Blind ist man nicht, behindert wird man: Der Rest ist Schweigen

Andere schreiben über Inklusion; ich praktiziere sie. Darum schreibe ich nur selten über Behindertenthemen. Ausnahmsweise mache ich meine Behinderung heute aber doch einmal zum Thema. Weiterlesen

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Heute in Lüneburg: Abschied von Ulrich Hanke

In diesen Minuten beginnt in Lüneburg das Begräbnis meines Bruders Ulrich Hanke. Die Familie versammelt sich, um Abschied zu nehmen von ihm. Erinnerungen werden wach an Anekdoten aus der Kindheit, der Jugend und an unser letztes Zusammentreffen bei meiner Geburtstagsfeier im April 2015 in Marburg.
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Wie interviewt man Taubblinde: Nur keine Berührungsängste!

foto:gerhardDie taubblinden Gerhard (links) und Ludwig unterhalten sich im Taubblindenzentrum in Hannover über die Taubblindensprache „Lormen“ miteinander. (Foto: Rainer Wohlfahrt)
Wie interviewt man Taubblinde? Diese Anfrage erhielt ich neulich über das Kontaktformular meiner Website. Der Fragesteller meinte, ich hätte ja bereits den taubblinden Herrn x. interviewt.
Schon die Begründung dieser Anfrage enthielt einen peinlichen Fehler: Zwar habe ich inzwischen schon mehr als ein halbes Dutzend taubblinde Menschen interviewt; der genannte X. war jedoch nicht darunter. Manchmal tun Nichtbehinderte aber so, als gäbe es nur einen Taubblinden, einen blinden Journalisten oder nur einen Journalisten mit Glasknochen. Weiterlesen

Neues Jahr, neue Technik: PC ade!

Endgültig den Geist aufgegeben hat mein PC am Montag (29. Dezember). Damit endete das Jahr 2014 für mich mit mehreren traurigen Hiobsbotschaften. Nach dem Tod von gleich drei Freunden und dem Verzicht auf die geliebte Weihnachtsfeier wegen der schweren Erkrankung meiner Schwiegermutter musste ich mich auch noch von meinem langjährigen Begleiter durch die digitale Welt trennen.

Das ist doch kein Beinbruch, mag mancher da denken. Doch für Blinde ist die Umstellung auf einen anderen Rechner eine dramatische Sache.

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Behindert wird man mehrfach: Tag des weißen Stockes und 15 Jahre AKBI

Der 15. Oktober ist der Internationale „Tag des weißen Stockes“. Außerdem ist er der Geburtstag des Arbeitskreises Barrierefreies Internet (AKBI).

Exakt auf einen bestimmten Tag festlegen lässt sich die Gründung des AKBI nicht; doch der 15. Oktober bot sich angesichts seiner Bedeutung für Behinderte als Termin an. Tatsächlich ist die Idee zur Gründung des AKBI im Herbst 1998 aber ganz allmählich entstanden.

Urheber waren seinerzeit Jens Bertrams und ich. Von Anfang mit dabei war außerdem Dr. Eckart Fuchs.

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Angesagt: Ausstieg in Fahrtrichtung links

„Nächste Station: Frankfurt Hauptbahnhof! Der Zug endet dort. Bitte alle Aussteigen!“

Die Stimme dieser Ansage ist mir wohlbekannt. Allerdings kenne ich sie nicht nur wegen meiner häufigen Fahrten mit den Zügen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds, sondern auch durch eine frühere Zusammenarbeit mit dem Sprecher. Wulf Hahn war zeitweilig mein Stellvertreter im Vorsitz des Verkehrsclubs Marburg-Biedenkopf (VCD).

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Vielfalt im Innenraum ist Einfalt: Standard beim Stadtbus könnte Blinden helfen

1967 wurden die Stadtlinienbusse in Deutschland standardisiert. 25 Jahre später wurde diese Vereinheitlichung allmählich wieder aufgegeben. Besonders für Blinde ist die Vielfalt verschiedener Busse und vor allem ihrer Inneneinrichtung jedoch eine zusätzliche Erschwernis beim Busfahren.

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Eiskalt in den April geschickt: Die Aufführung eines blinden Elefanten

Ein mehr als 16 Jahre alter Text hat am Montag (1. April) offenbar einige Lesende amüsiert. Für den Hessischen Rundfunk (HR) und die Zeitschrift „Die Gegenwart“ wurde seinerzeit ein Blindenelefant auf den Weg durch die Stadt geschickt. Möglicherweise hat diese Geschichte damals auch einige Leser oder Hörer in den April geschickt.

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Eine elefantastische Idee: Dickhäuter auf dem Vormarsch

An Blindenhunde haben sich inzwischen alle gewöhnt. Nun tritt ein anderes Tier den Vormarsch in die Herzen der blinden Tierfreunde an. Wegen seiner Intelligenz und Gutmütigkeit, seiner wahrlich großen Ohren, vor allem aber wegen seiner sprichwörtlichen Feinfühligkeit dürfte der Elefant als ständiger Begleiter und Helfer des Blinden wohl auch in Deutschland dem Hund schon bald ernsthafte Konkurrenz machen.

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