Josef, Deiner Erklärung ist nichts hinzuzufügen Ich wollte nur diesbezüglich sensibilisieren, dass Menschlichkeit auch den “ vergessenen Deutschen“ mit Lebensleistung und oft ohne Arbeit oder unzureichender Rente gut tun würde. Hier agiert unser Staat unter aller Kanone. Ich persönlich glaube eher an eine gewollte Neiddebatte ( Seht her, es gibt noch welche, denen geht’s noch schlechter als euch). Ich will und kann wirklich nicht glauben, dass wir ein Nazi Problem im Lande haben. Sicherlich es sind einige Fahlgeleitete, aber die meisten die da jetzt mitlaufen, sind eher enttäuscht und fühlen sich ausgegrenzt. Hier gilt es anzusetzen, dann können sich die Nazis in Deutschland bald in einer Telefonzelle versammeln…. alle 3.

      • Lieber Dietmar, damit die Nazis alle in eine Telefonzelle passen, müsste man den sogenannten „Vrfassungsschutz“ abschaffen. Die Behörden mit diesem irreführenden Namen haben viele Nazi-Organisationen nämlich sowohl durch Gelder für V-Leute finanziert als auch durch zahlreiche V-Leute in diesen Organisationen aufgebläht. Zeitweilig hatten die verschiedenen Verfassungsschutzämter und Polizeibehörden in der NPD sogar einmal die satzungsändernde Mehrheit und hätten den Laden auflösen können! Menschlichkeit bedeutet für mich Respekt vor der Lebensleistung von Menschen ebenso wie die Achtung derer, die keine Chance zu dergleichen haben. Respekt bedeutet auch, dass die Politik sich am Artikel 1 des Grundgesetzes auszurichten hat und nicht an den Wünschen neoliberaler Lobbyisten. Respekt ist für mich natürlich vor allem eine Frage des Umgangs miteinander. Gewalt ist da immer fehl am Platze. Der Friedensforscher Johan Galtung spricht neben „direkter Gewalt“ auch von „struktureller Gewalt“ und „kultureller Gewalt“. Insofern ist erklärlich, dass manche Menschen auf Lebensbedingungen reagieren, die sie als Gewalt empfinden. Das ist aber nie die richtige Lösung. fjhs

  4. Und schon wieder Dresden ,. Der Erklärungsversuch von R Ger ist für mich nicht ganz nachvollziehbar. Die Gewalt gegen alles Fremde und die Fremden kann mit irgendwelchen DDR-Identitätsverlusten nicht erklärt werden. Durch die Wende habe ich meine berufliche und ökonomische Zukunft verloren und bin trotzdem kein Nazi geworden. Dieses Land hat genug Knete um Asylbewerber und Menschen in Not aufzunehmen. Für mich ist Not nicht trennbar in materielle und politische Kategorien.
    Du fragst einen Ertrinkenden doch nicht welche Partei er wählt oder zu welchem Fußballverein er geht, du hilfst ihm einfach. Das macht das Menschsein aus.
    Dumm nur, dass einige Politiker sich über das Thema profilieren wollen und die Vorurteile in der Bevölkerung hochkochen. Das ist grob fahrlässig !
    Wenn man den Menschen in den Krisengebieten und verarmten Regionen wirklich helfen will, muss man etwas für die ökonomische und demokratische Entwicklung dort vor Ort tun – eine immer wieder und oft geschriebene Binsenweisheit. Solange da nichts passiert werden die Einwanderungsbemühungen immer größer.

    • Lieber Ronald Wolf, haben Sie herzlichen Dank für diesen Beitrag! Angst und Ärger dürfen keine Rechtfertigung sein für Unmenschlichkeit und Gewalt. Gewalt kann keine Probleme lösen, sondern nur weiteren Hass und weitere Gewalt erzeugen. Zu Recht fordern Sie ein, dass die Politik den Menschen eine Perspektive bieten muss. Das gilt im Osten wie im Westen und im Norden wie im Süden. Zu Recht kritisieren Sie das Zündeln gewisser Politiker, die auf Fremdenfeindlichkeit und Verlustängsten ihr populistisches Süppchen kochen. Diese Politik ist nicht zukunftsfähig. Wer auf solche Politiker hereinfällt, der schadet damit selbst seiner eigenen Zukunft. Wir brauchen weitsichtige Politik und eine Abkehr vom Primat der Wirtschaft über die Demokratie. Dafür sollten wir möglichst gemeinsam kämpfen. Ob es gelingen wird, werden wir sehen. Versuchen sollten wir´s jedenfalls. fjh

  5. Berlin (dpa) – Zwei Drittel der Bundesbürger sind laut einer Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks bereit, zur Unterstützung benachteiligter Kinder in Deutschland mehr Steuern zu zahlen. Rund 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre wüchsen heute in einkommensschwachen Familien auf und hätten dadurch schlechtere Startchancen im Leben. Das teilte das Kinderhilfswerk in Berlin mit. Gegen diese Form der Kinderarmut unterstütze eine große Mehrheit der Befragten kostenlose Ganztagsbetreuung und mehr Sozialarbeiter an Kitas und Schulen.

