Kritik an kläglichen Klimaversprechern: Danke, Greta!

Die Rede von Greta Thunberg vor dem UN-Klimagipfel in New York war nicht nur großartig, sondern vor Allem nötig. die 16-jährige Schwedin hat den Regierenden scharf ins Gewissen geredet. Danke Greta!
Die anschließende Rede von Angela Merkel war daggegen peinlich. Die Bundeskanzlerin hat ihr „Klimapaket“ schöngeredet, das in Wirklichkeit nicht mal ein Päckchen ist, sondern höchstens ein Freibrief für klimaschädliche Industrien.
In gewohnt unterkühlter Manier hat Merkel vor dem Auditorium Zahlen ausgebreitet, die mit dem sogenannten „Klimapaket“ der Bundesregierung verbunden sind. Allerdings waren das fast alles Ziele, die die Bundesregierung angeblich anstrebt, mit diesen Maßnahmen aber garantiert nicht erreichen wird.
Dabei ist erhebliche Eile geboten. Inzwischen schreitet der Klimawandel wesentlich schneller voran als bislang berechnet. Wer die Klimakatastrophe ernsthaft verhindern will, der muss sofort handeln und nicht erst zögerlich im Jahr 2021.
Bemerkenswert ist zudem, dass fast alle in der Bundesregierung nun plötzlich ihr Herz für die Soziale Gerechtigkeit entdeckt haben wollen. Noch nie wurde die soziale Verträglichkeit von Politik so ausufernd beschworen wie bei diesem sogenannten „Klimapaket“. Wo aber waren genau die selben Verantwortlichen bei der Grundrente, dem Rehabilitations-Stärkungs-Gesetz (RISG) und bei der Debatte um Sanktionen für Bezieherinnen oder Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG II)?
Das unerwartet deutlich beschworene „soziale Gewissen“ der Bundesregierung ist vermutlich eher gewissen Kreisen geschuldet, die weiterhin Gewinne einstreichen wollen auf Kosten des Klimas. Es ist ein Vorwand für eine fortdauernde Verbrüderung der Politik mit einer klimaschädlichen Industrie.
Doch ein derartiger kapitulierender Kniefall vor Klimaleugnern wäre fatal. Die AfD ist keine Partei der Zukunft, sondern eine Kampfgruppe zur Beschwörung einer unwiederbringlichen widerlichen Vergangenheit. Wer seine Verantwortung ernst nimmt, muss beim Preis für Kohlendioxid (CO2) mit mindestens 50 Euro pro Tonne spätestens zum 1. Januar 2020 einsteigen!
Mit ihrer derzeitigen Politik jedoch schaufeln sich CDU, cSU und SPD nicht nur ihr eigenes Grab, sondern leider auch das von Millionen Menschen und der Natur. Hieß es früher „Nach mir die Sintflut“, so lautet die Parole der Bundesregierung nun anscheinend: „Es folgt eine lange Dürre.“
Ärgerlich und traurig ist dieses Geschacher der Regierenden um die Zukunft der Regierten und des Planeten. Erschreckend ist ihre Ignoranz gegenüber der Kritik nahezu aller namhafter Klimaforscher. Die sogenannte „Große Koalition“ (GroKo) in Berlin wurde spätestens jetzt zu einer großen Kollaboration mit den ewig gestrigen Kräften einer unrealistischen wachstumsideologie.
Umso wichtiger waren die wütenden Worte der 16-jährigen Greta in New York. Jung und Alt haben ihr bereits millionenfach Recht gegeben bei riesigen Demonstrationen weltweit. Dafür gebürt der jungen Frau Dank und Respekt.

3 Kommentare zu “Kritik an kläglichen Klimaversprechern: Danke, Greta!

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