Europa hat Zukunft gewählt: Danke an Rezo und Fridays for Future!

Europa hat gewählt. Klimaschutz ist nun Priorität nummer 1.

Das ist gut und wichtig. Dafür dürfen die Menschen sich besonders bei der Schülerbewegung „Fridays for Future“ und dem Youtuber Rezo bedanken. Ohne ihr vorbildliches Engagement und die Übernahme der Themensetzung von fremdenfeindlichen Rechtspopulisten wäre das Ergebnis in Deutschland vielleicht nicht ganz so deutlich ausgefallen.
Abgestraft wurden zu Recht die Parteien der Großen Koalition. In Deutschland hätte die GroKo keine Mehrheit mehr, würde der Bundestag jetzt neu gewählt.
Vor Allem für die SPD ist dieses Wahlergebnis sehr bitter. Doch das hat sich die Partei einer Obertaktiererin Andrea Nahles und eines Polizeigewalt-Leugners Olaf Scholz selbst zuzuschreiben.
Wahlberechtigte wollen zukunftweisende Politik. Beim Umgang mit dem millionenfach angeklickten Video des Youtubers Rezo hat die CDU ihre erschreckende Inkompetenz im Umgang mit jungen Leuten ebenso wie mit wichtigen Zukunftsfragen deutlich gezeigt. Ebenso wie die SPD ist auch die CDU im 21. Jahrhundert nicht mehr regierungsfähig.
Statt der überkommenen Kungelei mit Großkonzernen und der Bewahrung antiquierter Arbeitsplätze in umweltfeindlichen Industrien benötigt Europa mutige Schritte zu einer echten Klimawende und einer ökologischen Generationengerechtigkeit. Mikroplastik in den Meeren, Glyphosat-Gift in den Körpern der Menschen und Nitrate im Boden müssen ebenso der Vergangenheit angehören wie Autos mit Verbrennungsmotor, Raserei auf Autobahnen und der Braunkohletagebau.
Dabei geht es nicht um die Festlegung eines Jahrs, bis wohin die Giftmischerei und das Vergasen der Bevölkerung fortgesetzt wird. Vielmehr geht es darum, wie ein Ausstieg sofort beginnen kann. Diese dringliche Frage müssen alle Parteien nun sofort anpacken.
Wenn altbackene Politikerinnen und Politiker weiterhin mit hohlen Phrasen zu beschwichtigen versuchen, dann haben sie nur die Rente verdient. Allerdings ist bei ihnen eine Bedürftigkeitsprüfung dafür nicht nötig, weil sie trotz ihres offenkundigen Versagens genügend Geld aus Steuermitteln eingesackt haben. Aber das darf man ihnen gönnen, wenn sich das Land bessere und zukunftsorientierte Politikerinnen gönnt.
Leider sind Rechtspopulisten wie die AfD in Deutschland und das Rassemblement National in Frankreich immer noch viel zu stark. Vor Allem in Ostdeutschland zeigt sich eine sehr problematische Stärke der AfD, die dort in manchen Regionen sogar stärkste Partei wurde. Die Hinwendung zur Vergangenheit aus Angst vor der Zukunft und sogar der Gegenwart kann nur eine Politik bekämpfen, die echte Lösungen für die drängenden probleme sofort angeht.
Darum sollten die derzeit herrschenden parteien jetzt umgehend die Ärmel hochkrempeln und versuchen, ihren überalterten Politikstil über Bord zu werfen. Mit Kevin Künert hat die SPD ein Talent in ihren Reihen, das einmal eine echte Chance in einer wichtigen Parteifunktion verdient hätte. Vielleicht könnte die CDU sich ja in Schleswig-Holstein oder Bremen nach Nachwuchstalenten umschauen, die die Klimakatastrophe des GroKo-Ergebnisses bei der Europawahl mutig angehen könnten?

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