Ein Interview über seine Sehbehinderung: Meine Erinnerungen an Roman Herzog

Prof. Dr. Roman Herzog ist am Dienstag (10. Januar) in Jena gestorben. Bei seinem Besuch in der Deutschen Blindenstudienanstalt (BliStA) habe ich ihn am 21. Juni 1997 interviewt. Dabei erzählte der damalige Bundespräsident mir von seiner eigenen Sehbehinderung. Weiterlesen

Interessant und investigativ: Happy Birthday, Spiegel!

Jahrzehntelang war „Der Spiegel“ für mich der Inbegriff des investigativen Journalismus. 1986 habe ich sogar einmal einen Text für das Hamburger Nachrichtenmagazin verfasst. Wiedergefunden im Blatt habe ich von meinem Manuskript über den dubiosen Konkurs des Heidenheimer Busunternehmers Wilhelm Wahl zwar kaum etwas, aber das Honorar von 500 D-Mark war damals nicht nur für einen Berufseinsteiger durchaus üppig.
„Der Spiegel“ feiert heute Geburtstag. Die erste Ausgabe des Wochenmagazins unter der Leitung seines langjährigen Herausgebers Rudolf Augstein erschien am 4. Januar 1947 noch in Hannover. Weiterlesen

Vorbild für aufrechten Humanismus und Journalismus: Eckartt Spoo lebt in seinen Texten weiter

Bei älteren Kollegen besaß er einen legendären Ruf. Jüngere hingegen kannten ihn kaum. Der Journalist, Publizist, Gewerkschafter und Friedensaktivist Eckart Spoo ist am Donnerstag (15. Dezember) im Alter von 79 Jahren in Berlin gestorben. Weiterlesen

Frechheit siegt: Dummheit gewinnt und Trump wird Präsident

Insgeheim hatte ich es ja schon befürchtet, aber nicht wirklich wahrhaben wollen. Nun aber schält sich ein immer deutlicherer Vorsprung von Donald Trump vor Hillary Clinton heraus. Alles sieht danach aus, dass ein egomanischer Sexist, Rassist und Populist nächster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) wird. Weiterlesen

Nachdenken nach Pöbeleien in Dresden: Weniger Aufmerksamkeit für Schreihälse!

Die lautesten Schreihälse ernten die meiste Aufmerksamkeit. Das ist das Erfolgsrezept von Donald Trump ebenso wie das der sogenannten „Alternative für Deutschland“ (AfD) und ihrer außerparlamentarischen Gesinnungsgenossen von „Pegida“. Bei den Feiern zum „Tag der deutschen Einheit“ am Montag (3. Oktober) in Dresden ging diese Strategie dank pöbelnder Beschimpfungen der angereisten Politiker durch eine rassistische Meute einmal mehr ziemlich erfolgreich auf.
Seriöse Nachrichtenredaktionen sollten sich allerdings überlegen, wie sie ihre Aufmerksamkeit gerechter verteilen. Zwar kann man die Lautsprecher von AfD und Pegida nicht einfach ignorieren, doch sollte man ihnen die nachdenklicheren Vertreter der leisen Töne in angemessener Weise gegenüberstellen. Weiterlesen

Untaugliche Therapie: Nicht Medikamente, Militär und markige Worte, sondern Menschlichkeit und Mitgefühl!

Die erschreckende Serie grausamer Gewalttaten reißt nicht ab. Fast noch erschreckender als diese Taten sind für mich aber die Reaktionen vieler Politiker darauf und der Umgang mancher Medien damit. Die Debatten über schärfere Gesetze und noch mehr Überwachung sowie über einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren wirken auf mich wie Brandbeschleuniger, die Angst und Schrecken noch verstärken und damit das Geschäft der Terroristen betreiben.
Wenn junge Menschen andere umbringen, muss man – selbst wenn sie es im Namen des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS) tun, über den Umgang der gesellschaft mit Gewalt, mörderische Auslandseinsätze der Bundeswehr und Strukturen der Psychotherapeutischen Hilfe nachdenken. Offenbar sind die derzeitigen Psychiatrischen Einrichtungen ebensowenig geeignet, solchen Gewalttaten vorzubeugen, wie ambulante Psychotheratpien, wenn Betroffene darauf nicht selten ein halbes Jahr lang warten müssen. Weiterlesen

Geht heim, Geheimdienste: Demokratie gibt´s nur ohne Überwachung

Hass und Häme grassieren nicht nur in den sogenannten „Sozialen Netzwerken“, sondern verstärkt auch im Alltag und in manchen Medien. Was bislang unter Journalisten als BILD-Zeitungs-Stil verpönt war, das verbreitet sich, um Auflage oder Quote zu machen. Zudem tritt kenntnisfreie Meinungsmache zunehmend an die Stelle faktenbasierter Berichterrstattung.
Die Militarisierung der politischen Auseinandersetzung ist indes nicht in erster Linie das Produkt populistischer Medien, sondern vor allem das Ergebnis einer bürgerfeindlichen Politik. Immer öfter peitschen die Parteien Vorhaben im Eiltempo durch den Bundestag hindurch, die in der Bevölkerung höchst umstritten sind. Politiker, die für eine anlasslose Massenüberwachung ihrer Wählerinnen und Wähler votieren, dürften bei der nächsten Wahl eigentlich keine einzige Stimme mehr bekommen. Weiterlesen