2015 geht zu Ende: Alles Gute für 2016!

2015 war kein besonders gutes Jahr. Sowohl privat wie auch politisch gab es für mich einige unangenehme Entwicklungen. Vor allem die rassistischen Umtriebe und der Hass gegen Flüchtlinge sowie der Abbau von Freiheits- und Bürgerrechten unter dem Vorwand des Schutzes der Bevölkerung vor Terrorismus sind gefährliche Tendenzen in Deutschland wie auch in ganz Europa.
Dennoch möchte ich auch die erfreulichen Erfahrungen nicht verschweigen: Noch nie gab es in Deutschland eine so große Welle der Hilfsbereitschaft wie 2015. Das Wort „Willkommenskultur“ bekam Tausende freundlicher Gesichter, helfender Hände und gespendeter Materialien wie auch Gelder.
Gut eine Million Flüchtlinge sind 2015 nach Deutschland gekommen. Ihre Unterbringung und Aufnahme war auch in Marburg eines der wichtigsten Themen des Jahres. Mitte Juli richtete das Regierungspräsidium Gießen (RP) an der Umgehungsstraße in Cappel eine Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge ein, die sich inzwischen vom eilig errichteten Provisorium zur Dauereinrichtung entwickelt hat.
Nach zehn Jahren an der Verwaltungsspitze ist Egon Vaupel am Montag (30. November) aus dem Amt des Obergürgermeisters der Universitätsstadt Marburg ausgeschieden. Seine Nachfolge hat am Dienstag (1. Dezember) Dr. thomas Spies angetreten. Im zweiten Wahlgang hatte der SPD-Landtagsabgeordnete am Sonntag (28. Juni) 60 Prozent der abgegebenen stimmen erhalten.
Erneut zur Präsidentin der Philipps-Universität gewählt wurde Prof. Dr. Katharina Krause. Der Erweiterte Senat der Marburger Uni wählte sie am Mittwoch (24. Juni) mit großer Mehrheit für eine zweite Amtszeit von sechs Jahren.
Auch für 2015 habe ich wieder auf marburgnews einen Jahresrückblick veröffentlicht. Neben kurzen Zusammenfassungen zu den Bereichen Politik, Kultur, Soziales und Bildung habe ich auch wieder einen Jahresrückblick für Marburg in Leichter Sprache zusammengestellt.
Bei vier Beerdigungen habe ich im vergangenen Jahr Freunde oder Angehörige betrauert. Für 2016 hoffe ich nun auf bessere Tage.
Die riesige Hilfsbereitschaft der Menschen nicht nur in Marburg macht mir Mut. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in der Jury des Marburger Leuchtfeuers für Soziale Bürgerrechte mit meinem neuen „Kollegen“ Egon Vaupel und allen anderen Mitstreitern.
Möge 2016 besser werden als 2015, solidarischer und freundlicher! Allen Menschen wünsche ich Friden, Freude, Gesundheit und Glück.

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3 Kommentare zu “2015 geht zu Ende: Alles Gute für 2016!

  1. Wenn ich die aktuelle politische Lage und meine persönliche mal trenne, dann hatte ich ein großartiges Jahr. Mit meiner Frau war ich in Hamburg, Venedig und Dresden.
    Vier Marathons habe ich geschafft und bin einige wunderschöne Läufe hier in Sachsen gerannt. Meine kleine Tochter (24) hat ihr Studium geschafft und das mit einem großartigem Abschluss. Meine zwei Arbeitgeber mussten den Mindestlohn einführen und es hat mir tatsächlich etwas gebracht. Nach 25 Jahren dümpeln im Niedriglohnsektor und Erniedrigungen durch beklopfte Chefs ein kleiner Lichtblick.
    Als DJ hatte ich wunderschöne Veranstaltungen und habe unheimlich nette Leute kennengelernt und tolle Geschichten gehört. Also rundum ein gutes Jahr.
    Nehmen wir die Weltpolitik, dann war es ein grausames Jahr. Terror in vielen Gegenden der Welt. Die brutalen Attentate in Frankreich. Ertrunkene Flüchtlinge, Krieg in der Ukraine, Bundeswehrauslandseinsätze, Festhalten vieler Staaten an Atomkraftwerken, SPD-Ja zu TTIP, Pegida und die Gleichschaltung der Staatsmedien in Deutschland. Das wird mir von 2015 in Erinnerung bleiben. Da denke ich lieber wieder an mein privates Glück – aber trennen kann man dann doch leider Beides nicht.
    Dir, lieber FJH wünsche ich ein gutes Jahr. Mit tollen Begebenheiten und Menschen !
    Das Weiterführen der Gespräche mit Deinen netten Freunden und Bekannten !
    Viele Grüße aus dem Vogtland
    Ronald W.

    • Lieber Ronald, letztlich ist mein persönliches Umfeld erfreulich und ein ganz großes Glück. Wenn ich auch einige liebe Menschen für immer verabschieden musste, bleibt mir doch ein riesiger Reichtum an Freundschaft und Solidarität. Dafür bin ich sehr dankbar. Was die Politik anbelangt, so kann es kaum noch viel schlimmer kommen. Das hoffe ich zumindest. „Gleichschaltung“ ist übrigens das, was derzeit in Polen stattfindet. In Deutschland würde ich eher von Mut- und Gedankenlosigkeit bei vielen Medienmachern sprechen, die freiwillig der Herde folgen wie die Lemmminge. Glücklicherweise gibt es aber auch andere, die recherchieren und sehr klug kommentieren. Auch ihnen gilt zum Beginn des Neuen Jahrs mein Dank. Alles Gute für 2016 und überhaupt fjh

  2. Pingback: 7 Tage 2016: Schöne Aussichten! | Franz-Josef Hanke

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