Schönen Nikolaustag: Mein wirklicher Wunschzettel zu Weihnachten

Lieber Nikolaus,
meinen Wunschzettel stecke ich in meine Stiefel. Du brauchst keinen Spekulatius hineinzustecken, sondern nur für Frieden und Freundlichkeit eintreten. Darum bitte ich Dich zum Weihnachtsfest aus ganzem Herzen.
Lieber Nikolaus,
komm bitte mit Deinem Rentierschlitten vom Norden hinunter zum Mittelmeer und sorge dafür, dass dort keiner ertrinkt! Wie sollen wir fröhlich Weihnachten feiern, wenn weiterhin Hartherzigkeit regiert und das Leben von Menschen nichts zählt? Lieber Nikolaus,
mach auf dem Weg bitte einen kurzen Umweg beim BAMF und lass ihnen Deinen Knecht Ruprecht in Nürnberg! Lebkuchen bekommen die Beamten beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nur, wenn sie das „für“ im Namen ihrer Behörde groß schreiben und nicht mehr gegen Migration und Flüchtlinge arbeiten. Dein guter Gehilfe möge sie lehren, dass die dunkle Hautfarbe kein Grund ist, seit Jahrhunderten schon tief verwurzelt zu sein in der europäischen Kultur. Lieber Nikolaus,
Beschenke bitte besonders reichlich die Kinder, die wenig besitzen und vieles brauchen! Beschenke die anderen mit der Freude am Schenken und an einem Fest, das die Weihnachtsgeschichte in den Mittelpunkt rückt! Mein Gott,
Maria und Josef waren Flüchtlinge. Ihnen wurde das Asyl verweigert. In einem heruntergekommenen Stall konnten sie schließlich unterkriechen und die Geburt ihres IKindes erleben.
Seit 2000 Jahren entflammt diese Geschichte die Herzen der Menschen. Möge sie Christen wie Humanisten gleichermaßen dazu ermutigen, offen zu sein für Hilfsbereitschaft und Humanität!
Ich möchte meinen Wunschzettel deshalb in meine Stiefel stecken, aber auch in jede Mail, die ich bis Weihnachten versende. Ich möchte ihn senden an alle Verantwortlichen überall dort, wo Entscheidungen getroffen werden oder über die Bedürfnisse von Menschen hinweggegangen wird.
Deutschland wäre wirklich ein armes Land, wenn es als reiches Land nicht denen Hilfe gewährte, die sie dringend benötigen. Lassen wir uns nicht mehr länger verhetzen von allen, die vor lauter armseliger Angst vor Fremden keine Heimat mehr finden in sich selbst!
Reichtum ist die Fähigkeit, mit den eigenen Ideen und Kräften eine Flamme der Solidarität anzuzünden und ins Fenster zu stellen. Das Dunkel der Nacht durchdringt das Licht der Freude am Geschenke machen und miteinander lachen. Zu Weihnachten wünsche ich mir ein Bleiberecht für alle, die hierhergekommen sind in friedlicher gesinnung und der Hoffnung auf unsere Mitmenschlichkeit.

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