Horst als „Lenor-Geist“: Die vorweggenommenen Zwillinge

An den „Lenor-Geist“ mögen Ältere sich vielleicht noch erinnern. In den 60er und70er Jahren trat er in der Werbung für einen Weichspüler auf.
Eine – nicht mehr ganz junge – Frau haderte mit ihrer kratzigen Wäsche. Dann trat sie in der Fernsehwerbung wie ein Schatten neben sich selbst. Das unscharfe Bild neben der Darstellerin ermahnte das scharfe Bild von ihr, künftig mit dem Weichspüler „Lenor“ für wunderbar weiche Wäsche zu sorgen.
Ganz zu Anfang der 60er Jahre machte mein Onkel Adi mit seiner Box ein Foto meines kleinen Bruders Horst inm Gitterbettchen. Dabei verwackelte er die Aufnahme, sodass man den kleinen Knirps auf dem Bild gleich doppelt sah. Dieses Foto nannten wir alle in der Familie nur „Horst als Lenor-Geist“ oder nur „Lenor-Geist“.
1968 erwies sich dieses verwackelte Bild dann als erstaunliche Prophezie: Meine mutter gebar Zwillinge. In ihrem Gitterbettchen sahen sie auf einem Foto fast genauso aus wie etwa sieben Jahre zuvor der unscharf verdoppelte kleine Horst.