Freitag der Dreizehnte: Boris Johnson gewann absolute Mehrheit

Boris Johnson hat die Wahl zum britischen

Unterhaus gewonnen. Freitag der Dreizehnte

ist ein schlechter Tag für die Europäische

Union (EU) und das United Kingdom (UK).

Bis zum 31. Januar 2020 wird die neue

Regierung unter dem Premierminister

Johnson den Brexit durchführen. Gleichzeitig

wird sich Schottland wahrscheinlich diesen

Trip in die Hölle ersparen. 55 von 56

Wahlkreisen dort fielen bei der Wahl an die

schottischen Regionalisten.
Der Sieg von Johnson ist jedoch nicht nur ein

Erfolg der Nationalisten über die europäische

Solidarität, sondern zugleich auch eine

kkrachende Niederlage der Labour Party. Ihr

Vorsitzender Jeremy Corbyn ist in Punkto

Brext dermaßen herumgeeiert, dass er für

viele Gegnerinnen und Gegner der Abspaltung

des UK von der EU allein schon deswegen

unwählbar war.
Die hochgelobte „Europäische Idee“ ist

zudem leider inzwischen zu sehr in

Lobbykratie und Kleinkrieg erstickt. Eine

demokratische Erneuerung der EU mit mehr

Transparenz und weniger Lobbyismus sowie

einem engagierten „New Green Deal“ ist

jedoch angesichts der Herausforderungen des

Klimawandels unerlässlich.
Der „Europäische Rat“ hat leider jedoch

wieder einmal einen faulen Kompromiss zum

Klimaschutz verabbschiedet. Polen soll nicht

mal bis 2050 aus der Kohle aussteigen. Das

ist eine beschämende Niederlage für die

großsprecherische neue

Kommissionspräsidentin Ursula von der

Leyen.
Der Neoliberalismus ist escheitert. Diese

idiotische Ideologie von unkontrollierten

„Märkten“, die angeblich selber alles

regulieren, gehört umgehend auf den

Müllhaufen der Geschichte. Die Zukunft

erfordert eine transparente Demokratie mit

einem Primat von Freiheitsrechten und

Gesundheit vor Wirtschaftsinteressen muss

her, bevor die gigantische Gier großkotziger

Wirtschaftsmagnaten nur noch verbrannte

Erde und überflutetes Land hinterlassen hat!