Lieber altmodisch statt aggressiv: Hass, Häme und Hetze durch Höflichkeit ersetzen!

Höfliche Umgangsformen betrachten viele Zeitgenossen als altmodisch. Doch gerade in Zeiten allgegenwärtiger Pöbelei in sogenannten „Social Media“ erweist sich einmal mehr deren Wichtigkeit.
Als Kind habe ich gelernt, keine Fäkalausdrücke zu verwenden. Ein gutes Benehmen gegenüber allen anderen verlange ein gewisses Maß von Distanz und Respekt. Das gelte auch gegenüber Personen, die Einem unsympathisch erscheinen.
Ich lernte, Fremden zur Begrüßung die Hand hinzuhalten und mich mit Namen vorzustellen. Ich lernte, niemandem die Tür vor der Nase zuzuschlagen und Älteren im Bus den Sitzplatz anzubieten. Eltern mit Kinderwagen sollte man beim Einsteigen helfen oder den Kinderwagen gemeinsam mit ihnen die Treppe hinauftragen.
Rücksicht und respekt waren dabei eine Selbstverständlichkeit. Dazu gehörte auch, niemanden zu beleidigen oder zu kränken und sich nicht über vermeintlich Schwächere oder Fremde lustig zu machen. Auch ein ungewohntes Aussehen oder eine dunkle Hautfarbe sollten kein Grund für despektierliche Bemerkungen oder Spott sein.
All das ist zwischenzeitlich – nicht nur im Internet – aus der Mode gekommen. Wenn aber die neue Mode in Häme, Hetze und Beschimpfungen oder gar Bedrohungen bestehen soll, dann möchte ich lieber unmodern sein. Besser noch wäre allerdings, die gute alte Höflichkeit als Ausdruck des Respekts gegenüber jedem Menschen käme wieder in Mode und bliebe dann auf Dauer eine unantastbare Selbstverständlichkeit.

Werbeanzeigen