Klein, aber fein: www.lagebesprech.de zur Bundestagswahl

Wer DIE PARTEI oder Piraten wählt, stärkt die AfD. Das sollten die Wahlberechtigten bei ihrer Entscheidung bedenken. Weiterlesen

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Intrigantenstadel in Hannover: Gespielte Empörung über falsches Spiel

Der Landtag von Niedersachsen ist ein Intrigantenstadel: Erst ködert die CDU die Grünen-Abgeordnete Elke Twesten zum Verrat; dann „erregt“ sie sich mit gespielter Empörung über die Einbeziehung von VW in die Erstellung einer Regierungserklärung zum Dieselgate. Dabei hatten CDU und FDDP vor Twestens Fraktionswechsel nichts Anrüchiges an Stephan Weils Vorgehen gefunden. Weiterlesen

Tschernobyl: Wolke, Molke, Vernebelung und Bewegung

„In der Sowjetunion soll es einen GAU gegeben haben“, sagte der Bundestagsabgeordnete Walter Schwenninger. Den anderen Grünen am Tisch blieb das Essen im Hals stecken. Mit einem Gast aus Afrika waren wir am 28. April 1986 ein Lokal gegangen, um dort gemeinsam zu Abend zu essen.
Tschernobyl kannte damals keiner von uns. Doch innerhalb weniger Tage sollte der Ort in der Ukraine zum Inbegriff der Gefahren der Atomenergie werden. Am 26. April 1986 gab es dort den „Größten anzunehmenden Unfall“ (GAU), den die Atomindustrie zuvor immer für sehr unwahrscheinlich erklärt hatte. Weiterlesen

Ein Optimist ist gegangen: Meine Erinnerungen an Wladyslaw Bartoszewski

Sehr bescheiden war er und dabei doch sehr wissbegierig. In einem Wiesbadener Café saß ich ihm gegenüber. Der Dritte am Tisch war ein Mitarbeiter von „Inter Nationes“.
Stattgefunden hat mein Gespräch mit Wladyslaw Bartoszewski wahrscheinlich 1982 oder 1983. Jedenfalls war ich damals Landesvorsitzender der Grünen Hessen und er Publizist.
Der ehemalige polnische Außenminister und Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz ist am Freitag (24. April) im Alter von 92 Jahren in seiner Heimatstadt Warschau verstorben. Zweimal bin ich ihm begegnet und erinnere mich nun in Trauer an den Menschen, den ich kennenlernen durfte. Weiterlesen

Mehr Rouge bitte: Zum Geburtstag von Daniel Cohn-Bendit

„Wir alle sind deutsche Juden.“ Unter diesem Slogan solidarisierten sich französische Studenten 1968 mit Daniel Cohn-Bendit. Zehn Millionen Menschen schlossen sich damals seinem Aufruf zum Generalstreik an.
Präsident Charles de Gaulle floh vor den Protesten. Der „rote Daniel“ oder „Daniel le Rouge“, wie er in Frankreich genannt wurde, stand damals kurz vor der Verwirklichung seines Ziels. Das war nicht weniger als die sozialistische Revolution.
Geboren wurde der deutsche Student am 4. April 1945 in Frankreich als Sohn eines Berliner Juristen. Wegen ihrer jüdischen Abstammung hatte die Familie vor der Nazi-Diktatur nach Frankreich fliehen müssen.
„In Frankreich ist Daniel Cohn-Bendit wohl der berühmteste lebende Deutsche“, meinte eine französische Besucherin zu mir, als sie von seinem Besuch auf dem Marburger Marktplatz erfuhr. Gemeinsam gingen wir hin und hörten dem Grünen-Politiker zu. Weiterlesen

Konzerte gegen Krieg und Faschismus: Zum Tod von Fritz Rau

Im Jazz sah er einen Ausdruck der Befreiung vom Faschismus. Gleich nach Kriegsende hat er deswegen noch als Jugendlicher begonnen, Konzerte mit dieser – von den Nazis zuvor verpönten – Musik zu organisieren. Am Sonntag (18. August) ist Fritz Rau in Kronberg im Alter von 83 Jahren verstorben.

Dreimal bin ich diesen eindrucksvollen Menschen persönlich begegnet. Am nachhaltigsten ist mir sein Zornesausbruch bei einem Konzert 1983 in der Offenbacher Stadthalle in Erinnerung.

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Was Macht macht mit Idealen: Vor 30 Jahren zogen Die Grünen erstmals in den Bundestag ein

Vor 30 Jahren sind Die Grünen in den Deutschen Bundestag eingezogen. Damals war ich mit dabei. Zwar hatte ich kein Mandat im Parlament, aber als Landessprecher der Grünen Hessen habe ich damals an vielen wichtigen Veranstaltungen teilgenommen.

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Am 26. März 1983 in Endenich: Petra Kelly gratulierte dem General Gerd Bastian zum Geburtstag

Was macht ein General in der Friedensbewegung? Diese Frage haben sich 1980 viele gestellt, als Gerd Bastian den „Krefelder Appell“ mit unterzeichnete.

Auch ich stand ihm damals skeptisch gegenüber. Meine Vorbehalte haben sich auch nur wenig verändert, nachdem ich ihn persönlich kennengelernt hatte.

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