Nachdenken nach Pöbeleien in Dresden: Weniger Aufmerksamkeit für Schreihälse!

Die lautesten Schreihälse ernten die meiste Aufmerksamkeit. Das ist das Erfolgsrezept von Donald Trump ebenso wie das der sogenannten „Alternative für Deutschland“ (AfD) und ihrer außerparlamentarischen Gesinnungsgenossen von „Pegida“. Bei den Feiern zum „Tag der deutschen Einheit“ am Montag (3. Oktober) in Dresden ging diese Strategie dank pöbelnder Beschimpfungen der angereisten Politiker durch eine rassistische Meute einmal mehr ziemlich erfolgreich auf.
Seriöse Nachrichtenredaktionen sollten sich allerdings überlegen, wie sie ihre Aufmerksamkeit gerechter verteilen. Zwar kann man die Lautsprecher von AfD und Pegida nicht einfach ignorieren, doch sollte man ihnen die nachdenklicheren Vertreter der leisen Töne in angemessener Weise gegenüberstellen. Weiterlesen

Untaugliche Therapie: Nicht Medikamente, Militär und markige Worte, sondern Menschlichkeit und Mitgefühl!

Die erschreckende Serie grausamer Gewalttaten reißt nicht ab. Fast noch erschreckender als diese Taten sind für mich aber die Reaktionen vieler Politiker darauf und der Umgang mancher Medien damit. Die Debatten über schärfere Gesetze und noch mehr Überwachung sowie über einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren wirken auf mich wie Brandbeschleuniger, die Angst und Schrecken noch verstärken und damit das Geschäft der Terroristen betreiben.
Wenn junge Menschen andere umbringen, muss man – selbst wenn sie es im Namen des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS) tun, über den Umgang der gesellschaft mit Gewalt, mörderische Auslandseinsätze der Bundeswehr und Strukturen der Psychotherapeutischen Hilfe nachdenken. Offenbar sind die derzeitigen Psychiatrischen Einrichtungen ebensowenig geeignet, solchen Gewalttaten vorzubeugen, wie ambulante Psychotheratpien, wenn Betroffene darauf nicht selten ein halbes Jahr lang warten müssen. Weiterlesen

Geht heim, Geheimdienste: Demokratie gibt´s nur ohne Überwachung

Hass und Häme grassieren nicht nur in den sogenannten „Sozialen Netzwerken“, sondern verstärkt auch im Alltag und in manchen Medien. Was bislang unter Journalisten als BILD-Zeitungs-Stil verpönt war, das verbreitet sich, um Auflage oder Quote zu machen. Zudem tritt kenntnisfreie Meinungsmache zunehmend an die Stelle faktenbasierter Berichterrstattung.
Die Militarisierung der politischen Auseinandersetzung ist indes nicht in erster Linie das Produkt populistischer Medien, sondern vor allem das Ergebnis einer bürgerfeindlichen Politik. Immer öfter peitschen die Parteien Vorhaben im Eiltempo durch den Bundestag hindurch, die in der Bevölkerung höchst umstritten sind. Politiker, die für eine anlasslose Massenüberwachung ihrer Wählerinnen und Wähler votieren, dürften bei der nächsten Wahl eigentlich keine einzige Stimme mehr bekommen. Weiterlesen

24,2 Prozent und 15 Direktmandate für die AfD in Sachsen-Anhalt: Mehr Demokratie wagen!

24,2 Prozent und 15 Direktmandate für die AfD in Sachsen-Anhalt haben viele aufrechte Demokraten erschüttert. Manche malen nun den Untergang der Demokratie an die Wand oder ziehen Parallelen zu 1933 und der Machtergreifung Adolf Hitlers. Während solche Betrachtungen sicherlich einer realistischen Grundlage nicht entbehren, ist dennoch Vorsicht geboten bei der Dramatisierung der Wahlergebnisse.
Die AfD ist nicht erst am Sonntag (13. März) aus heiterem Himmel auf Deutschland herniedergefallen: Sie ist das Produkt rassistischer Hetze, populistischer Anpassung vieler Politiker und einer oftmals verkürzten Berichterstattung über komplexe Probleme in Mainstream-Medien. Einfache und verkürzte Parolen beispielsweise in Talkshows haben über Jahre hinweg einen politischen Stil geprägt, dem nun seine Protagonisten selber zum Opfer fallen. Weiterlesen

Keine Sternstunde des Journalismus: Hamburg stimmt gegen Olympia

Offenbar haben einige es noch nicht begriffen: Der Ausgang des Referendums über eine Olympia-Bewerbung Hamburgs war eine schallende Ohrfeige für Gigantomanie und überbordenden Kommerz im Spitzensport. 51,6 Prozent der Bürger haben dort am Sonntag (29. November) gegen die Durchführung Olympischer Spiele 2024 in Hamburg gestimmt. Weiterlesen

Ich bin all hier: Der Hasenfuß und der Terror im Journalismus

Das ist ein Dilemma: Angst vor terroristischen Attentaten treibt nicht nur Politiker um, sondern auch Journalisten. Wie aber sollen sich Medien verhalten, um die freiheitliche Gesellschaft zu verteidigen.
Haben wir in der Vergangenheit etwas falsch gemacht? Können wir in der Zukunft etwas besser machen? Weiterlesen

Paris trauert: Solidarität mit der Freiheit, der der Angriff des „IS“ galt!

Freitag der 13. endete für Paris in einem Blutbad: Mördertrupps des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS) zogen durch die französische Hauptstadt und knallten scheinbar wahllos mit Maschinengewehren Menschen ab. Ihr Ruf „Allah ist groß“ ist eine blasphemische Verhöhnung aller Menschen, die an einen gütigen und gnädigen Gott glauben , ebenso wie ein flagranter Missbrauch von Religion für eine mörderische Machtdemonstration. Weiterlesen

Seine Freundschaft reichte für zwei Länder: Über die Abschiedsfeier von Klaus Scheunemann

Noch im Gründungsjahr 1961 ist Klaus Scheunemann der Humanistischen Union (HU) beigetreten. Mit ihm verstarb am Dienstag (4. August) einer der letzten Aktiven aus der Gründergeneration der HU. Angehörige, Freunde, Kollegen, Mitstreiter und Weggefährten nahmen am Dienstag (25. August) auf dem Frankfurter Zentralfriedhof Abschied von dem Bürgerrrechtler, Gewerkschafter, Journalisten und Ehrenbürger des US-amerikanischen Bundesstaats Wisconsin. Weiterlesen