Nicht mit 66, sondern mit 80 Jahren: Mercy, cher Udo Jürgens!

„Lieb Vaterland, magst ruhig sein!“ Auf dieses pazifistisch-sozialkritische Lied von Udo Jürgens gab es auch eine Persiflage: „Die Kanzlers laden Dich zum Essen ein. Kritik ist schick bei Moselwein“.
Doch Jürgens meinte ernst, was er da sang. Er war nicht nur ein primitiver Schlagersänger, sondern durchaus ein Chansonnier mit Niveau.
Bei einem Spaziergang ist der Pianist, Komponist und Sänger am Sonntag (21. Dezember) gestorben. Seit meiner Jugend haben mich seine Melodien begleitet. Mit ihm geht einer der großen Unterhaltungskünstler der Nachkriegszeit. Weiterlesen

Spiel mir das Lied vom Tod vor Lampedusa: Ennio Morricone wird 85

Die Polizei von Rom verwendet eine seiner Kompositionen für ihre Telefon-Warteschleife. Ein anderes Stück von ihm vertröstet Anrufende bei der römischen Stadtverwaltung. Seine Songs gingen um die Welt; doch sein Name ist weitaus weniger bekannt als seine Musik.

Am 10. November 1928 wurde Ennio Morricone in Rom geboren. 2007 erhielt der Filmkomponist für sein Lebenswerk den Oscar.

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Konzerte gegen Krieg und Faschismus: Zum Tod von Fritz Rau

Im Jazz sah er einen Ausdruck der Befreiung vom Faschismus. Gleich nach Kriegsende hat er deswegen noch als Jugendlicher begonnen, Konzerte mit dieser – von den Nazis zuvor verpönten – Musik zu organisieren. Am Sonntag (18. August) ist Fritz Rau in Kronberg im Alter von 83 Jahren verstorben.

Dreimal bin ich diesen eindrucksvollen Menschen persönlich begegnet. Am nachhaltigsten ist mir sein Zornesausbruch bei einem Konzert 1983 in der Offenbacher Stadthalle in Erinnerung.

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Haarige Auseinandersetzung mit der Heckenschere: Mick Jagger wird 70

Mick Jagger wurde am 26. Juli 1943 geboren. Kaum ein anderer Musiker hat die Jugend im 20. Jahrhundert so polarisiert wie der Sänger und Frontman der „Rolling Stones“.

„Beatles oder Stones?“ Diese Frage löste in der zweiten Hälfte der 60er Jahre unter Jugendlichen wahre Glaubenskriege aus. Fans der „Rolling Stones“ verspotteten die Anhänger der „Beatles“ als brave und biedere Bürschlein, während die „rollenden Steine“ manchem Beatles-Fan einfach zu aggressiv auftraten.

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