Harry Rowohlt in Marburg: Ädmuhde, machste mir noch´n Biäh?

Seine Programme hat er immer in Marburg ausprobiert. Die mittelhessische Universitätsstadt sei gleichzeitig provinziell und doch mit einem gebildeten und interessierten Publikum auf großstädtischem Niveau. Das erklärte Harry Rowohlt einmal in einem Buchbeitrag über sein besonderes Verhältnis zu Marburg.
Im Alter von 70 Jahren ist der Schriftsteller, Übersetzer, Schauspieler und Sprecher am Montag (15. Juni) in Hamburg gestorben. Sein kabarettistisches Talent veranschaulicht eine nette Geschichte, die ihn mit meiner verstorbenen Ehefrau verbindet. Weiterlesen

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Mehr Rouge bitte: Zum Geburtstag von Daniel Cohn-Bendit

„Wir alle sind deutsche Juden.“ Unter diesem Slogan solidarisierten sich französische Studenten 1968 mit Daniel Cohn-Bendit. Zehn Millionen Menschen schlossen sich damals seinem Aufruf zum Generalstreik an.
Präsident Charles de Gaulle floh vor den Protesten. Der „rote Daniel“ oder „Daniel le Rouge“, wie er in Frankreich genannt wurde, stand damals kurz vor der Verwirklichung seines Ziels. Das war nicht weniger als die sozialistische Revolution.
Geboren wurde der deutsche Student am 4. April 1945 in Frankreich als Sohn eines Berliner Juristen. Wegen ihrer jüdischen Abstammung hatte die Familie vor der Nazi-Diktatur nach Frankreich fliehen müssen.
„In Frankreich ist Daniel Cohn-Bendit wohl der berühmteste lebende Deutsche“, meinte eine französische Besucherin zu mir, als sie von seinem Besuch auf dem Marburger Marktplatz erfuhr. Gemeinsam gingen wir hin und hörten dem Grünen-Politiker zu. Weiterlesen

Kennedy in der Paulskirche: Die Wiege der deutschen Demokratie

„The Cradle of German Democracy“ hat John F. Kennedy am 25. Juni 1963 die Frankfurter Paulskirche genannt. Vor rund 60.000 Menschen sprach der damalige US-Präsident an einem schwül-warmen Junitag auf dem gegenüberliegenden Römerberg.

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