Hackerangriff auf Prominente: Wir machen Dich nackt!

Wir kennen Dich. Du kannst Dich nicht verstecken!

So etwa wirken sich die neuen Veröffentlichung über prominente Kultur- und Medienschaffende sowie Politiker aus. Ihre Kontaktdaten wie Handy-Nummer und Wohnanschrift wurden ebenso veröffentlicht wie persönliche Briefe und Mails, Abbuchungsaufträge oder private Lebensverhältnisse. Politisch brisante Informationen wurden unter der Vielzahl „geleakter“ Daten bislang noch nicht entdeckt.
Online gestellt wurden diese Daten bereits vor Weihnachten. Aufgefallen ist ihre Veröffentlichung aber erst drei Tage nach dem Jahreswechsel.
Auffällig ist, dass es alle Parteien getroffen hat außer der AfD. Das deutet darauf hin, dass rechtsorientierte Kreise hinter dieser Aktion stehen könnten.
Diese „Entblößung prominenter Menscheen macht die Betroffenen angreifbar. Man kann sie durchaus als Einschüchterungsversuch und als Drohung verstehen. Unangenehm ist angesichts der großen Unterschiedlichkeit der jeweiligen Angaben für die möglicherweise Betroffenen auch, dass sie nicht wissen, was da über sie im Internet verbreitet wird.
Ein Gutes könnte diese ekelhafte Aktion vielleicht aber doch haben: Sie verdeutlicht auf unangenehme Weise, wie wichtig der Schutz persönlicher Daten und der Privatsphäre sind. Und sie zeigt, dass auch scheinbar unwichtige Daten durch eine Weitergabe oder Veröffentlichung plötzlich brisant werden können. Sie zeigt aber auch, dass der Respekt vor der Privatsphäre anderer Menschen unteilbar ist und eine notwndige Voraussetzung, dass Menschen sich in einer Demokratie engagieren, Haltung zeigen und sich in Kunst und Kultur hervortun.

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