Agenda 2020: Demokratie, Humanität und Klimaschutz

Demokratie, Mitmenschlichkeit und Umweltschutz verlangen vollen Einsatz. Sie sind die wichtigsten Aufgaben für 2020.
Wenn die Menschheit das Klima weiterhin vergiftet, wird sie Flora und Fauna sowie am Ende die Menschen selbst weitgehend vernichten. Eile ist geboten, um den nötigen Paradigmenwechsel schnell herbeizuführen. Dabei müssen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung gemeinsam handeln.
Demokratie ist die wichtigste Voraussetzung für ein Gelingen dieser Aufgabe. Nur miteinander können die Menschen die gewaltigen Veränderungen herbeiführen, die für einen wirksamen Klimaschutz erforderlich sind. Dabei müssen sie Druck auf Wirtschaft und Politik erzeugen, um sie zu raschem Handeln zu zwingen.
Transparenz und Soziale Gerechtigkeit sind Wesenselemente gelebter Demokratie. In Deutschland sind diese Voraussetzungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt. Deswegen ist die Demokratie auch gefährdet durch Rechtspopulismus und Lobbyismus.
Solidarität und Mitmenschlichkeit sind das beste Gegenmittel gegen Populismus und Rassismus. Sobald Menschen eingeteilt werden in „wir“ und „die“, werden damit ihre Rechte zur Disposition gestellt. Doch Menschenrechte müssen unteilbar bleiben, weil sonst die mörderische Barbarei droht.
Nur wenn die Menschen sich um eine gerechte Verteilung der Güter und eine wirksame Begrenzung von Macht bemühen, werden sie auch Herausforderungen wie den Klimawandel bewältigen können. Die Klimakatastrophe ist schließlich das Ergebnis einer ungezügelten neoliberalen Wachstumsideologie auf Kosten der Menschen und der Natur. Wer gegen Verbote wettert, der wendet sich damit gegen die notwendige Einschränkung der vermeintlichen „Freiheit“ einiger weniger auf Kosten der Allgemeinheit.
Ein Tempolimit muss 2020 nicht nur für den Verkehr auf Autobahnen kommen, sondern auch für die Arbeitsverdichtung und politische Debatten im Internet. Lediglich beim Klimaschutz darf es kein Tempolimit geben.