Wenn Kinderaugen glänzen: Frohe Weihnacht!

„Jauchzet, frohlocket!“ Freude und Frieden sind eng verbunden mit Weihnachten. Vielen bietet das Fest aber auch Gelegenheit, eine Reise in sich selbst und in die eigene Kindheit zu unternehmen.
„Nun von der Hast und Hektik des Alltags ruhn“ soll man zu Weihnachten nach Aussage des bekennenden Atheisten Theodor Storm. Die ungewohnte Ruhe versetzt viele aber in Unruhe. So kommt es zu den Dramen, die viele zu Weihnachten erleben und erleiden.
Zu hohe Erwartungen sind ein weiterer Grund für den häufig beklagten Weihnachtsstress. Jeder meint, an Weihnachten müsse jeder Andere sich friedlich verhalten; und Frieden bedeutet dann meist nicht nur Entgegenkommen, sondern für manche auch Selbstaufgabe.
Weihnachten ist mit vielen herausragenden Vorstellungen besetzt. Erinnerungen leuchten in den Köpfen und den Augen auf an den Tannenbaum mit den Lichtern und an die Lieder, die schon zu Kindertagen den Alltag aufhellten. Geschenke gab es; und eine „heilige“ Atmosphäre herrschte am Heiligen Abend.
Erinnerungen klingen wieder in den Liedern, die damals gesungen wurden. „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, sang der Engel. Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium reiht dieses altehrwürdige Weihnachtslied in den Pomp und Prunk barocker Orchestermusik vom Feinsten ein.
Musik berührt die Seele. Umso mehr lassen sich Menschen berühren von Liedern, an die sie besondere Erinnerungen knüpfen. Das noch so dämlichste Weihnachtslied mit dem unsinnigsten Text bekommt dann doch noch einen Ehrenplatz im Repertoire der weihnachtlichen Gesänge.
„I am dreaming of a white Christmas“, schmolz Bing Crosby dahin. „Leise rieselt der Schnee“ fordert auch ein Wetter ein, dass dieses Jahr vermutlich zwei Wochen zu früh über Marburg hereinschneite.
Früher war alles besser. Das reicht vom Wetter über das Essen bis hin zu den Geschenken.
Was gab es nicht damals für Geschenke? Längst ist das Spielzeug schon museumsreif, das im Gedächtnis wieder auf dem Gabentisch liegt, den die Eltern liebevoll aufgebaut haben.
Zu Weihnachten werden wir wieder zum Kind. Deswegen wollen wir Weihnachten feiern, selbst wenn wir eher nicht daran glauben, dass Jesus ausgerechnet in dieser Nacht vor 2017 Jahren in einem Stall in Bethlehem zur Welt kam.
Doch die Geschichte von den obdachlosen Eltern und dem Notquartier im Stall rührt viele an, die Geflüchteten heute kein Notquartier im Zelt bieten würden. Wenigstens einmal im Jahr mögen manche sogar merken, dass Geben seliger ist denn Nehmen. Strahlende Kinderaugen auch bei Erwachsenen sind etwas Schönes, dass man eigentlich viel öfter erleben könnte, wenn man Freude, Frieden, Schenken und an andere Menschen glauben zu seiner Maxime macht.

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