    Die Bundesregierung will in drei Wochen mit den Bundesländern über den Streit bei den Kosten der Flüchtlingsunterbringung sprechen. An dem Treffen auf „höchster politischer Ebene“ am 8. Mai im Kanzleramt werden Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), Innenminister Thomas de Maizière und Kanzleramtschef Peter Altmaier (beide CDU) teilnehmen, kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert an. Auch „Vertreter mehrerer Bundesländer“ sollen nach Berlin kommen. Thema sollen „alle derzeit dringenden Fragen im Zusammenhang mit dem Flüchtlingszustrom“ sein, so Seibert.
    Doch schon?

    • Man msollte keinen Gegensatz zwischen Flüchtlingen und Alleinerziehenden oder Kindern aus benachteiligten Familien konstruieren und benachteiligte Menschen gegeneinander ausspielen. Wenn man die Höhe der Rüstungsausgaben anschaut, wäre genug Geld da für die Lösung der dringlichsten Probleme. Zudem könnte Deutschland jedes Jahr 50 Milliarden Euro mehr an Steuern einnehmen, wenn die Steuergesetze wieder auf die Regelungen des Jahres 1998 vor dem Amtsantritt von Gerhard Schröder zurückgedreht würden. Durch Steuergeschenke vor allem an die Reichen – Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Spitzensteuersatz – haben die Bundesregierungen seither jährlich 50 Milliarden Euro verschenkt! Keine Politik für die Reichen, sondern Solidarität und Menschenwürde als Maßstab politischen Handelns! fjh

  6. Es ist genug für alle da in diesem Land. Bei einer ordentlichen Steuerung der Staatseinnahmen und Lenkung der Finanzen in strukturschwache Regionen kann man für die Leute „hier“ was tun und Geld zur Hilfe für Einwanderer und Asylsuchende bleibt da immer noch . Rüstungsausgaben (der Afghanistankrieg hat Deutschland jeden Tag 2 Millionen Euro gekostet !!!) oder Geld für sinnlose Representationsbauten etc. müssen einfach anders verwendet werden. Dazu ist aber der politische Wille nötig. Die Milliarden für marode und durch Spekulationen ins Trudeln geratenen Banken hätten wir auch anders verwenden können. Da haben damals beim „Rettungsschirm“ die wenigsten Deutschen protestiert.
    Ich bleibe dabei : Man muss den Menschen helfen die in Not sind, egal woher und warum sie hier her kommen. Übrigens waren die Sachspenden für die Asylbewerber durch die Dresdner Bevölkerung so groß, dass man gar nicht mehr alles annehmen konnte. Steht aber nicht in der „Bild“ und in der „FAZ“. Oder ?

    • Genau: Es ist genug da für alle, die wirklich was brauchen. Auch hier in Marburg waren die Sachspenden sowie die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement für Flüchtlinge riesig. Zu einer Informationsveranstaltung sind 400 Leute gekommen. Also: Solidarisch UmFairTeilen! fjh

      • Hallo ins Rund, ich denke , dass wir es hier mit einem vielschichtigem Problem zu tun haben und ich glaube nicht, dass es generell an der Hilfsbereitschaft der Deutschen scheitert. Die Asylpolitik unserer Regierung ist unter aller Granate, hätte man hier seine Hausaufgaben ordentlich erledigt, hätten wir jetzt nicht diese Diskussion. Mir wird immer mehr klar, dass unsere Volksvertreter keine Politik fürs Volk machen, sondern nur für Industrie, Banken und Geldadel. Deren oberstes Ziel ist aber nur die Optimierung der Finanzen und nicht der Mensch, der ist nur ein notwendiges Übel zur Erreichung der monetären Ziele!

  7. „Oftmals fehlen einfach die Optionen auf ein ordentliches und normales Leben.2
    Ja, wo sind sie denn, die Chancen in dieser Demokratie für unsere Jugend außer Hartz IV, mal ganz abgesehen von den Exzellenz-Initiativen für Eliten, Exzellenzen, Eminenzen und Intelligenzen? Gibt es wieder eine Ober- und eine Unterschicht. Wie kommt man auf die Idee, dass es den Menschen im kapitalistischen Westen besser geht? Ist doch klar, dass sich unzufriedene junge Leute „etwas“ temperamentvoller Luft machen, noch zumal, wenn alle weghören und sie ignorieren. Es ist reine Dummheit, gegen seine eigenen jungen Leute zu arbeiten anstatt sie mitzunehmen, zu fragen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Das gilt nicht nur für die deutsche Jugend, das gilt für alle Länder mit eigener Jugend..

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