Mein Rat an Wahlkämpfende: Weniger ist oft mehr

Der Wahlkampf hat schon voll begonnen und mit ihm die nervende Selbstdarstellung von Parteien und kandidierendem Personal. Mit ihrer Penetranz schaden viele Wahlkämpfende jedoch sich selbst und der Demokratie.
#ZeitfuerMartin lautete wochenlang der Hashtag der SPD, mit dem sie ihren Spitzenkandidaten Martin Schulz geradezu in den Himmel hinein ggepriesen hat. Nachdem er mit 100 Prozent zum Parteivorsitzenden gewählt wurde, kann er nun nur noch verlieren. Bei der Landtagswahl im Saarland ist die SPD dann auch erwartungsgemäß abgeschmiert.
#smartgerecht ist der sinnentleerte Hashtag der Piraten. Vor allem auf Twitter knervt diese Partei mit unzähligen Interna und ständigen Widerholungen. Auch wenn einzelne Piraten durchaus gute Politik machen, schmoren diese Dauertwitterer doch allein schon wegen ihres mangelnden Einfühlungsvermögens gegenüber möglichen Wählern letztlich im eigenen Saft.
Weniger ist manchmal mehr. Demokratie braucht keine Dauerberieselung, sondern nachhaltige Politik und stichhaltige Argumente. Statt über „Social Media“ sich selbst unentwegt auf die Schulter zu klopfen, sollten Politiker lieber einmal an die unentschlossenen Wahlberechtigten denken.

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5 Kommentare zu “Mein Rat an Wahlkämpfende: Weniger ist oft mehr

  1. Lieber F.-J. H !
    Das ist ja richtig kurz. Bei diesem Thema ? Ich hoffe Dir geht es gut und Du bist nicht an der Welt verzweifelt! Mir fehlt da mein feuriger (und manchmal wütender) in die Tiefe gehender Analyst (im positiven Sinne). Klar nerven die Wahlkämpfer und das Gesülze ist kaum zu ertragen. Entschuldigung, aber ich kann keine Unterschiede mehr ausmachen. Die Roten, Knallroten,Gelben,Schwarzen, Grünen und Braunen- die haben doch nicht wirklich irgendeine Vision. Man kann sich aber halt ein Übel aussuchen – ist das jetzt gut ??? Ich weiß es nicht und hätte gerne Deine Überlegungen gewusst, die mir ja immer helfen und mich auch sehr oft ermutigen.
    Ich hoffe, dass es Dir gut geht. Viele Grüße aus dem Vogtland.
    Ronald

  2. Ja, das ist das Gute, das Schöne an der Demokratie: Jeder kann sagen, wasser will. Es interessiert nur niemanden UND: Es ist keiner da, der die Mehrheitsmeinung bündelt und sagt: „So machen wir das jetzt, für unsere Bürger, für unser Volk, von dem wir ja eigentlich Schaden abwenden wollen“.
    Nun ja, Demokratie = Anarchie + Chaos.
    Frohe Ostern, die Sonne guckt auch ganz vorsichtig durch die Wolken, was die da unten erwartet 😉

  3. Ganz wichtig noch: … von dem wir ja Schaden, wiedergewählt und Diäten und Pensionen haben wollen, nicht wahr?

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