Untaugliche Therapie: Nicht Medikamente, Militär und markige Worte, sondern Menschlichkeit und Mitgefühl!

Die erschreckende Serie grausamer Gewalttaten reißt nicht ab. Fast noch erschreckender als diese Taten sind für mich aber die Reaktionen vieler Politiker darauf und der Umgang mancher Medien damit. Die Debatten über schärfere Gesetze und noch mehr Überwachung sowie über einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren wirken auf mich wie Brandbeschleuniger, die Angst und Schrecken noch verstärken und damit das Geschäft der Terroristen betreiben.
Wenn junge Menschen andere umbringen, muss man – selbst wenn sie es im Namen des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS) tun, über den Umgang der gesellschaft mit Gewalt, mörderische Auslandseinsätze der Bundeswehr und Strukturen der Psychotherapeutischen Hilfe nachdenken. Offenbar sind die derzeitigen Psychiatrischen Einrichtungen ebensowenig geeignet, solchen Gewalttaten vorzubeugen, wie ambulante Psychotheratpien, wenn Betroffene darauf nicht selten ein halbes Jahr lang warten müssen. Weiterlesen

Fluch u49525: Absturz des Journalismus nach Totschweigen des Problems Suizid

Medienschelte ist zur Zeit schwer in Mode. Sie ist wohlfeil und häufig völlig losgelöst von jeglicher Kenntnis der realen Bedingungen in den Medien. Die schlimmsten Auswüchse gipfeln in dem Wort „Lügenpresse“ und einem geradezu hysterischen Hass auf alles, was sich „Medien“ nennt.
Selbstkritik der Journalistinnen und Journalisten ist allerdings umso wichtiger, als die grassierende Medienschelte reale Aufhänger hat. Zudem kann niemand besser werden, der das eigene Handeln nicht wenigstens hin und wieder kritisch hinterfragt. Weiterlesen

Gustl Mollath ist frei: Wer ist hier gemeingefährlich?

Gustl Mollath ist frei. Auf Anordnung des Oberlandesgerichts Nürnberg wurde er am Dienstag (6. August) nach sieben Jahren Zwangsunterbringung aus der Forensischen Psychiatrie entlassen.

Klaus-Peter Löser lebt in Marburg. Mehr als sieben Jahre hat er zu Unrecht in der Psychiatrie verbringen müssen.

Nirgendwo werden in Deutschland die elementarsten Menschenrechte so heftig und meist unkontrolliert mit den Füßen getreten wie in Psychiatrischen Anstalten. Zahlreiche Beispiele dafür habe ich in mehr als 25 Jahren Tätigkeit im Vorstand der Humanistischen Union Marburg persönlich kennengelernt.

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